Kapitel 1: Selims bunte Lichter
Selim ist drei Jahre alt. Selim hat große, neugierige Augen. Eines Abends sieht Selim etwas Neues. Im Wohnzimmer hängen bunte Lichter. Sie funkeln rot, gelb und grün. Mama lächelt und sagt: „Schau mal, Selim! Die Lichter sind für Ramadan.“
Selim lacht und klatscht in die Hände. „Ramadan! Was ist das, Mama?“ fragt er.
Mama setzt sich neben Selim und nimmt ihn auf den Schoß. „Im Ramadan machen wir viele schöne Sachen zusammen. Wir essen abends, wir erzählen Geschichten, und wir sind ganz lieb zueinander.“
Selim schaut zu den Lichtern. Sie blinken und tanzen. „Sind die Lichter auch lieb?“ fragt Selim.
Mama kichert. „Ja, die Lichter sind sehr lieb. Sie machen die Abende schön und besonders.“
Papa kommt herein. Er trägt einen großen Teller mit Datteln. „Wer möchte eine süße Dattel?“ fragt Papa.
Selim streckt die Hand aus. „Ich, bitte!“ Die Dattel ist weich und süß. Selim lacht. „Mehr, bitte!“ sagt Selim.
Kapitel 2: Die magische Laterne
Am nächsten Abend bekommt Selim eine kleine Laterne. Sie ist rot mit goldenen Punkten. „Für dich, Selim“, sagt Mama. „Du darfst sie heute Abend halten.“
Selim hält die Laterne fest. Sie leuchtet warm und hell. „Guck mal, meine Laterne kann zaubern!“ ruft Selim. Er schwingt die Laterne hin und her. Die Schatten tanzen an der Wand.
Oma kommt dazu und lacht. „Selim, du bist unser kleiner Zauberer!“
„Ich bin ein Zauberer!“ ruft Selim und alle lachen.
Sie setzen sich zusammen auf den Teppich. Mama liest eine Geschichte vor. Oma erzählt von früher. Papa macht lustige Grimassen. Selim lacht viel.
Plötzlich macht die Laterne ein leises „Pling!“. Selim staunt. „Mama, hast du das gehört?“
Mama nickt. „Das ist die Magie vom Ramadan. Da gibt es viele kleine Wunder.“
Selim kuschelt sich an Mama. „Ich mag Ramadan“, flüstert er.
Kapitel 3: Der große Gute-Nacht-Kuss
Als es Zeit zum Schlafengehen ist, trägt Mama Selim ins Bett. Die bunte Lichterkette leuchtet noch immer. Selim hat seine Laterne neben sich.
Papa gibt Selim einen dicken Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht, kleiner Zauberer“, sagt er.
Oma winkt und sagt: „Träum schön, Selim!“
Mama deckt Selim zu und flüstert: „Ramadan ist schön, weil wir zusammen sind.“
Selim lächelt. „Zusammen ist schön“, murmelt er und schläft glücklich ein.
Die Lichter blinken leise weiter und Selims Laterne wacht über ihn. Alles ist warm, ruhig und wunderbar.