Heute wollen Paul, Jonas, Emil und Sami eine Nachricht bringen. Sie sind vier Freunde. Sie sind drei Jahre alt. Sie halten die Nachricht in der Hand. „Für Frau Müller“, sagt Paul. „Ja, für Frau Müller“, sagt Jonas.
Die Sonne lacht. Der Weg ist nah. Doch auf dem Weg wartet ein Hindernis. Ein großer Karton liegt im Fluss der Kiesel. „Wie kommen wir dran?“, fragt Emil. Sie denken kurz. Paul hat eine Idee. „Wir bauen eine Brücke“, sagt er. Sie suchen Zweige und eine Decke. Sie legen die Decke über den Karton. „Fest halten“, ruft Sami. Zusammen heben sie. Die Brücke hält. Sie lachen. Sie gehen weiter.
Dann kommt eine Pfütze. Sie ist blau und groß. „Hopps, hopps“, ruft Jonas. Sie hüpfen wie fröhliche Frösche. Sie zählen. Eins, zwei, drei. Platsch! Etwas nass, aber keiner weint. „Alles gut“, sagt Emil. Sie klatschen in die Hände. Weiter geht's.
Ein Fahrrad steht quer. Es blockiert den Weg. „Wie sollen wir jetzt?“ fragt Paul. Sami schiebt leicht. Jonas hilft. Emil hebt. Zusammen bewegen sie das Rad. Ein Nachbar lächelt. „Danke“, sagen die Kinder. Sie fühlen sich stark. Sie fühlen sich klug.
Bei der Hecke ist es dunkel. Die Hecke duftet nach Blumen. „Wir sind mutig“, flüstert Sami. Sie kriechen hindurch. Die Blätter kitzeln sie. Sie lachen und flüstern. Sie sind leise wie Mäuse. Die Nachricht bleibt trocken. Sie gehen sehr vorsichtig.
Endlich sind sie bei Frau Müllers Tür. Paul klingelt. „Klack-klack“, macht die Klingel. Eine warme Stimme sagt: „Komm rein, ihr Tapferen!“ Frau Müller öffnet die Tür. Sie hat Kekse. Sie hat Tee. „Danke für die Nachricht“, sagt sie. Die Kinder geben den Brief. Frau Müller liest. Sie lächelt groß.
„Ihr habt so gut zusammengearbeitet“, sagt sie. Sie gibt jedem eine Umarmung. Sami drückt seine kleine Hand. Alles ist gut. Alle sind froh. Die Nacht senkt sich. Die Kinder gehen nach Hause. Sie halten sich an den Händen. „Gute Nacht“, flüstern sie. Die Sterne blinken. Sie sind müde und glücklich. Bald schlafen sie. Ende.