Kapitel 1: Die alte Spukvilla am Stadtrand
Es war Halloween. Zwei kleine Jungen, Max und Ben, standen vor einer großen, alten Villa. Die Villa war alt, ein bisschen schief und hatte viele Fenster. Max mochte Halloween gar nicht. Er sagte: „Ben, ich mag das nicht. Es ist zu dunkel. Und die Villa sieht gruselig aus.“
Ben lächelte und hielt Max an der Hand. „Komm schon, Max! Es ist nur Halloween. Wir sammeln Süßigkeiten!“
Max schüttelte den Kopf. „Ich will keine Gespenster sehen. Und keine Hexen!“
Ben kicherte. „Vielleicht gibt es hier nur Schokolade und Lutscher!“
Die beiden Jungen trugen bunte Kostüme. Max war ein kleiner Drache. Ben war ein lustiger Pirat. Sie klopften an die große, alte Tür. „Klopf, klopf, klopf!“
Die Tür quietschte und öffnete sich langsam. „Quieeetsch!“
Max klammerte sich an Bens Arm. „Siehst du, Ben? Das Haus macht komische Geräusche!“
Ben flüsterte: „Das ist nur die Tür, Max. Keine Angst!“
Kapitel 2: Die geheimnisvolle Süßigkeitenjagd
Drinnen war es dunkel, aber überall leuchteten kleine Kürbislampen. Die Kürbisse grinsten freundlich. „Hallo, ihr zwei!“, flüsterten die Lampen. Max staunte. „Die Kürbisse können sprechen!“, rief er.
Ben lachte. „Das ist bestimmt nur der Wind!“ Aber plötzlich hörten sie ein leises Kichern. „Kicher, kicher!“
Max fragte: „Wer ist da?“ Da sprang eine kleine schwarze Katze vor die Jungen. Sie hatte einen winzigen Hexenhut auf. Die Katze sagte: „Willkommen, kleine Freunde! Wenn ihr Süßes wollt, müsst ihr mutig sein! Folgt mir!“
Max und Ben sahen sich an. Max zitterte ein bisschen, aber Ben nickte. „Wir sind mutig!“, sagte Ben.
Die Katze sprang voraus. „Kommt mit!“, rief sie. Sie führte die Jungen durch knarrende Flure und unter hohen, alten Türen hindurch. Immer wieder hörten sie das leise „Kicher, kicher!“ von der Katze.
Max fragte: „Bekommt man hier wirklich Süßigkeiten?“
Die Katze schnurrte: „Natürlich! Aber erst müsst ihr kleine Aufgaben lösen!“
Sie kamen in ein Zimmer voller bunter Ballons. Die Katze miaute: „Findet den Ballon mit dem Stern!“
Ben zeigte auf einen blauen Ballon. Max zeigte auf einen roten Ballon. Aber der Stern war auf einem gelben Ballon ganz oben. Ben hüpfte, Max hüpfte, und zusammen erreichten sie den Stern-Ballon.
Die Katze klatschte mit den Pfoten. „Sehr gut! Ihr seid mutig und klug!“
Kapitel 3: Süßes, Lachen und keine Angst mehr
Die Katze führte Max und Ben in die große Halle. Dort standen viele große Schüsseln voller Süßigkeiten. Es gab Lutscher, Gummibärchen und Schokolade. Die Kürbisse lachten: „Greift zu! Es ist Halloween!“
Max war ganz aufgeregt. „Wow, so viele Süßigkeiten!“
Ben sagte: „Ich wusste, es gibt hier Schokolade!“
Die Katze schnurrte: „Ihr habt eure Angst besiegt. Jetzt dürft ihr feiern!“
Max lachte zum ersten Mal an diesem Abend. „Halloween ist doch gar nicht so schlimm!“
Ben grinste: „Es macht sogar Spaß!“
Die Jungen tanzten mit der Katze durch den Raum. Die Kürbisse blinkten fröhlich. Max sagte: „Ich hatte Angst, aber mit Ben und der Katze ist alles lustig!“
Ben nickte. „Halloween ist schön, wenn wir zusammen sind.“
Die Katze schnurrte: „Ihr seid meine Freunde. Kommt nächstes Jahr wieder!“
Max und Ben winkten der Katze und den Kürbissen zum Abschied zu. Draußen war die Nacht ganz weich und freundlich. Max fühlte sich mutig und froh. Er sagte: „Ben, nächstes Jahr gehen wir wieder auf Süßigkeitenjagd!“
Ben lachte. „Ja, Max! Mit dir ist alles möglich!“
Und so gingen die beiden Freunde Hand in Hand nach Hause, mit Taschen voll Süßigkeiten und Herzen voller Mut. Halloween war jetzt ihr Lieblingsfest.