Kleiner Bär sitzt im weichen Gras. Die Sonne küsst sein Fell. „Warum bin ich hier?“, fragt der kleine Bär.
Da kommt eine schlaue Eule geflogen. Ihre Augen glänzen wie Sterne. „Warum fragst du, kleiner Bär?“, ruft sie.
Kleiner Bär sagt: „Ich weiß nicht, wohin ich gehen soll.“
Die Eule lächelt und sagt: „Jeder Schritt ist ein kleiner Weg. Jeder Tag ist wie ein neuer Anfang.“
Kleiner Bär wandert weiter. Er trifft einen Frosch am Teich. Der Frosch hüpft fröhlich.
„Warum bist du so fröhlich, Frosch?“, fragt der kleine Bär.
Der Frosch blinzelt: „Ich bin da! Ich kann springen. Ich kann singen. Heute ist ein schöner Tag.“
Kleiner Bär denkt: „Vielleicht ist jeder Tag besonders.“
Kleiner Bär geht in den Wald. Dort trifft er eine alte Schildkröte. Sie bewegt sich langsam, sehr langsam.
„Warum gehst du so langsam?“, fragt der kleine Bär.
Die Schildkröte lacht leise: „Langsam sehe ich mehr. Ich spüre die Erde. Ich höre den Wind.“
Kleiner Bär nickt: „Vielleicht ist langsam gut.“
Kleiner Bär setzt sich unter einen Baum. Die Blätter flüstern im Wind.
„Baum, warum stehst du so still?“, fragt der kleine Bär.
Der Baum rauscht: „Stille gibt Kraft. Mit meinen Wurzeln wachse ich tief und fest.“
Kleiner Bär hört zu und lauscht dem Wind.
Am Abend kommt Mama Bär. Ihre Arme sind warm wie eine Decke.
„Was hast du gelernt, kleiner Bär?“, fragt Mama.
Kleiner Bär kuschelt sich an sie und sagt: „Jeder Tag ist gut. Langsam ist gut. Still sein ist gut. Ich bin da. Das ist schön.“
Mama Bär lächelt weich. „Du bist klug, kleiner Bär. Du bist mein Schatz.“
Kleiner Bär schließt die Augen.
Die Sterne singen leise.
Alles ist gut.