Der kleine Hase Felix lebte in einem gemütlichen Bau am Waldrand. Er liebte seine Eltern sehr und verbrachte viele glückliche Tage mit ihnen. Doch eines Tages merkten Felix' Eltern, dass sie nicht mehr zusammenleben konnten. Sie erklärten ihm, dass sie sich trennen würden, aber dass sie ihn beide genauso liebten wie zuvor.
Felix war traurig und hatte viele Fragen. Was bedeutete das für ihn? Wo würde er jetzt wohnen? Seine Mama hatte eine neue Wohnung in der Stadt gefunden, und sein Papa blieb im Bau am Waldrand. Felix würde nun abwechselnd bei beiden wohnen.
Teil 1: Zwei Zuhause
Am ersten Tag in der Stadt war Felix aufgeregt. Die Wohnung war anders als der Bau, aber seine Mama hatte alles schön eingerichtet. Sie zeigte ihm sein neues Zimmer, das voller bunter Spielsachen war. „Hier wirst du dich bestimmt wohlfühlen“, sagte sie lächelnd. Felix lächelte zurück, auch wenn er ein bisschen unsicher war.
In der Stadt waren viele Dinge anders. Die Straßen waren lauter, und es gab viele Menschen. Doch Mama nahm Felix an die Pfote und sie gingen zusammen auf den Spielplatz. Dort lernte Felix ein paar neue Freunde kennen. Sie spielten Fangen und bauten Sandburgen. Felix fühlte sich bald etwas besser.
Wenn er bei seinem Papa war, genoss Felix die Ruhe des Waldes. Sie gingen oft lange Spaziergänge und sammelten Tannenzapfen. Papa erzählte ihm Geschichten über die Tiere im Wald, und Felix liebte es, zuzuhören. Manchmal vermisste er seine Mama, aber er wusste, dass er sie bald wiedersehen würde.
Teil 2: Eine gemeinsame Regel
Eines Abends, als Felix bei seiner Mama war, dachte er darüber nach, wie schön es wäre, wenn er etwas hätte, das ihn an beide Zuhause erinnerte. Da kam ihm eine Idee. „Mama, können wir eine Regel machen, die in beiden Zuhause gilt?“ fragte er schüchtern.
Seine Mama lächelte und fragte: „Was für eine Regel, mein Schatz?“ Felix überlegte kurz und sagte dann: „Jeden Abend vor dem Schlafengehen erzählen wir uns eine Geschichte. Egal ob ich bei dir oder bei Papa bin.“ Mama fand die Idee wunderbar und versprach, es auch mit Papa zu besprechen.
Am nächsten Tag rief Felix seinen Papa an. „Papa, ich habe eine Idee!“, sagte er aufgeregt. „Können wir jeden Abend eine Geschichte erzählen? Egal, wo ich bin?“ Papa war begeistert und stimmte sofort zu. Felix fühlte sich erleichtert und glücklich, denn nun hatte er eine Verbindung zwischen seinen beiden Zuhause.
Teil 3: Ein Lächeln am Ende
Mit der neuen Regel fühlte sich Felix sicherer. Er wusste, dass ihn jeden Abend eine Geschichte erwarten würde, egal wo er schlief. Das machte die Trennung seiner Eltern ein wenig einfacher für ihn.
Eines Abends, als Felix bei seinem Papa war, erzählte dieser ihm eine besonders lustige Geschichte über einen kleinen Fuchs, der immer seine Socken verlor. Felix lachte so sehr, dass er fast aus seinem Bett fiel. Er liebte diese Momente und war dankbar für die Liebe, die er von beiden Elternteilen erhielt.
Am nächsten Morgen, während Mama ihn zur Schule brachte, fragte sie: „Hast du gut geschlafen, mein Schatz?“ Felix nickte und lächelte. „Ja, ich habe von dem Fuchs geträumt. Er hat seine Socken wiedergefunden!“ Mama lachte und streichelte ihm sanft über die Ohren.
Felix lernte, dass es in Ordnung war, beide Eltern zu lieben, auch wenn sie nicht mehr zusammenlebten. Er wusste, dass sie immer für ihn da sein würden, und das machte ihn glücklich. So ging Felix jeden Tag mit einem Lächeln ins Bett und freute sich auf die nächste Geschichte, die ihn erwarten würde.