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Absurde und verrückte Geschichte 11/12 Jahre Lesen 16 min.

Kiki und die Glitzerkanone im Müsli

Die freche Koboldin Kiki entdeckt Glitzer im Frühstücksmüsli und folgt einem geheimnisvollen Heft ins Studio für Glitzer, wo sie einem kichernden Glitzer-Klecks und einer außer Kontrolle geratenen Glitzerkanone gegenübersteht.

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Kiki, eine rundliche, schelmische Koboldin mit puppigem Gesicht, blassgrüner Haut, blattähnlichen Haaren und großen glänzenden Augen, lächelnd aber konzentriert, hält einen silbernen Löffel-Spachtel ("Wandkitzler") und kratzt vorsichtig an einem lebhaften, lächelnden Glitzer-Klecks an der Wand; links von ihr steht Herr Flitter, winzig, mit dicken Brillen und einem Maßband um den Hals, besorgt und zeigend auf eine große Glitzerkanone, die wie eine retro-metallische Trompete mit kleinem Display wirkt und einen Bogen aus funkelndem Staub sprüht; am Boden saugt eine große schwarze Matte mit der Aufschrift ANTI-GLITZER und einer kleinen amüsierten Mundöffnung die herabfallenden Pailletten auf; das helle, exzentrische Studio hat pastellfarbene Wände, Regale mit seltsamen Gegenständen, glänzenden Boden mit Regenbogenreflexen, weiches Licht und zwei runde Fenster — zentrale, skurrile Szene, Kiki halb ernst halb vergnügt, Herr Flitter komisch panisch, Matte fängt die Glitzerregen auf; klare Konturen, kawaii-minimaler Stil, lebhafte aber sanfte Farbpalette. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Das Glitzerproblem im Frühstücksmüsli

Morgens kann man viel erwarten: einen schiefen Pony, kalte Socken, ein Matheblatt mit zu vielen Kästchen. Aber Glitzer im Frühstücksmüsli? Das war neu.

Koboldin Kiki—klein, frech, mit Ohren wie zwei neugierige Blätter—starrte in ihre Schüssel. Zwischen Haferflocken und Apfelstückchen funkelten winzige Sternchen, als hätte jemand eine Discokugel gerieben und darüber geniest.

„Ich schwöre, ich war's nicht“, sagte die Schüssel. Also… eigentlich sagte sie gar nichts. Aber Kiki hatte seit kurzem die Angewohnheit, Küchengegenstände anzusehen, als könnten sie gleich sprechen.

Kiki beugte sich näher. Der Glitzer roch nach Zuckerwatte und „verboten anfassen“.

„Wenn das Glitzer ist, dann ist das bestimmt… Ärger“, murmelte sie. Sie stupste ein Sternchen an. Es blieb an ihrem Finger kleben, als wäre es beleidigt, dass sie es nicht bewunderte.

Aus dem Regal plumpste ein kleines Heft herunter. Es landete genau neben dem Löffel und klappte von selbst auf. Auf der ersten Seite stand in krakeliger Schrift:

„Herzlichen Glückwunsch! Du hast das Glitzer-Abo gewonnen. Bitte erscheine sofort im Glitzerstudio. Dresscode: gute Laune. Mit freundlichem Funkeln.“

Kiki blinzelte. „Ich habe nichts gewonnen. Ich gewinne nie. Außer einmal… eine halbe Kartoffel.“

Das Heft raschelte, als würde es kichern. Hinter der Milchpackung öffnete sich plötzlich eine Tür, die dort gestern ganz sicher noch nicht war. Eine Tür mit einem Schild: „STUDIO FÜR GLITZER & KOMISCHE EREIGNISSE“.

„Aha“, sagte Kiki, „das ist entweder ein Abenteuer… oder ein sehr merkwürdiger Lieferdienst.“

Sie nahm ihren Löffel wie ein tapferes Schwert, schob die Tür auf—und stolperte direkt hinein.

Kapitel 2: Willkommen im Studio, bitte nicht niesen

Drinnen war es hell. Nicht nur hell, sondern „Sonnenbrille-im-Wohnzimmer“-hell. Die Luft schimmerte. Der Boden glitzerte. Sogar die Stille glitzerte ein bisschen, was eigentlich unmöglich war, aber hier schien „unmöglich“ nur ein Vorschlag zu sein.

Kiki rutschte aus, fing sich an einer Vorhangkordel und landete in einem Sitzsack, der sich anhörte wie eine Tüte Chips.

„Knusper“, sagte der Sitzsack beleidigt.

„Entschuldigung“, sagte Kiki und kletterte raus. „Wo bin ich genau?“

Eine Stimme rief: „Im Studio! Natürlich im Studio!“

Aus einer Wolke aus Glitzerstaub erschien ein Wesen mit einem Maßband um den Hals und einer riesigen Brille, in der sich mindestens drei Spiegelwelten gleichzeitig spiegelten. Es war ungefähr so groß wie Kiki, aber trug einen Clipboard, der so wichtig aussah, dass sogar Kiki ihn respektierte.

„Ich bin Herr Flitter“, sagte die Stimme. „Studioleiter, Glitzerbeauftragter, Staubverhandler. Und du bist…“

„Kiki“, sagte Kiki. „Und ich bin eigentlich nur hier, weil mein Müsli…“

„Glitzer hat dich gerufen!“, rief Herr Flitter. „Oh, wie herrlich! So beginnt es immer: Glitzer in falschen Orten. Glitzer im Schuh. Glitzer in der Socke. Glitzer im Müsli. Der klassische Weg!“

Kiki verschränkte die Arme. „Und warum riecht es hier nach Zuckerwatte und… nach Ärger?“

Herr Flitter klatschte in die Hände. Sofort rollte ein Wagen heran, von ganz allein, voll mit Bürsten, Schwämmchen, Pinzetten und… einem kleinen Schild: „Bitte nur sanft kratzen!“

„Weil wir ein Problem haben“, sagte Herr Flitter plötzlich sehr ernst—so ernst, wie man in einem Raum voller Glitzer ernst sein kann, ohne dass einem das Gesicht dabei funkelt.

Er zeigte auf eine Wand. Sie war riesig und glatt, wie ein Schoko-Riegel ohne Rillen. Und in der Mitte klebte ein Fleck, der aussah, als hätte jemand Kaugummi mit Sternen gemischt.

Der Fleck zitterte. Ganz leicht. Als würde er leise lachen.

„Das ist der Glitzer-Klecks“, sagte Herr Flitter. „Er klebt. Er kichert. Und er wird größer, wenn jemand zu heftig schrubbt.“

Kiki zog eine Augenbraue hoch. „Und was soll ich machen?“

Herr Flitter reichte ihr ein Werkzeug, das aussah wie ein Löffel, der eine Karriere als Spachtel begonnen hatte. Auf dem Griff stand: „Wandkitzler 3000“.

„Du musst sanft den Wall kratzen“, sagte er. „Ganz sanft. So sanft wie… wie ein Keks, der nicht brechen will.“

Kiki grinste. „Also, ich soll eine Wand kitzeln.“

„Exakt!“ Herr Flitter strahlte. „Und bitte nicht niesen. Niesen verteilt Glitzer. Glitzer verteilt Fragen. Fragen verteilen Chaos.“

Kiki hielt den Wandkitzler hoch. „Gut. Ich kitzle. Aber wenn die Wand zurückkitzelt, kündige ich.“

Kapitel 3: Die Wand, die nicht stillhalten wollte

Kiki trat an die Wand. Der Glitzer-Klecks saß dort wie ein frecher Aufkleber, der zu teuer war, um ihn einfach abzukratzen, aber zu nervig, um ihn zu ignorieren.

Sie setzte den Wandkitzler an.

„Sanft“, flüsterte Herr Flitter.

„Sanft, sanft, sanft“, murmelte Kiki und kratzte mit der Geduld einer Katze, die so tut, als würde sie schlafen, aber eigentlich alles plant.

Zuerst passierte nichts. Dann—„Hihihi!“

Kiki zuckte zurück. „Hat… hat die Wand gelacht?“

„Nicht die Wand“, sagte Herr Flitter hastig. „Der Klecks. Er ist… kitzelig.“

Kiki kratzte weiter. „Dann muss er halt lernen, still zu halten.“

„Hihihi! Hör auf!“, piepste der Klecks plötzlich. Eine kleine glitzernde Blase löste sich und schwebte in die Luft.

„Der Klecks redet!“, rief Kiki.

„Das ist normal“, sagte Herr Flitter, als wäre es normal, dass Flecken sprechen. „Hier im Studio sprechen viele Dinge. Letzte Woche hat ein Glitzervorhang beleidigt gekräuselt.“

Kiki grinste den Klecks an. „Na gut, du kitzliger Sternpudding. Warum klebst du hier?“

Der Klecks wackelte. „Weil jemand den Glitzer falsch gemischt hat! Zu viel ‘Juhu' und zu wenig ‘Ordentlich'. Jetzt bin ich… platsch.“

„Platsch?“, wiederholte Kiki.

„Platsch“, bestätigte der Klecks stolz, als wäre das ein Titel.

Kiki kratzte noch sanfter. Der Klecks machte Geräusche wie ein Kichern in Zeitlupe. Dabei lösten sich kleine Glitzerstreifen, die wie winzige Regenbögen auf den Boden segelten.

„Gut!“, rief Herr Flitter. „Genau so! Nicht schubsen, nicht ziehen, nur… überzeugen.“

„Ich überzeuge gerade einen Fleck“, sagte Kiki. „Das ist heute mein Leben.“

Plötzlich sprang der Klecks ein Stück zur Seite. Einfach so, als hätte er Beine—was er natürlich nicht hatte. Aber er bewegte sich trotzdem.

Kiki starrte. „Hey! Du bist abgehauen!“

„Ich bin nicht abgehauen“, sagte der Klecks. „Ich habe mich neu positioniert. Das klingt eleganter.“

„Und warum?“, fragte Kiki.

„Weil da drunter…“ Der Klecks flüsterte, als würde er ein Geheimnis verraten. „…die Kratzkarte ist.“

Herr Flitter machte ein Geräusch, das gleichzeitig „Oh!“ und „Oje!“ war.

„Welche Kratzkarte?“, fragte Kiki.

Herr Flitter zeigte auf ein kleines Symbol, das unter dem Klecks hervorblitzte: ein Kreis mit einem Stern und der Aufschrift „Nur mit sanftem Kratzen öffnen“.

„Wenn du das freilegst“, sagte er, „aktivierst du die Studio-Maschine.“

Kiki hielt inne. „Welche Studio-Maschine?“

Herr Flitter schluckte. „Die… Glitzerkanone.

Kiki grinste breiter. „Oh. Das klingt genau nach meinem Problem.“

Kapitel 4: Die Glitzerkanone und der ernsthafte Notfall, der kicherte

Natürlich kratzte Kiki weiter. Wer würde bei einer Glitzerkanone stoppen? Menschen mit Vernunft, vermutlich. Kiki hatte heute aber nur ihren Wandkitzler dabei.

Mit jedem sanften Kratzer wurde das Symbol klarer. Der Klecks kicherte und rutschte herum wie ein Pudding auf einer Hüpfburg.

„Stopp!“, rief Herr Flitter. „Wenn die Kanone startet, schießt sie Glitzer in die…“

Zu spät.

Ein leises „Ping!“ ertönte, wie wenn man mit einem Löffel gegen ein Glas tippt. Der Boden vibrierte. Irgendwo öffnete sich eine Klappe. Dann rollte aus der Wand eine Kanone, die aussah wie ein Staubsauger, der sich als Trompete verkleidet hatte.

Auf dem Rohr stand: „GLITZERKANONE – Nur für feierliche Notfälle“.

„Was ist ein feierlicher Notfall?“, fragte Kiki.

„Alles“, sagte Herr Flitter, „wenn man es im Studio falsch anschaut.“

Die Kanone richtete sich aus. Ein Licht blinkte. Ein Countdown erschien auf einem kleinen Display:

5… 4… 3…

Kiki sprang vor die Kanone. „Ich stoppe das!“

„Nicht draufsetzen!“, schrie Herr Flitter.

Zu spät, schon wieder. Kiki setzte sich drauf. Es war überraschend bequem. Wie ein kalter Wasserhahn, nur flauschiger.

2… 1…

„Ich bin ein Genie“, sagte Kiki.

Die Kanone machte „PFFF!“

Nicht nach vorn. Nach hinten. Direkt in eine riesige Kiste mit Glitzerpulver, die jemand dummerweise offen gelassen hatte. Das Pulver schoss in die Luft, als hätte ein Einhorn gerade geniest.

Glitzerregen prasselte herab. Herr Flitter hob die Arme wie ein Dirigent.

„Nein! Nicht der Regenmodus!“, jammerte er. „Jetzt klebt alles! Alles! Sogar Gedanken!“

Kiki schnappte nach Luft. „Okay… das ist schön… aber auch irgendwie… überall.“

Der Klecks jubelte: „Juhu! Mehr Platsch!“

„Du bist schuld!“, sagte Kiki zum Klecks.

„Ich bin ein Fleck“, antwortete der Klecks. „Ich habe keine Verantwortung. Nur Glanz.“

Herr Flitter sprang hektisch zum Kontrollpult, rutschte aus, fing sich an einer Bürste, verlor sein Clipboard und rief: „Wir brauchen einen Gegenzauber! Oder eine Gegen… Gegen…“

„Gegen-Glitzer?“, schlug Kiki vor.

Herr Flitter schnippte mit den Fingern. „Genau! Die Matte! Die Anti-Glitzer-Matte!“

„Wo ist die?“, fragte Kiki.

Herr Flitter zeigte auf die Wand. „Hinter dem Klecks.“

Kiki starrte den Klecks an. Der Klecks starrte zurück. Also… so ungefähr.

„Na gut“, sagte Kiki und hob den Wandkitzler. „Jetzt wird ernsthaft sanft gekratzt. Und du, Platsch, bleibst still.“

„Ich kann still sein!“, sagte der Klecks. „Ich bin sehr still… hihihi!“

„Wenn du noch einmal kicherst, nenne ich dich ‘Klebbert'“, drohte Kiki.

Der Klecks wurde augenblicklich still.

Kapitel 5: Sanftes Kratzen, großer Erfolg und eine Matte mit Meinung

Kiki kratzte. Sanft, langsam, gleichmäßig. Es klang wie das Schaben einer Bleistiftspitze über Papier. Der Klecks zitterte, versuchte zu kichern, erinnerte sich an „Klebbert“ und hielt tapfer die Luft an—so gut ein Fleck eben Luft anhalten kann.

Unter dem Klecks kam eine kleine Klappe zum Vorschein. Kiki schob sie auf. Dahinter lag eine zusammengerollte Matte, schwarz wie Lakritz und mit einem Etikett: „ANTI-GLITZER. Bitte freundlich ausrollen.“

„Freundlich ausrollen?“, wiederholte Kiki.

Die Matte knurrte leise. „Wenn du mich wirfst, werde ich beleidigt.“

„Oh“, sagte Kiki. „Du kannst sprechen.“

„Alles kann sprechen“, sagte die Matte. „Man muss nur… zuhören. Oder stolpern. Meistens stolpern.“

Kiki rollte die Matte vorsichtig aus. Sie klatschte auf den Boden und sog sofort Glitzer an wie ein Staubsauger mit Appetit. Der Glitzer auf dem Boden verschwand in einem dünnen Streifen, als hätte jemand die Welt mit einem Radiergummi geputzt.

Herr Flitter jubelte. „Ja! Genau! Leg sie unter die Kanone! Dann sammelt sie alles wieder ein!“

Kiki zog die Matte rüber. Die Matte glitt, meckerte dabei aber: „Ich bin keine Schubkarre. Ich bin ein Kunstwerk.“

„Du bist ein Teppich“, sagte Kiki.

„Ein Teppich mit Traum“, zischte die Matte.

Kiki positionierte sie unter der Glitzerkanone. Der Glitzerregen wurde weniger, weil die Matte alles auffing, was herunterfiel. Aber der Klecks an der Wand… der Klecks war immer noch da und grinste unsichtbar.

„Und der da?“, fragte Kiki und deutete auf den Klecks.

Herr Flitter seufzte. „Den müssen wir… entplätschern.

„Entplätschern?“, fragte Kiki.

„Fachbegriff“, sagte Herr Flitter schnell, als hätte er ihn gerade erst erfunden. „Dafür braucht man…“

Kiki hob den Wandkitzler. „Sanftes Kratzen.“

Herr Flitter nickte. „Sanftes Kratzen.“

Der Klecks flüsterte: „Bitte nicht ‘Klebbert'.“

„Dann kooperier“, sagte Kiki.

Sie kratzte. Der Klecks löste sich endlich, aber nicht als ein Stück—sondern in vielen kleinen glitzernden Fäden, die sich zu einem winzigen Knäuel zusammenrollten und wie ein erschöpfter Stern auf die Matte plumpsten.

Die Matte schmatzte zufrieden. „Lecker… äh, ich meine: Ordnung.“

Kiki atmete auf. „Ist es vorbei?“

Herr Flitter schaute zur Kanone. Das Display zeigte: „MODUS: Ruhepause“.

Die Kanone seufzte. Wirklich. Sie machte „Haaa“ wie ein Mensch nach Sport.

„Fast“, sagte Herr Flitter. „Jetzt müssen wir nur noch den letzten Rest Glitzer zurück in die… Glitzerbank.

„Glitzerbank?“, fragte Kiki.

Herr Flitter zeigte auf eine große, durchsichtige Säule in der Ecke, in der Glitzer wie Schnee in einer Schneekugel langsam wirbelte.

„Einzahlen“, sagte er feierlich. „Damit nichts mehr in Müslis landet.“

Kiki schnippte ein Sternchen von ihrer Nase. „Gute Idee. Mein Müsli hat heute genug erlebt.“

Kapitel 6: Die Rückkehr, die leise funkelt

Gemeinsam schoben sie die Anti-Glitzer-Matte zur Glitzerbank. Die Matte glitt jetzt viel lieber, als hätte sie plötzlich einen Sinn im Leben gefunden.

„Nicht drücken“, sagte die Matte. „Nur führen.“

„Ich führe dich, oh großer Teppich“, sagte Kiki im Ton einer Königin, die gerade einen sehr wichtigen Staubwedel adelt.

Herr Flitter öffnete eine kleine Klappe an der Glitzerbank. Die Matte rüttelte sich, und ein sanfter Glitzerstrom floss hinein. Nicht wie ein Sturm, eher wie ein ruhiger Bach, der glitzert, weil die Sonne darauf sitzt.

Der Raum wurde langsam normal. Also: Studio-normal. Der Boden funkelte weniger. Die Luft kribbelte nur noch ein bisschen. Die Kanone rollte sich in die Wand zurück und murmelte: „Nie wieder Regenmodus…“

Kiki schaute zu Herrn Flitter. „Und was ist mit dem Abo?“

Herr Flitter zog sein Clipboard wieder gerade, als könnte man damit auch die Welt geradeziehen. „Dein Glitzer-Abo wird gekündigt. Offiziell. Inoffiziell…“ Er grinste. „Du bekommst einen Gutschein: ein Glitzersternchen, das nur im Notfall kichert.“

Kiki hielt die Hand auf. Herr Flitter legte ihr ein einziges Sternchen hinein. Es war warm und still.

„Und die Tür zurück?“, fragte Kiki.

„Da“, sagte Herr Flitter und zeigte auf eine schimmernde Tür, die jetzt neben einem Regal mit „Ersatz-Kichern“ stand.

Kiki ging hin, drehte sich noch einmal um und sagte: „Wenn ihr wieder eine Glitzerkanone startet, setzt wenigstens ein Warnschild hin. So eins wie: ‘Bitte nicht draufsetzen'.“

Herr Flitter nickte ernst. „Wir drucken es in Großbuchstaben. Mit Glitzer. Nein—ohne Glitzer!“

„Gute Wahl“, sagte Kiki.

Sie trat durch die Tür—und stand wieder in ihrer Küche. Die Müslischüssel wartete geduldig. Kein neues Funkeln. Nur Haferflocken, Apfel, ein ganz normaler Löffel.

Kiki setzte sich, atmete tief ein und hörte… nichts. Kein Kichern, kein „Ping“, kein „PFFF“. Nur der Morgen.

Dann, ganz leise, kicherte das kleine Sternchen in ihrer Hand einmal. Ein winziges „hihi“, wie ein Geheimnis, das sich in eine Hosentasche kuschelt.

Kiki lächelte, legte das Sternchen in eine leere Streichholzschachtel und flüsterte: „Nur für Notfälle, okay? Nicht für Müsli.“

Das Sternchen blieb still.

Und während draußen der Tag begann, fühlte sich die Küche plötzlich ein bisschen… freundlicher an. Nicht glitzernd. Nur ruhig. Wie eine Decke, die man sich über die Schultern zieht, wenn alles wieder stimmt.

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Clipboard
Eine feste Unterlage mit Klemme zum Halten von Papier beim Schreiben.
Studioleiter
Die Person, die in einem Studio die Arbeit organisiert und leitet.
Ereignisse
Dinge oder Vorfälle, die passieren und oft wichtig oder bemerkenswert sind.
Glitzer-Klecks
Ein glänzender Fleck mit Glitzer, der an einer Stelle klebt.
Wandkitzler 3000
Der Name für ein Werkzeug im Text, das sehr sanft an Wänden kratzt.
Glitzerkanone
Eine Maschine, die Glitzer in die Luft schießt, wie ein sehr bunter Regen.
Anti-Glitzer-Matte
Ein spezieller Teppich, der Glitzer aufnimmt und damit sauber macht.
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Hier: Einen glitzernden Fleck so bearbeiten, dass er sich löst und verschwindet.
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