Teil 1: Der kleine Garten
Musa steht im Garten. Seine kleine Gießkanne ist blau. Mama gibt ihm Samen in die Hand. „Komm, Musa, wir pflanzen Kräuter!“, sagt sie. Musa gräbt ein Loch. Er legt die Samen hinein. Die Erde ist weich und braun. Er drückt sie sanft zu. Dann gießt er Wasser darauf. Gluck, gluck, gluck – das Wasser macht Musik.
Musa schnuppert an seinen Fingern. Schon riechen sie nach Erde. „Werden die Kräuter bald wachsen?“, fragt er neugierig. Mama lächelt. „Mit etwas Geduld, Musa. Jeden Tag schauen wir, wie sie wachsen.“
Die Sonne scheint warm auf Musas Haare. Im Garten ist es ruhig. Nur ein Vogel piept. Musa winkt dem Vogel zu. „Hallo, Vogel! Hast du Hunger?“ Der Vogel hüpft weiter. Musa kichert.
Teil 2: Der magische Duft
Am nächsten Morgen läuft Musa sofort zum Garten. Etwas Grünes guckt aus der Erde! „Mama! Die Kräuter kommen!“, ruft er. Mama kommt und lacht. Zusammen schauen sie nach. Die kleinen Blätter sehen lustig aus. Sie wackeln im Wind.
Plötzlich riecht Musa einen neuen Duft. Es riecht nach Minze und Petersilie. „Das ist der Zauberduft der Kräuter“, erklärt Mama. „Er macht unser Essen besonders lecker.“ Musa stellt sich vor, wie der Duft in der Luft tanzt. Er lächelt.
Heute ist Ramadan. Musa hilft Mama in der Küche. Sie kochen eine große Suppe. Musa zieht die Kräuter ab und legt sie in die Schüssel. „Die Kräuter sind für alle!“, sagt er stolz.
Teil 3: Zusammen sein
Bald klopft es an der Tür. Oma und Opa kommen. Sie haben ein Tablett mit Datteln dabei. Musa freut sich. „Oma, magst du unsere Kräuter probieren?“, fragt er. Oma nickt und nimmt Musa in den Arm.
Musa denkt an Tante Layla. Sie ist heute nicht da. „Geht es Tante Layla gut?“, fragt er leise. Mama lächelt. „Wir rufen sie an.“ Zusammen sprechen sie mit Tante Layla am Telefon. Musa erzählt von seinen Kräutern. Tante Layla lacht. „Beim nächsten Mal komme ich zum Essen!“, verspricht sie.
Alle sitzen am Tisch. Die Suppe duftet lecker. Musa verteilt die Kräuter. Sie lachen, essen und erzählen. Musa fühlt sich warm und glücklich. „Heute ist ein schöner Tag“, sagt er. Mama nickt. „Weil wir zusammen sind.“
Draußen leuchten die Sterne. Musa gähnt. Er denkt an seine Kräuter. Sie wachsen langsam, aber sie sind stark. Wie Musa, wenn alle zusammen sind.
Gute Nacht, kleiner Gärtner.