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Humorvolle Fantasy 11/12 Jahre Lesen 7 min. Verfügbar als Hörgeschichte (1)

Der Orden der Faulenzer

Alwin, ein abenteuerlustiger Junge, begibt sich auf die Suche nach dem geheimen Faulheitsorden, um die Kunst des Nichts-Tuns zu erlernen. Auf seiner Reise trifft er skurrile Charaktere und entdeckt, dass das größte Abenteuer manchmal darin besteht, einfach nur zu träumen.

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Ein 11-jähriger Junge, Alwin, mit zerzausten braunen Haaren und neugierigen Augen, liegt auf einem sanften grünen Rasen, ein bewunderndes Lächeln auf dem Gesicht. Er trägt ein bunt gestreiftes T-Shirt und eine Jeansshorts, hält ein offenes Buch auf seinem Bauch und schaut zu den Wolken über ihm. Neben ihm sitzt Sir Brummelhart, ein rundlicher Mann von etwa 40 Jahren mit einem struppigen Bart und einem Strohhut, unter einem Baum, mit geschlossenen Augen und schnarcht friedlich. Er trägt eine lässige Tunika und Sandalen, mit einem zufriedenen Ausdruck im Gesicht. Der Ort ist eine charmante sonnige Wiese, umgeben von Bäumen mit grünen Blättern, bunten Blumen verstreut und einem blauen Himmel mit fluffigen Wolken. Die Hauptsituation zeigt Alwin, der von den Wolkenformen fasziniert ist, während Sir Brummelhart, der faule Held, friedlich neben ihm schläft, was eine traumhafte und ruhige Atmosphäre in dieser fantastischen Welt schafft. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

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Es war ein besonders verschlafener Tag in Lunalia, der Stadt der träumenden Helden. Die Sonne stand hoch am Himmel und streckte ihre Strahlen wie faule Katzen über die Dächer der schlummernden Stadt. Hier lebte Alwin, ein elfjähriger Junge, der sich durch sein Talent auszeichnete, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Alwin war von Natur aus ein Abenteurer, doch seine Abenteuerlust wurde oft von seinem enormen Talent zur Faulheit überschattet.

Kapitel 1: Die Entdeckung der faulen Helden

Alwin saß auf seiner Lieblingswiese, die direkt hinter dem Haus seiner Eltern lag. Die Wiese war bekannt für ihre Weichheit, die selbst die härteste Nachmittagsfaulheit in einen tiefen, entspannenden Schlaf verwandeln konnte. An diesem Tag jedoch war Alwin von einer eigenartigen Unruhe erfüllt. Er schaute in die Wolken, die über den Himmel zogen, und stellte sich vor, sie wären riesige Schiffe, die über ein dunkelblaues Meer segelten.

Plötzlich wurde seine Tagträumerei von einem lauten Schnarchen unterbrochen, das so kräftig war, dass es die Vögel von den Bäumen scheuchte. Alwin richtete sich auf und spähte durch das hohe Gras. Dort, unter einem Baum, lag der Held der Stadt – Sir Brummelhart der Faule. Es war eine allgemeine Tatsache, dass Sir Brummelhart ein Held war, weil er jeden Kampf verschlief und dadurch nie verletzt wurde.

"Hey, Sir Brummelhart!", rief Alwin neugierig. "Was machst du da?"

Sir Brummelhart öffnete ein Auge und gähnte, dass es klang, als würde ein Drache erwachen. "Nun, mein Junge, ich übe... das Nichts-Tun", erwiderte er mit einem verschmitzten Lächeln. "Das ist eine Kunst, die nur die wahrhaft Großen meistern."

Alwin war fasziniert. "Kannst du mir das beibringen?"

Der Held setzte sich auf und kratzte sich den Kopf, als ob er darüber nachdenken müsste. "Das könnte ich wohl. Aber zuerst musst du den geheimen Faulheitsorden finden. Nur die wahrhaft Fleißigen im Nichtstun können ihn betreten."

Alwins Augen leuchteten auf. Ein Abenteuer, das Nichts-Tun zu lernen, klang genau nach dem, was er brauchte.

Kapitel 2: Die Suche nach dem geheimen Faulheitsorden

Und so begann Alwins Reise. Mit einem Rucksack, der voller Snacks als voller AusrĂĽstung war, machte er sich auf den Weg. Er wusste nicht, wo er anfangen sollte, also beschloss er, der Spur von leeren Limonadenflaschen und verstreuten KekskrĂĽmeln zu folgen, die Sir Brummelhart gelegentlich hinterlieĂź.

Auf seinem Weg durch die Stadt traf er auf Frau Mümmler, die berühmte Gähn-Zauberin. Sie war in der Lage, jeden, der sich ihr näherte, in tiefen Schlaf zu wiegen – eine Fähigkeit, die sie mit großer Hingabe nutzte.

"Frau Mümmler, wissen Sie, wo ich den geheimen Faulheitsorden finden kann?", fragte Alwin höflich, während er versuchte, nicht von einem ihrer mächtigen Gähner getroffen zu werden.

"Oh, mein Junge", antwortete sie mit einem Lächeln, das an einen schlafenden Kater erinnerte. "Der Orden versteckt sich im faulsten Winkel der Stadt. Suche die Bibliothek der unvollendeten Bücher."

Alwin wusste sofort, wohin er gehen musste. Die Bibliothek war ein mystischer Ort, an dem BĂĽcher nie zu Ende geschrieben wurden, weil die Autoren mitten im Satz einschliefen. Es war ein perfekter Ort fĂĽr den geheimen Orden.

Kapitel 3: Die Bibliothek der unvollendeten BĂĽcher

Als Alwin die Bibliothek betrat, wurde er von einer Wolke aus Staub und dem Geruch von altem Papier begrüßt. Die Regale waren hoch und voller Bücher, deren Titel oft mitten im Wort endeten. Er wanderte durch die Gänge, bis er ein merkwürdiges Geräusch hörte – das sanfte Schnarchen von jemandem, der in einem Buch schlief.

Er fand den Bibliothekar, Herrn Schnarchbert, zusammengerollt in einem Sessel, ein riesiges Buch als Kissen missbrauchend. Alwin räusperte sich, was Herrn Schnarchbert dazu brachte, blinzelnd aufzuwachen.

"Ach, ein Besucher! Wie selten!", murmelte er und winkte Alwin näher. "Was führt dich hierher, junger Mann?"

"Ich suche den geheimen Faulheitsorden", erklärte Alwin.

Der Bibliothekar nickte langsam, als ob er überlegte, ob dies eine reale oder geträumte Unterhaltung war. "Folge dem leeren Bücherregal", flüsterte er geheimnisvoll, bevor er wieder eindöste.

Alwin entdeckte schließlich ein Regal, das komplett leer war. Dort war eine kleine Tür, fast versteckt hinter einem Vorhang aus Spinnweben. Mit klopfendem Herzen öffnete er die Tür und trat ein.

Kapitel 4: Der geheime Faulheitsorden

Der Raum war erfüllt von einem sanften Summen, das von den vielen schlafenden Mitgliedern des Ordens kam, die in bequemen Sesseln und auf Kissen verstreut lagen. In der Mitte des Raumes stand ein Podest, auf dem ein goldenes Kissen ruhte – das angeblich weichste Kissen der Welt.

Der Großmeister des Ordens, ein älterer Mann mit einem Bart, der aussah, als wäre er selbst aus Wolken gemacht, erhob sich mühsam und begrüßte Alwin mit einem schläfrigen Lächeln.

"Willkommen, junger Alwin. Sir Brummelhart hat uns von dir erzählt. Du möchtest die Kunst des Nichts-Tuns meistern, nehme ich an?"

Alwin nickte eifrig. "Ja, bitte!"

Der GroĂźmeister deutete auf das goldene Kissen. "Setze dich, und du wirst die Geheimnisse der Faulheit erfahren."

Alwin setzte sich zögernd auf das Kissen und fühlte sofort eine unglaubliche Müdigkeit über sich kommen. In diesem Moment erkannte er, dass die wahre Kunst des Nichts-Tuns darin bestand, die Welt um sich herum zu beobachten, ohne einzugreifen. Der Orden lehrte, dass manchmal das größte Abenteuer darin bestand, einfach nur da zu sein, ohne etwas tun zu müssen.

Kapitel 5: Die RĂĽckkehr nach Lunalia

Nachdem Alwin die Geheimnisse des Faulheitsordens gelernt hatte, kehrte er mit einem neuen Verständnis nach Lunalia zurück. Er hatte erkannt, dass es in Ordnung war, sich Zeit zu nehmen und die kleinen Dinge im Leben zu genießen, anstatt ständig nach dem nächsten großen Abenteuer zu suchen.

Zurück auf seiner Lieblingswiese legte sich Alwin ins Gras und schaute in den Himmel. Die Wolken waren immer noch die großen Schiffe, die er sich vorgestellt hatte, aber jetzt wusste er, dass es manchmal das größte Abenteuer ist, einfach nur zu träumen.

Und so endete Alwins Reise auf die faulste und zugleich abenteuerlichste Art und Weise, die man sich vorstellen konnte. Denn in Lunalia, der Stadt der träumenden Helden, war der größte Held derjenige, der die Kraft der Ruhe erkannte. Und Alwin, der kleine Abenteurer, hatte seinen Platz in dieser verschlafenen Welt gefunden.

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Verschlafenen
Wenn man schläfrig oder müde ist und nicht richtig wach ist.
Abenteurer
Eine Person, die aufregende und gefährliche Dinge erlebt.
Wiese
Ein StĂĽck Land, das mit Gras und manchmal Blumen bedeckt ist.
Faulheit
Der Zustand, in dem man nicht aktiv sein möchte und lieber nichts tut.
Gähnen
Ein groĂźes Ă–ffnen des Mundes, das oft passiert, wenn man mĂĽde ist.
Bibliothek
Ein Ort, wo viele BĂĽcher aufbewahrt werden, die man lesen kann.

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