In der Mitte einer weichen, grünen Lichtung, wo das Gras leise wiegt und die Blumen wie kleine Sterne leuchten, sitzt ein kleines Mädchen. Sie heißt Leni. Leni hat weiche, braune Haare und trägt einen hellen Schlafanzug mit gelben Punkten. Über ihr scheint der Mond silbern und freundlich. Die Nacht ist still und warm.
Leni liegt auf einer kuscheligen Decke, die ihre Mama ihr gebracht hat. „Ich möchte heute so leicht wie eine Feder sein“, flüstert Leni. Sie legt sich auf den Rücken und schaut zum Himmel. Die Sterne zwinkern ihr zu.
Da weht ein zarter Wind über die Lichtung. Er ist ganz sanft und flüstert: „Hallo, Leni.“ Der Wind klingt freundlich und sein Hauch kitzelt Lenis Nase. „Warum bist du noch wach, kleines Mädchen?“ fragt der Wind leise.
„Ich kann noch nicht schlafen“, antwortet Leni. „In meinem Kopf tanzen so viele Gedanken. Ich möchte mich leicht fühlen, wie eine Feder, aber mein Herz ist noch schwer.“
Der Wind lächelt, auch wenn man es nicht sehen kann. „Dann lass uns zusammen eine Reise machen, Leni“, haucht er und singt dabei ganz leise. „Ich bringe dir eine Geschichte. Eine Geschichte, die dich leicht macht.“
„Eine Geschichte zum Einschlafen?“ fragt Leni neugierig.
„Ja“, flüstert der Wind. „Schließe deine Augen, atme ganz tief ein … und wieder aus. Spürst du, wie weich das Gras ist? Spürst du den warmen Mondschein?“
Leni schließt die Augen. Sie atmet langsam ein und wieder aus. Sie fühlt, wie ihr Körper ganz ruhig wird. Ihre Hände sind entspannt. Ihre Füße sind ganz warm.
Der Wind flüstert weiter: „Stell dir vor, du bist eine kleine Feder. Du schwebst durch die Nacht. Du bist ganz leicht. Du tanzt im Mondlicht, drehst dich und fliegst. Nichts ist schwer. Alles ist leicht.“
Leni lächelt. Sie stellt sich vor, wie sie als kleine Feder durch die Luft schwebt. Sie lacht leise.
Plötzlich spürt Leni etwas Weiches neben sich. Es ist eine kleine, bunte Schachtel. Sie hat sie noch nie gesehen. „Was ist das?“ fragt Leni.
„Öffne sie vorsichtig“, haucht der Wind.
Leni öffnet die Schachtel ganz langsam. Leise, ganz leise, steigen kleine Lichtschmetterlinge heraus. Sie flattern sanft um Leni herum. Sie leuchten in allen Farben: Blau, Rosa, Gelb und Grün. Sie tanzen um Leni und machen leise Musik, wie das Klingen kleiner Glöckchen.
„Siehst du, Leni? Die Schmetterlinge tragen deine schweren Gedanken fort. Sie nehmen alles mit, was dich bedrückt. Sie lassen nur Leichtigkeit und Freude zurück.“
Leni nickt. Sie fühlt sich schon viel leichter. Die Schmetterlinge kitzeln ihre Wange. Sie spürt, wie ihr Herz ruhig wird.
Langsam verändert sich die Lichtung. Die Blumen leuchten noch heller. Die Bäume werden zu sanften Wolken. Der Mond wird zu einer großen, weichen Lampe. Alles ist ruhig und warm. Alles ist wie in einem schönen Traum.
Der Wind flüstert: „Leni, du bist sicher. Du bist geliebt. Du bist leicht wie eine Feder. Jetzt kannst du träumen.“
Leni fühlt sich geborgen. Sie hört die leise Melodie der Lichtschmetterlinge. Ihre Augen werden schwer. Ihre Gedanken werden ganz ruhig. Sie lächelt im Schlaf.
Die Lichtung bleibt still. Die Schmetterlinge tanzen weiter. Der Wind wiegt Leni sanft hin und her, wie eine Feder im Wind.
Und während Leni langsam einschläft, flüstert der Wind: „Träume schön, kleine Leni. Du bist leicht. Du bist frei. Die Träume halten dich fest.“
So nimmt die Nacht Leni sanft in ihre Arme, und die Träume fliegen mit ihr davon. Alles ist leicht, alles ist gut. Die Welt ist voller Liebe und Licht.