Es war ein Morgen mit warmem Licht. Kleiner Ben war drei Jahre alt. Er hatte kurze Haare und große Augen. Heute wollte er auf Entdeckungsreise gehen. Heute wollte er ein großes Abenteuer erleben.
Ben zog seine gelben Gummistiefel an. Er nahm seinen Teddy. Teddy heißt Molli. Molli ist weich. Molli ist mutig. Ben sagt: „Komm, Molli. Wir bauen ein Haus.“ Molli schweigt. Molli kuschelt.
Im Wohnzimmer liegt eine Decke. Die Decke ist blau mit Sternen. Ben schaut. Ben hebt die Decke. Die Decke wird ein Schiff. Die Decke wird ein Berg. Die Decke wird ein Zelt. Ben lacht. Ben klatscht in die Hände.
„Ich brauche mehr Stoff,“ sagt Ben leise. Er findet Kissen. Er findet Stühle. Er findet eine Laterne mit Batterien. Er baut und steckt. Er probiert. Er fällt nicht. Er steht wieder auf. Mutig. Klug. Kleiner Ben.
Plötzlich ruft Mama: „Ben, brauchst du Hilfe?“ Ben ruft zurück: „Ja, Mama! Ich baue ein Haus!“ Mama kommt. Sie lächelt. „Brauchen wir noch eine Decke?“ fragt sie. Ben nickt. Er zeigt auf Molli. „Molli ist müde,“ sagt er. „Molli will schlafen.“
Mama hilft. Sie holt eine Decke mehr. Sie hilft die Stühle richtig zu stellen. „Das sieht toll aus,“ sagt Mama. Ben fühlt sich stolz. Er fühlt sich warm. Ein bisschen Wind weht durch das Fenster. Das macht das Zelt schaukeln wie ein Boot.
Draußen klopft Frau Schmidt von nebenan. Ihre Katze Luna sitzt im Garten. Luna miaut leise. Frau Schmidt hat Kekse dabei. „Darf ich mitspielen?“ fragt sie. Ben antwortet ehrlich: „Ja. Wir teilen.“ Ben teilt die Decke. Ben teilt die Kekse. Alle lachen. Alle helfen. Ein Stück Pappe wird zur Tür. Zwei Socken werden zum Teppich. Freundschaft macht das Haus schön.
Plötzlich regnet es leicht. Keine Angst. Das kleine Haus ist stark. Die Decken sind trocken. Die Freunde sitzen eng zusammen. Ben sagt: „Mein Haus ist warm.“ Mama sagt: „Wir bleiben zusammen.“ Molli kuschelt an Bens Hals. Luna schnurrt. Die Laterne leuchtet leise.
Am Abend ist das Abenteuer zu Ende. Ben steckt Molli unter den Arm. Er sagt: „Danke, Freunde. Danke, Mama.“ Alle winken. Dann geht Ben in sein richtiges Bett. Die Decke riecht noch nach Abenteuer. Ben schließt die Augen. Er fühlt sich sicher. Er fühlt sich mutig. Gute Nacht, kleiner Entdecker. Gute Nacht.