In einem stillen Land aus Licht wohnt ein Mann. Er heißt Emil. Emil hat eine kleine Lampe. Sie glitzert wie ein Stern.
Eines Abends geht Emil auf einen Weg aus weichem Sand. Die Luft ist warm. Die Bäume sind still. Über ihm funkeln Punkte, ganz klein. Emil sagt: „Hallo, Nacht.“
Da hört er ein leises „pling-pling“. Auf dem Weg liegt ein Stein, rund und blau. Der Stein macht Licht. Emil hebt ihn hoch. „Oh!“, sagt Emil. Der Stein fühlt sich warm an.
„Ich bin Luna, der Zauberstein“, sagt der Stein.
Emil sagt: „Komm mit.“
„Ja“, sagt Luna.
Sie gehen weiter. Der Weg ist dunkel-dunkel an einer Ecke. Emil hält seine Lampe hoch. „Toc-toc“, macht die Lampe, als ob sie klopft. Doch das Licht ist klein.
Luna sagt: „Wir teilen.“
Emil sagt: „Hop!“ Er legt Luna neben die Lampe. Pling! Glitz! Das Licht wird groß und weich, wie Milch im Becher.
Da sieht Emil eine kleine Blume, die hängt den Kopf. Ein Tropfen Tau sitzt drauf. „Plitsch“, macht der Tropfen.
Emil kniet sich hin. „Hallo, Blume“, sagt Emil.
Die Blume flüstert: „Ich bin müde.“
Luna glimmt. „Pssst“, sagt Luna. Ein Lichtfaden tanzt zur Blume. Emil hält seine Hand wie ein Dach. Das Licht kitzelt die Blume. „Hihihi“, macht die Blume leise. Sie richtet sich auf. Ihre Blätter sind wie kleine Hände.
Ein Schmetterling kommt. „Flapp-flapp“, macht er. Er setzt sich auf Emils Hut. Emil lacht: „Ha-ha.“
Emil, Luna, die Blume und der Schmetterling gehen noch ein Stück. Der Weg wird hell. Zuhause wartet ein warmer Tee. Emil stellt Luna ans Fenster. „Danke“, sagt Emil.
„Gern“, sagt Luna. „Gute Nacht.“
Wenn man Licht teilt, wird der Weg für alle weich und hell.