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Halloween-Geschichte 11/12 Jahre Lesen 11 min.

Die Freundschaftskiste und die leuchtenden Lampions

Lena und ihre Freunde machen sich an Halloween auf die Suche nach anderen Kindern, um ein Laternenfest zu feiern, und stoßen dabei auf ein geheimnisvolles Schild, das sie in die Irre führt, während sie versuchen, die Gemeinschaft zusammenzubringen.

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Es gibt 4 Kinder: - Lena: ein 11-jähriges Mädchen mit langen braunen Haaren und strahlenden Augen. Sie trägt einen orangefarbenen Mantel und eine Wollmütze. Sie hält eine beleuchtete Papierlampe und lächelt begeistert. - Malik: ein 11-jähriger Junge mit kurzen Haaren und einer grünen Mütze. Er trägt einen schwarzen Pullover und Jeans. Er hält einen kleinen Korb voller Süßigkeiten und schaut neugierig umher. - Jonas: ein 11-jähriger Junge mit runden Brillen und zerzausten blonden Haaren. Er trägt ein lila T-Shirt und eine Weste. Er hält eine Schatzkarte und betrachtet den Weg konzentriert. - Emma: ein 10-jähriges Mädchen mit lockigem Haar und einem schwarzen Hexenkostüm. Sie trägt einen spitzen Hut und hält einen kleinen Zauberstab, während sie staunend die Laternen betrachtet. Die Kinder stehen in einer engen Gasse, umgeben von alten Häusern mit Ziegelmauern und fensterverzierten Spinnweben. Bunte Papierlaternen schweben über ihnen und werfen warmes Licht auf den mit Laub bedeckten Boden. In der Ferne steht ein großer Baum mit verdrehten Ästen, während ein leichter Nebel den Boden umhüllt und der Szene ein mysteriöses Flair verleiht. Die Hauptsituation der Geschichte zeigt die Kinder, die ein altes Holzschild entdecken, das zur Seite geneigt ist und geheimnisvolle Inschriften trägt. Sie sind bereit, es gemeinsam aufzurichten, ihre Gesichter von dem Licht der Laternen erleuchtet, bereit, ein magisches Abenteuer zu erleben und ihre Freunde zu versammeln, um Halloween zu feiern. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

1. Abendspaziergang und ein leiser Plan

Lena schob ihre Handschuhe in die Taschen. Der Herbst roch nach feuchtem Laub und gebrannten Mandeln. Die Straßenlaternen glühten wie kleine Kerzen. Es war Halloween. Aufgeregt pfefferten die Schatten an den Häuserwänden.

Neben ihr gingen Malik und Jonas. Drei Freunde. Elf Jahre alt. Die feste Bande der Straße. Sie lachten leise. Sie flüsterten Pläne. Jeder hatte eine Idee für die Nacht.

— Wir müssen uns alle zusammentun, sagte Lena. — Bitte. Gemeinsam sind wir stärker.

— Du sagst immer „Bitte“, lachte Malik.

— Und das ist gut so, erwiderte Lena. — Bitte, lasst uns alle einladen.

Ihr Ziel war einfach. Lena wollte die ganze Gruppe der Vierteljugend treffen. Ein kleines Laternenfest am Ende der ruhigen Gasse. Sie stellte sich vor, wie bunte Lampions schaukelten. Sie stellte sich vor, wie alle zusammen sangen. Ein bisschen Schauer. Viel Wärme.

Jonas zog die Stirn kraus. — Aber wo sind alle?

— Heute Abend ist alles anders, sagte Malik. — Manche sind bei ihren Familien. Manche trauen sich nicht raus.

— Wir finden sie, sagte Lena bestimmt. — Bitte, wir suchen jetzt.

Sie gingen los. Die Straßen waren voller Kürbisse mit grinsenden Gesichtern. Kinder rannten vorbei in Kostümen. Ein Kastanienbaum warf eine lange, zitternde Schattenhand über den Weg. Doch die Freunde bogen bald in eine schmale, stille Gasse ein. Die Gasse war ruhig. Fast zu ruhig.

2. Die ruhige Gasse und ein Verkäufer

Die Gasse roch nach nassem Holz. An den Wänden hingen alte Laternen. Nur ein leiser Wind spielte mit Papierblättern. Es war, als ob die Gasse die Zeit anhielt.

Plötzlich stand ein Mann da. Er saß an einem kleinen Wagen, über dem bunte Lampions hingen. Sein Tisch war bedeckt mit Papierlaternen, Glitzerschnüren und kleinen Kerzen aus Wachspapier. Er trug einen hohen Mantel, der funkelte wie Nachtregen. Sein Gesicht war freundlich. Seine Augen funkelten wie zwei Scheinwerfer.

— Guten Abend, sagte der Mann. — Lampions, meine Lieben?

— Wir suchen Freunde, sagte Lena. — Bitte, können Sie uns helfen?

Der Verkäufer nickte. Seine Stimme war warm. — Ich habe Lampions für Mut und für Freundschaft. Für das, was zusammenhält.

— Haben Sie welche, die zusammenführen? fragte Jonas neugierig.

— Vielleicht, sagte der Mann. — Diese hier. Sie haben Löcher in Form von Händen. Wenn mehrere Lampions zusammen leuchten, halten die Hände sich. Sie führen die Menschen zusammen.

Lena zögerte nicht. — Bitte, geben Sie uns drei.

— Eine gute Wahl, sagte der Mann. — Wer zusammen leuchtet, bleibt zusammen. Aber passt auf die Schilder auf, ja? Die Schilder heute sind… na ja, etwas verwirrt.

Er lächelte geheimnisvoll. Der Wind flüsterte. Die Lampions klapperten leise. Malik kaufte noch einen Kürbisanhänger. Jonas nahm eine Schnur mit Glitzern. Lena strich über den warmen Stoff eines Lampions. Sie sagte, so leise, dass nur die anderen es hörten: — Bitte, lasst uns nicht verlieren.

3. Eine Spur aus Licht und ein Schild

Die drei Kinder banden die Lampions an ihre Rucksäcke. Sie zündeten die Kerzen an. Warmes Licht flutete durch das Papier. Schatten tanzten an den Backsteinwänden.

Sie folgten dem Licht. Die Gasse führte sie tiefer in die Altstadt. Immer mehr Lampions sahen sie in Fenstern. Ein Hund heulte weit entfernt. Kinderstimmen wurden leiser. Die Laternen warfen lange Schatten.

Dann bemerkten sie ein Schild. Es stand in der Mitte des Weges, schief und fremd. Ein Pfeil zeigte zu einer Seite. Darauf stand: FEST HIER, mit dicken, hastigen Buchstaben.

— Hier? fragte Jonas. — Aber das sieht neu aus.

— Das ist merkwürdig, sagte Malik. — Es steht nicht an seinem Platz.

— Vielleicht hat jemand es verschoben, schlug Lena vor. — Bitte, wir schauen nach.

Sie gingen näher. Das Schild wackelte im Wind. Unter dem Papier war etwas Klebriges. Kleine Fußspuren führten weg. Die Kinder tauschten Blicke.

— Wenn es falsch steht, sagte Jonas. — Kann es Leute in die Irre führen.

— Oder es führt uns zu etwas Überraschendem, grinste Malik.

Lena dachte an ihre Aufgabe. Freunde finden. Sie atmete tief ein. Die Luft schmeckte nach Zimt. — Wir müssen es richtigstellen, sagte sie. — Bitte, damit alle den richtigen Weg finden.

4. Ein verpflanztes Schild und der Umweg

Sie wuchteten das Schild auf. Es war schwerer als es aussah. Zusammen schoben sie es an den Wegesrand, wie es sein sollte. Sie richteten den Pfeil neu. Doch als sie zurückgingen, bemerkten sie, dass die Straße hinter dem ursprünglichen Platz nun stiller war. Eine andere Gasse lag offen, die zuvor verborgen war.

— Was, wenn das Schild etwas entdeckt hat? flüsterte Jonas.

— Oder etwas verstecken wollte, sagte Malik.

Neugier kitzelte in ihnen. Sie folgten der neuen Passage. Die Gasse war enger. Es roch nach Kälte. Die Lampions warfen schmalere Lichtkreise. Plötzlich hörten sie ein leises Schluchzen.

Aus einem kleinen Hof traten zwei Kinder. Es waren Emma und Ayaan, aus der anderen Straßenseite. Sie trugen einfache Kostüme. Ihre Augen waren groß und ernst.

— Wir wollten nicht allein kommen, sagte Emma leise.

— Wir haben das Schild gesehen, erklärte Ayaan. — Es zeigte weg. Wir sind umgekehrt.

Lena atmete auf. — Ihr seid genau richtig, sagte sie strahlend. — Bitte, kommt mit uns. Wir machen ein Fest.

Emma lächelte zaghaft. Ayaan nickte. Die Gruppe wuchs. Die Lampions schwangen. Doch je mehr sie wurden, desto mehr verirrten sich Menschen. Ein paar Kinder folgten dem falsch platzierten Pfeil in eine andere Richtung. Ein älterer Mann mit einem Rollator blieb stehen, unsicher, wohin er gehen sollte.

— Wartet, sagte Malik. — Das Schild hat mehr durcheinandergebracht, als es zusammenbringt.

Lena sah den alten Mann. Seine Hände zitterten. — Bitte, sagte sie und ging zu ihm. — Ich helfe Ihnen.

Sie nahm seinen Arm. Freundlichkeit war wie ein warmer Schal. Sie führte ihn zurück zum richtigen Weg. Andere Kinder folgten. Die Lampions leuchteten heller, als alle Hände zusammenarbeiteten.

5. Ein bisschen Grusel und große Wärme

Sie erreichten eine kleine Lichtung am Ende der Gasse. Dort standen schon einige Nachbarn mit Tassen warmen Getränks. Die Stimmung war seltsam. Ein Kürbis lachte länger als nötig. Ein Wind pfiff durch die Bäume. Ein Schatten schien sich hinter einer Mauer zu bewegen.

— Was war das? flüsterte Emma.

— Vielleicht die Nacht, sagte Malik. — Vielleicht ist die Nacht nur schüchtern.

Plötzlich trat eine Gestalt hervor. Nicht gruselig gemeint, aber ungewohnt. Es war Frau Ortega, die neue Künstlerin der Straße. Sie trug einen breiten Hut und einen langen Mantel, übersät mit Papierstücken. Ihre Augen waren voll Geschichten.

— Ich wollte die Richtung ändern, sagte sie. — Ich wollte zeigen, dass die Menschen anders gehen dürfen. Dass niemand ausgeschlossen wird. Ich dachte, das bringt Farbe.

Die Kinder sahen sich an. Lena dachte an das Schild, an Emma, an den alten Mann. — Aber es hat Verwirrung gestiftet, sagte sie.

Frau Ortega lächelte traurig. — Ich wollte, dass Leute anders denken. Nicht, dass sie verloren gehen. Ich wollte zeigen, dass jeder Weg gut sein kann.

Jonas trat vor. — Wir verstehen, sagte er. — Aber manchmal brauchen Menschen klare Zeichen. Für manche ist ein Schild eine Hilfe, für andere Freiheit.

Frau Ortega nickte. — Dann lasst uns zusammen ein neues Zeichen machen, sagte sie. — Eines, das sagt: Hier ist Platz für alle.

Die Kinder und die Nachbarn rückten zusammen. Jeder brachte etwas. Ein Mann brachte Holz, eine Frau Pinsel, ein Junge bunte Stoffreste. Sie malten ein Schild, das nicht nur Richtungen zeigte, sondern auch Bilder von Händen, die einander hielten. Es stand da: WIR FEIERN ZUSAMMEN.

Die Lampions flackerten. Ein Hauch von Grusel blieb. Doch es war ein freundlicher Grusel, wie ein Kitzeln im Nacken. Die Kinder lachten. Selbst der Schatten an der Mauer nickte, als würde er zustimmen.

6. Die Kiste und das Versprechen

Als das neue Schild stand, blickte Lena auf die Menge. Alle hatten etwas beigetragen. Alle waren dabei. Es war warm und ein bisschen schummrig. Die Lampions leuchteten wie kleine Herzen.

— Bitte, sagte Lena leise, — lasst uns teilen. Essen, Lieder, Licht. Für alle.

Frau Ortega holte eine alte Holzkiste hervor. Sie war zerkratzt. Sie roch nach Tinte und Reisig. Ihre Oberfläche erzählte von vielen Händen. Niemand wusste, was drin war. Doch als die Kiste geöffnet wurde, fanden sie kleine Zettel, Buntpapier, Kerzen, Lichterketten und zwei handgemachte Masken. Auf einem Zettel stand: ZUSAMMEN IST STÄRKER.

— Diese Kiste gehörte früher der Nachbarschaft, sagte Frau Ortega. — Jeder hat etwas hineingelegt. Erinnerungen. Wünsche. Heute legen wir wieder etwas hinein.

Die Kinder legten ihre Lampions an die Seite und steckten einen Wunsch hinein. Lena schrieb: Bitte, dass alle zusammenkommen und sich verstehen. Malik schrieb: Eine Nacht ohne Angst. Jonas schrieb: Mehr Mut zum Fragen. Emma schrieb: Einen Platz für jede Stimme. Ayaan legte ein kleines Blatt mit einem bunten Muster hinein.

Sie schlossen die Kiste. Sie stellten sie in die Mitte der Lichtung. Sie stellten sie auf eine kleine Bank. Dann hoben sie sie gemeinsam hoch und stellten sie schließlich vorsichtig auf den Boden, so, dass jeder sie sehen konnte.

— Wir nennen sie die Freundschaftskiste, schlug Lena vor.

— Und wir stellen sie wieder hin, jedes Jahr, sagte Frau Ortega. — Damit niemand vergisst, was wichtig ist.

Die Kiste stand da. Ein Zeichen. Ein Versprechen. Die Lampions schwangen. Kinder sangen. Die Nacht war ein bisschen gruselig, ein bisschen magisch, aber vor allem warm.

Am Ende saßen alle um die Kiste. Manche erzählten Geschichten. Manche aßen Süßes. Manche hielten Hände. Lena sah die Gesichter ihrer Freunde. Sie hörte das Lachen. Sie fühlte, wie alles zusammenkam.

— Bitte, sagte sie einmal noch, aber diesmal nur in Gedanken. Danke, dachte sie lautlos.

Die Kiste stand. Die Freunde waren versammelt. Die Nacht atmete tief. Und die Laternen flackerten, als wollten sie sagen: Jeder Weg führt irgendwohin. Wenn wir zusammen sind, ist er gut.

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Schüchtern
Wenn jemand nicht gerne im Mittelpunkt steht oder Schwierigkeiten hat, mit anderen zu sprechen.
Verwirrt
Wenn man nicht weiß, was man tun oder denken soll, weil etwas unklar oder durcheinander ist.
Bedeckt
Wenn etwas auf der Oberfläche von etwas anderem liegt oder sich darüber befindet.
Kostüme
Besondere Kleidung, die man anzieht, um sich zu verkleiden, oft an Feiertagen oder Festen.
Freundlich
Wenn jemand nett und hilfsbereit zu anderen ist.

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