Abendruhe
Der kleine Bär sitzt im warmen Zimmer. Mamabär räumt die Tassen weg. Der Tag war lang. Es gab Lachen. Es gab Spielen. Jetzt ist es still. Der kleine Bär fühlt seinen Bauch. Er möchte ruhig werden. Er möchte die Ruhe lernen. Er schaut zu Mamabär. "Hilfst du mir?" fragt er. "Ja", sagt Mamabär sanft. "Du kannst es. Dein Körper kennt Ruhe. Wir üben zusammen. Ganz einfach." Der kleine Bär nickt. Er ist neugierig. Wie fühlt sich Ruhe an? In den Füßen? Im Bauch? Er kuschelt sich in sein Bett. Die Decke ist weich. Ein kleines Licht leuchtet. Alles ist gut.
Leises Atmen
"Wir hören den Atem", sagt Mamabär. "Atme ein... und aus." Der kleine Bär atmet ein. Er atmet aus. Leise. Langsam. Wie Wellen im See. "Spür deine Füße", flüstert sie. "Die Füße werden müde und warm." Der kleine Bär spürt seine Füße. "Jetzt die Beine. Schwer wie kleine Steine." Die Beine werden ruhig. "Der Bauch hebt sich. Der Bauch senkt sich." Der kleine Bär lächelt. "Die Schultern sinken. Die Arme werden warm. Die Hände ruhen." Ein... aus. Ein... aus. "Dein Kiefer ist locker. Die Zunge liegt ruhig." Der kleine Bär spürt Frieden. Er denkt: Ich kann das. Ich bin stolz. Er lauscht. Die Wohnung klingt leise. Tick, tock. Alles ist freundlich. In ihm wird es still.
Gute Nacht, Mond
Mamabär streicht über sein Fell. "Du machst das gut", sagt sie. "Du findest die Ruhe in dir." Der kleine Bär nickt. Er fühlt Frieden in Körper und Kopf. Warm. Sanft. Er schaut zum Fenster. Er stellt sich einen runden Mond vor. Der Mond ist wie ein Kissen. Er schwimmt am Himmel. Der Mond lächelt. "Guten Abend, kleiner Bär", sagt der Mond leise. "Ich passe auf die Nacht auf. Du darfst schlafen. Dein Atem trägt dich. Ein... aus." Der kleine Bär blinzelt. Er denkt an den See. An Wellen. An seinen Bauch. Er ist neugierig auf seine Träume. "Danke, Mond", flüstert er. "Danke, Atem." Mamabär küsst seine Stirn. "Gute Nacht, mein Schatz." Der Mond wünscht: "Gute Nacht." Der kleine Bär lächelt. Er fühlt sich sicher. Er fühlt sich stolz. Alles ist gut. Gute Nacht.