Einmal war ein kleines Mädchen. Sie hieß Mia. Mia war noch ganz klein, nur ein Jahr alt. Mia liebte es, mit ihren Augen die Welt zu schauen.
Eines Morgens sagte Mia: „Welt, wer bist du?“
Der Wind wehte und flüsterte: „Ich bin frei. Ich laufe überall. Du kannst mich nicht sehen, aber du kannst mich fühlen.“
Mia lachte. „Du bist wie ein Kitzeln auf meiner Wange!“
Mia ging weiter. Da kam eine Blume. Die Blume sagte: „Hallo, Mia! Ich wachse, weil die Sonne mich küsst.“
Mia fragte: „Blume, warum stehst du still?“
Die Blume nickte im Wind. „Ich bleibe hier, aber ich träume von großen Wiesen.“
Mia klatschte in die Hände. „Ich mag deine Träume!“
Die Blume lächelte. „Jeder hat Träume, Mia. Auch du.“
Dann kam ein alter Stein. Der Stein war kalt und still.
Mia fragte: „Stein, bist du traurig?“
Der Stein antwortete: „Nein, Mia. Ich höre dem Regen zu. Ich schaue zu, wie die Welt sich bewegt.“
Mia legte ihre Hand auf den Stein. „Ich höre auch gern zu.“
Da kam die Sonne und streichelte Mias Gesicht.
Die Sonne sang: „Ich leuchte für alle. Für die Blumen, den Wind, den Stein und für dich.“
Mia lachte. „Danke, Sonne! Wir sind alle zusammen.“
Mia setzte sich hin. Sie dachte nach.
Sie flüsterte: „Jeder ist anders. Doch jeder ist wichtig.“
Der Wind, die Blume, der Stein und die Sonne nickten.
Mia fĂĽhlte sich warm und froh.
Sie wusste: „Ich bin klein, aber ich gehöre dazu.“