Mila ist vier. Sie liegt im Bett. Das Licht ist weich. Draußen sagt der Wind „huu-huu“, ganz leise.
Mila hält ihren Teddy. „Teddy, was ist das Leben?“, sagt Mila.
Teddy lächelt. „Komm, wir fragen die Dinge“, sagt Teddy.
Mila schaut zum Fenster. Der Mond ist rund wie ein Ball. Er macht „schimm-schimm“.
„Mond, was ist das Leben?“, fragt Mila.
Der Mond sagt: „Ich leuchte. Das ist mein Ding. Und ich sehe euch gern.“
Mila nickt. Sie hört ihr Herz: „bum-bum“. Das klingt froh.
Dann schaut Mila auf ihr Glas Wasser. Es macht „plopp“, als ein Bläschen hochgeht.
„Wasser, was ist das Leben?“, fragt Mila.
Das Wasser sagt: „Ich gehe hin und her. Ich mache alle weich. Ich bin gern im Glas.“
Mila kichert. „Du bist wie ich. Ich gehe auch hin und her.“
Auf dem Regal steht eine kleine Uhr. Sie macht „tick-tack, tick-tack“. Mila sagt: „Uhr, was ist das Leben?“
Die Uhr sagt: „Ich zähle kleine Schritte. Tick ist ein Schritt. Tack ist ein Schritt. Viele Schritte sind ein Tag.“
Mila schaut zu Teddy. „Und ich? Was ist mein Ding?“, fragt sie.
Teddy sagt: „Du bist Mila. Du siehst. Du hörst. Du fragst. Du gibst Küsse. Schmuz-smuz.“
Mila gibt Teddy einen Kuss. „Schmatz!“
Da kommt Mama. Sie streicht über Milas Haare. „Alles gut?“, sagt Mama.
„Ja“, sagt Mila. „Der Mond leuchtet. Das Wasser ploppt. Die Uhr tickt. Und ich… ich bin da.“
Mama lacht leise. „Hop, in den Traum“, sagt sie.
Mila schließt die Augen. Der Wind sagt „huu-huu“. Ihr Herz sagt „bum-bum“. Und Mila denkt: Vielleicht ist das Leben ein kleines Lied, das jeder auf seine Art singt.
Moral: Wenn du freundlich schaust und ruhig fragst, findest du dein eigenes kleines Warum.