Kapitel 1: Der geheimnisvolle Kürbis
„Mama, darf ich den Kürbis bemalen?“, fragt der kleine Hase Benni.
„Aber sicher, Benni“, lacht Mama Häsin und reicht ihm einen grünen Pinsel.
Benni dippt den Pinsel in die Farbe. Er malt lustige Streifen auf den großen, runden Kürbis.
„Schau mal, Mama, mein Kürbis hat jetzt Streifen!“, ruft Benni stolz.
„Sehr schön, Benni!“, sagt Mama.
Da sieht Benni etwas Seltsames. Hinter dem Kürbis leuchtet es ein bisschen.
„Was ist das denn?“, fragt Benni.
Er schiebt den Kürbis zur Seite.
„Mama, da ist eine alte, kleine Kiste!“, ruft Benni erstaunt.
„Oh! Die war hier wohl immer schon“, sagt Mama und lächelt.
Benni hebt die Kiste vorsichtig hoch.
„Darf ich sie öffnen?“, fragt er.
„Natürlich, mein Schatz“, sagt Mama leise.
Benni öffnet die Kiste.
Innen liegt ein kleiner, glitzernder Stein.
Der Stein leuchtet orange.
„Wow, schau mal, Mama!“, ruft Benni.
„Oh, ein Zauberstein!“, sagt Mama und zwinkert.
Benni lacht. „Meinst du, der Stein macht Zauber?“
„Vielleicht, mein Schatz. Heute ist doch Halloween. Da ist alles möglich!“, sagt Mama.
Benni nimmt den Stein.
„Ich wünsche mir eine tolle Halloween-Nacht!“, flüstert er.
Plötzlich wird alles ein bisschen heller.
Der Kürbis wackelt, die Fenster klappern leise und ein Windhauch streichelt Bennis Ohren.
„Mama, hast du das gesehen?“, fragt Benni leise.
„Oh ja, Benni. Das Halloween-Abenteuer beginnt!“, sagt Mama und gibt ihm einen Kuss auf die Stirn.
Kapitel 2: Die magische Straße
Benni hüpft vorsichtig auf die Straße.
Alles sieht anders aus. Die Straße ist voller Lichter und bunter Kürbisse.
Sein Freund Hugo, die kleine Maus, winkt ihm zu.
„Hallo Benni! Komm, wir schauen uns die Läden an!“, piepst Hugo.
„Oh ja!“, sagt Benni und hüpft zu Hugo.
Sie gehen zum ersten Laden.
Vor der Tür steht Frau Ente.
Sie trägt ein Hexenhut und lacht:
„Willkommen in meinem Hexenladen! Kichert ein bisschen, denn hier gibt es Zauberbonbons!“
Benni und Hugo kichern und bekommen je ein Bonbon.
„Danke, Frau Ente!“, rufen sie und hüpfen weiter.
Im nächsten Laden schnuppert Benni.
„Mmh, es riecht nach Keksen!“, sagt er.
Herr Igel winkt aus der Bäckerei.
„Kommt rein! Ich habe Spinnenkekse gebacken. Sie sind ganz süß, ich verspreche es!“
Benni und Hugo lachen.
„Kekse mit Spinnen? Oh je!“, ruft Hugo.
„Probier mal!“, sagt Benni.
Sie beißen ab.
„Mmh, schokoladig!“, ruft Hugo.
Alle lachen laut.
Plötzlich blitzt der Zauberstein in Bennis Tasche.
„Was ist das?“, fragt Hugo leise.
„Ich glaube, der Stein möchte noch mehr Magie zeigen“, sagt Benni mutig.
Sie gehen weiter zur Spielzeugladen-Tür.
Es klopft – und plötzlich tanzen kleine Geister durch die Luft.
„Hu-hu!“, rufen die Geister und kichern.
Benni schmunzelt.
„Ich hab keine Angst. Die Geister sind freundlich!“, sagt er.
Hugo nickt.
„Sie wollen nur spielen!“, piepst er.
Benni winkt den Geistern zu.
„Kommt, spielt mit uns!“, ruft er.
Sie tanzen, sie lachen, sie haben Spaß.
Kapitel 3: Alles ist gut
Es wird spät.
Die Lichter werden leiser.
Benni gähnt.
„Das war ein tolles Abenteuer!“, sagt er.
Hugo nickt.
„Ich hatte ein bisschen Angst. Aber jetzt bin ich froh!“, sagt die Maus.
Mama Häsin kommt und nimmt Benni an die Pfote.
„Zeit nach Hause zu gehen, mein Schatz“, sagt sie sanft.
Benni lächelt.
„Die Geister und der Zauberstein waren nett. Ich mag Halloween!“, sagt er.
Mama drückt ihn.
„Du bist mutig, Benni!“, sagt sie stolz.
Der Zauberstein funkelt noch ein letztes Mal und wird dann wieder still.
„Bis zum nächsten Halloween!“, flüstert Benni leise und schließt die Augen.
Alles ist ruhig. Alles ist gut.