Mila und Leni sind zwei kleine Mädchen. Sie sind vier. Es ist Abend. Das Zimmer ist weich und still.
Am Fenster sitzt ein kleiner Stern aus Papier. Er glitzert leise. Mila tippt ihn an. „Toc-toc, Stern.“
Der Stern wackelt. „Hüp“, sagt er.
Leni kichert. „Kann ein Stern traurig sein?“
Der Stern macht „ping“. „Ich bin klein. Aber ich leuchte.“
Mila nimmt ihre Decke. Leni nimmt ihr Kissen. Sie bauen ein kleines Nest am Fenster. „Hop, hop“, sagt Mila. Sie setzt sich.
Draußen sieht man den Mond. Er ist rund wie ein Brot. Leni flüstert: „Mond, warum bist du da?“
Der Mond scheint. Er sagt nichts. Das ist auch gut.
Mila fragt: „Wohin geht das Licht, wenn wir schlafen?“
Leni denkt kurz. Dann sagt sie: „Es geht in unser Herz. Pling.“
Der Papierstern nickt. „Piep“, macht er, als wäre er ein Vogel.
Mila legt ihre Hand auf Lenis Hand. Warm. Ganz warm.
„Wir sind da“, sagt Mila.
„Ja“, sagt Leni. „Und das Licht auch.“
Der Stern glitzert noch ein bisschen. Dann ist es ruhig. Die Augen werden klein. Alles ist gut.
Morale: Wenn wir teilen und lieb sind, wird es innen hell.