In einem stillen Land aus Licht wohnt Lina. Lina ist eine Frau mit warmen Händen. Ihre Hütte ist klein. Vor der Tür schläft ein Weg aus Mondstaub.
Eines Abends ruft eine kleine Fee. Sie glüht wie eine Kerze. „Lina, komm“, sagt sie. Lina nimmt eine weiche Laterne. Die Laterne singt leise.
Sie gehen zum Brunnen. Der Brunnen ist rund und alt. Heute ist sein Lied ganz klein. Lina beugt sich vor. Sie sieht nur wenig Glanz.
Lina legt ihre Hand auf den Rand. „Hallo, Brunnen“, sagt sie. „Ich bin da.“ Die Fee fliegt nah. „Gib ihm ein warmes Wort“, sagt sie.
Lina flüstert: „Du bist gut. Du gibst uns Wasser. Du bist lieb.“ Da wird das Lied groß. Glanz tanzt im Kreis. Ein goldner Tropfen hüpft heraus und rollt wie eine Perle. Er malt Sterne auf den Weg.
Lina lacht leise. Die Fee klatscht. Sie gehen heim. Der Mondstaub leuchtet, und das Herz wird ruhig.
Sanfte Worte machen Licht für alle.