Es war einmal ein kleines Mädchen mit zwei Zöpfen. Sie hieß Lilli. Lilli liebte es, Fragen zu stellen. Sie wachte auf und fragte: „Warum scheint die Sonne?“ Mama lächelte. „Die Sonne lacht, weil sie uns gern hat“, sagte Mama. Lilli kicherte und klatschte in die Hände.
Lilli ging in den Garten. Die Blumen dufteten. Eine Biene summte vorbei. „Biene, warum fliegst du?“ fragte Lilli. Die Biene summte: „Ich suche Blüten, sie schmecken süß!“ Lilli nickte. „Blumen sind lecker für dich, Biene!“
Ein Schmetterling flatterte zu Lilli. „Hallo, Schmetterling! Warum bist du bunt?“ fragte Lilli. Der Schmetterling tanzte in der Luft. „Bunt macht froh! Ich mag bunt sein.“ Lilli lachte. „Ich auch!“
Lilli setzte sich auf die Wiese. Sie sah den Himmel. „Warum ist der Himmel so groß?“ fragte Lilli. Mama kam dazu und sagte: „Der Himmel passt auf uns auf, wie eine große Decke.“ Lilli kuschelte sich an Mama. „Ich mag Decken“, flüsterte sie.
Ein kleiner Hund lief zu Lilli. „Wau!“ sagte der Hund. „Warum bist du fröhlich?“ fragte Lilli. Der Hund wedelte mit dem Schwanz. „Weil du lachst, Lilli!“ Lilli kraulte den Hund hinter den Ohren.
Lilli schaute auf ihre Hände. „Warum habe ich Hände, Mama?“ fragte sie. Mama nahm ihre Hände und sagte: „Mit deinen Händen kannst du streicheln, Blumen pflücken, winken und festhalten. Deine Hände sind wunderbar!“
Die Sonne wurde müde. Lilli gähnte. „Warum werde ich müde?“ Mama hob Lilli auf den Arm und flüsterte: „Damit du träumen kannst, kleine Lilli.“
Lilli schloss die Augen. Sie dachte an die Biene, den Schmetterling, den Hund und Mama. Alles war gut.
Am Abend, wenn die Fragen schlafen gehen, weiß Lilli:
Jeden Tag darf man staunen, und wer freundlich fragt, findet immer eine Antwort.