Vorbereitung
An einem warmen Abend gehen vier kleine Mädchen Hand in Hand durch den Garten. Aylin hat ein rotes Tuch. Sara hält einen kleinen Teller. Lila trägt eine winzige Schürze. Noor hält eine Laterne, die wie ein kleiner Stern leuchtet. Alle sind drei Jahre alt. Alle lachen leise.
Heute ist ein besonderer Abend. Es ist Ramadan und die Familien warten auf das Abendessen. Die Mädchen dürfen einen besonderen Teller bringen. "Wir bringen Kekse", sagt Aylin. "Ja", sagt Sara. "Süße Dattelkekse", flüstert Lila. Noor pustet auf die Laterne. Ein sanftes Licht tanzt auf ihren Gesichtern. Das Licht fühlt sich warm an. Es fühlt sich wie ein kleiner Zauber an.
Die Mamas helfen. Die Kekse sind rund und weich. Sie riechen nach Honig und Zimt. Die Mädchen legen die Kekse auf den Teller. Sara deckt den Teller mit dem roten Tuch zu. "Vorsichtig", sagt die Mama. "Sanft", sagt die Freundin. Die Mädchen nicken. Sie wissen, dass Teilen schön ist. Sie wissen, dass Freundlichkeit wie ein warmes Tuch ist.
Der Weg
Die vier Mädchen gehen durch die kleine Straße. Die Nachbarn sitzen schon draußen. Einige haben bunte Kissen. Manche halten eine Tasse Tee. Die Sonne geht langsam unter. Der Himmel wird rosa und lila. Die Laterne von Noor leuchtet heller. Kleine Sterne scheinen mit ihr zu tanzen. "Schau", sagt Lila. "Die Sterne zeigen den Weg." Die Sterne blinzeln. Ein Hauch von Zauber kitzelt die Luft. Es ist leise und gut.
Auf dem Weg treffen sie einen alten Mann mit einem Hut. Er lächelt. "Danke", sagt er. Die Mädchen winken. Ein Hund bellt freundlich. Eine Katze streckt sich und gähnt. Alles ist ruhig. Alles ist freundlich. Die Mädchen singen ein kleines Lied. Sie singen langsam. Sie singen weich. Der Takt ist wie kleine Schritte. "Kekse, Kekse, für alle hier", singen sie. Die Nachbarn hören zu. Einige summen mit. Die Laterne leuchtet wie ein Herz in der Nacht.
Plötzlich weht ein milder Wind. Das rote Tuch fliegt einen kleinen Augenblick. Aylin hält es fest. Sara lacht. "Festhalten!", ruft sie. Die Freundinnen halten zusammen. Sie helfen einander. Sie lachen zusammen. Die Laterne zeigt weiter den Weg. Es ist, als würde die Laterne sagen: "Ihr schafft das." Das Herz der Mädchen wird warm.
Ankunft und Ruhe
Am Gartenzaun halten die Mädchen an. Sie stellen den Teller auf einen kleinen Tisch. Die Nachbarn klopfen leise. Die Eltern kommen. Alle Augen sind freundlich. "Danke", sagt eine Frau. "Oh, wie lecker", sagt ein kleiner Junge. Die Mädchen schauen zu. Ihr Herz fühlt sich groß an. Sie geben den Teller, und die Hände nehmen ihn. Es gibt Umarmungen. Es gibt Lachen. Es gibt leises Plaudern. Es gibt eine Freude, die wie ein warmes Licht im Raum bleibt.
Die Laterne legt sich auf den Tisch. Das Licht flackert sanft wie ein kleines Lied. Die Mädchen setzen sich auf ein Kissen. Die Mamas decken die Kinder zu. Die Nachbarn teilen Brot und Tee. Ein Mann erzählt eine kurze, freundliche Geschichte über einen Stern, der Freunde zusammenbringt. Die Mädchen kuscheln sich aneinander. Ihre Augen werden langsam schwerer. Die Welt fühlt sich sicher an. Die Freundlichkeit bleibt.
Leise gehen die Eltern mit den Mädchen nach Hause. Die Türen schließen sich sanft. Im Fenster sieht man die vier kleinen Silhouetten. Die Laterne an ihrem Tisch leuchtet noch einmal. Die Mädchen greifen nach dem roten Tuch und ziehen es leicht. Leise ziehen sie den Vorhang zu. Der Vorhang fällt.