Kapitel 1: Zwei Zuhause für Max
Max ist fünf Jahre alt. Max hat braune, lockige Haare und große, neugierige Augen. Max lebt in einer kleinen Stadt. Früher wohnte Max mit Mama und Papa zusammen in einer Wohnung. Jetzt lebt Max manchmal bei Mama und manchmal bei Papa. Max hat zwei Zuhause.
Am Montag wacht Max bei Mama auf. Die Sonne scheint durch das Fenster. Mama macht Pfannkuchen zum Frühstück. Max liebt Pfannkuchen. „Morgen, Max! Ich habe Pfannkuchen gemacht!“, ruft Mama fröhlich. Max lacht und setzt sich an den Tisch. „Danke, Mama! Die sind lecker!“, sagt Max und isst einen großen Bissen.
Nach dem Frühstück zieht Max seine Lieblingshose an. Mama hilft ihm. „Heute bringe ich dich zu Papa“, sagt Mama freundlich. Max nickt und schaut Mama an. „Kommst du auch mit?“, fragt Max leise. Mama nimmt Max in den Arm. „Heute bleibst du bei Papa, aber morgen sehen wir uns wieder“, sagt sie sanft.
Max fühlt sich ein bisschen traurig. Aber Mama erklärt: „Du hast jetzt zwei Zuhause. Bei mir und bei Papa. Wir lieben dich beide sehr.“ Max denkt nach. Zwei Zuhause? Das ist neu. Aber Max will mutig sein.
Kapitel 2: Ein Tag bei Papa
Papa wohnt in einer anderen Wohnung. Papa hat ein großes rotes Sofa und viele bunte Kissen. Als Max ankommt, öffnet Papa die Tür. „Hallo, Max! Willkommen!“, ruft Papa und hebt Max hoch. Max lacht und umarmt Papa fest.
Sie spielen mit den Bauklötzen im Wohnzimmer. Papa baut einen Turm und Max hilft mit. „Schau mal, wie hoch unser Turm ist!“, ruft Papa. Max kichert. Der Turm ist so hoch wie Max. Aber dann fällt der Turm um – krach! Max erschrickt. Papa streichelt Max' Kopf. „Das ist nicht schlimm, Max. Wir bauen einen neuen Turm. Zusammen geht alles leichter“, sagt Papa.
Am Abend liest Papa eine Geschichte vor. Max kuschelt sich in Papas Arm. „Gute Nacht, Max“, sagt Papa und gibt Max einen Kuss auf die Stirn. Max fühlt sich geborgen. Auch bei Papa ist es schön.
Kapitel 3: Gefühle sind in Ordnung
Am nächsten Morgen wacht Max bei Papa auf. Er denkt an Mama. Max vermisst Mama ein bisschen. „Papa? Ich vermisse Mama“, sagt Max leise. Papa setzt sich zu Max ans Bett. „Das ist okay, Max. Es ist in Ordnung, Mama zu vermissen. Wir können sie anrufen“, schlägt Papa vor.
Papa ruft Mama an. „Hallo, Max!“, sagt Mama am Telefon. Max lächelt. „Ich vermisse dich, Mama!“, sagt Max. Mama sagt: „Ich vermisse dich auch, mein Schatz. Morgen bist du wieder bei mir.“ Max fühlt sich besser. Er weiß jetzt: Es ist okay, Mama zu vermissen. Und es ist okay, Papa zu vermissen, wenn er bei Mama ist.
Papa sagt: „Du darfst alle deine Gefühle haben, Max. Wenn du traurig bist, sag es mir. Wenn du fröhlich bist, sag es mir. Wir sind immer für dich da.“ Max nickt. Er fühlt sich stark.
Kapitel 4: Zwei Zuhause, viel Liebe
Am Nachmittag bringt Papa Max zu Mama. Mama wartet schon an der Haustür. „Hallo, Max! Wie schön, dass du wieder da bist!“, ruft sie und nimmt Max in den Arm. Max lacht. Jetzt ist er wieder bei Mama.
Max zeigt Mama ein Bild, das er bei Papa gemalt hat. Mama lächelt. „Das ist wunderschön, Max!“, sagt sie. Max ist stolz. Mama hängt das Bild an die Wand.
Am Abend liegt Max im Bett. Mama setzt sich zu ihm. „Max, wie fühlst du dich mit zwei Zuhause?“, fragt Mama sanft. Max überlegt. „Es ist manchmal komisch. Manchmal bin ich traurig. Aber ich habe Mama und Papa. Ich habe zwei Betten, zwei Kuscheltiere und ganz viel Liebe“, sagt Max leise.
Mama streichelt Max' Haare. „Du bist tapfer, Max. Wir reden immer, wenn du etwas fühlst. Wir sind immer für dich da. Du bist nie allein.“ Max lächelt. Er fühlt sich sicher.
Max schließt die Augen. Er denkt an Mama, er denkt an Papa. Beide lieben ihn. Max weiß: Egal, wo er ist, er trägt die Liebe von Mama und Papa immer bei sich. Und mit Liebe im Herzen ist alles ein bisschen leichter.
Gute Nacht, Max. Morgen ist ein neuer Tag.