Emil ist ein kleiner Junge, drei Jahre alt, mit weichen, braunen Locken und großen, neugierigen Augen. Heute Abend liegt Emil auf einer weichen Decke, mitten in einem weiten, lila Lavendelfeld. Alles duftet nach Blumen. Die Luft ist warm und still. Über Emil wölbt sich der blaue Himmel, und in seiner Nähe summt eine kleine Biene leise.
"Mama, erzählst du mir eine schöne Geschichte?", fragt Emil leise.
Mama sitzt neben ihm auf der Decke. Sie lächelt und sagt: "Weißt du, Emil, heute machen wir eine besondere Geschichte. Heute machen wir eine Yoga-Reise. Willst du mitmachen?"
Emil nickt. Seine kleinen Hände greifen nach Mamas Hand.
Mama sagt: "Schließe deine Augen, Emil. Stell dir eine weiche, warme Decke vor. Die Decke ist wie eine große, helle Wolke. Sie legt sich um dich, ganz sanft. Fühlst du die Wärme, Emil?"
Emil nickt wieder. Seine Augen sind zu. Er spürt die Wärme, die ihn umhüllt.
"Jetzt," sagt Mama leise, "setzen wir uns hin. Wir machen die Schmetterlings-Pose. Setz dich hin, halte deine Füße aneinander und lass deine Knie wie Schmetterlingsflügel flattern. Ganz langsam, ganz sanft. Atme tief ein. Atme tief aus."
Emil macht die Schmetterlings-Pose. Seine Beine wackeln ein bisschen. Mama lacht leise. "Sehr gut, Emil. Du bist ein kleiner Schmetterling im Lavendelfeld."
Der Lavendel duftet noch stärker. Die Sonne scheint warm auf Emils Gesicht. Er fühlt sich geborgen.
Jetzt zeigt Mama die nächste Pose. "Jetzt machen wir die Kerze. Leg dich auf den Rücken, strecke deine Beine nach oben, so hoch du kannst. Deine Hände stützen deinen Rücken. Du bist eine kleine, leuchtende Kerze."
Emil streckt die Beine hoch. Er kichert. "Ich bin eine Kerze, Mama!"
"Ja," sagt Mama, "und du leuchtest ganz hell. Deine Kerzen-Flamme ist warm und ruhig. Sie macht alles um dich weich und friedlich."
Emil stellt sich vor, dass eine weiche, goldene Lichtdecke ihn zudeckt. Das Licht kitzelt auf seiner Haut. Es ist wie eine sanfte Umarmung.
Emil öffnet die Augen. Vor ihm glitzert ein großer Spiegel aus Wasser. Das Wasser ist ruhig und klar. Emil sieht hinein. Er sieht sein Gesicht, aber auch viele kleine, bunte Lichter. Die Lichter tanzen wie Träume.
"Mama, was ist das?", fragt Emil.
"Das ist der Spiegel deiner Träume, Emil. Schau genau hin. Was siehst du?"
Emil sieht einen kleinen Regenbogen, einen fliegenden Vogel und einen riesigen Berg aus Lavendel. Alles sieht freundlich und schön aus.
Mama sagt: "Jetzt machen wir die Kinder-Pose. Knie dich hin, setze dich auf deine Füße und lege deinen Kopf auf die Decke. Deine Arme liegen neben deinem Körper. Du bist jetzt wie ein kleines Paket, ganz ruhig und sicher."
Emil macht die Kinder-Pose. Er spürt die Decke unter seiner Stirn. Alles ist ruhig. Alles ist warm.
Plötzlich weht ein leiser, magischer Wind über das Lavendelfeld. Der Wind ist sanft und langsam. Er streichelt Emils Gesicht und lässt die Zeit stillstehen.
"Emil," flüstert Mama, "atme tief ein, atme langsam aus. Du bist ganz ruhig. Der Wind hält die Zeit an. Die Lavendelblüten tanzen langsam im Wind. Du bist geborgen. Du bist sicher."
Emil fühlt, wie sein Herz langsam schlägt. Die warme Lichtdecke liegt immer noch um ihn. Er schließt die Augen. Die bunten Träume aus dem Wasser-Spiegel tanzen weiter in seinem Kopf.
Mama flüstert: "Du bist stark. Du bist ruhig. Du bist voller Licht und Liebe. Alles ist gut."
Emil hört die leisen Geräusche des Windes und der Lavendelblüten. Er fühlt die Wärme der Lichtdecke. Seine Arme und Beine werden schwer. Sein Atem wird ganz ruhig.
Langsam, ganz langsam, schläft Emil ein. Die Lavendelblüten wiegen ihn in den Schlaf. Die Lichtdecke bleibt bei ihm. Seine Träume sind bunt und schön. Emil ist sicher. Emil ist geborgen. Emil schläft ganz ruhig und friedlich ein.