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Geschichte über den Frühling 3/4 Jahre Lesen 9 min.

Milos Frühlingspicknick: Knospen, Käfer und eine kleine Aufgabe

Der kleine Milo erlebt mit seinen Eltern ein Frühlings-Picknick im Park, entdeckt Blumen, Tiere und einen Bach und übernimmt verantwortungsbewusst Aufgaben wie das Hüten der Servietten und das Aufsammeln von Müll.

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Ein 4-jähriger Junge, fröhlich und konzentriert, rundes Gesicht, kurze braune Haare, rosige Wangen, große leuchtende Augen, hält ein kleines Bündel weißer Servietten wie einen Schatz und bückt sich, um ein Stück Papier im Gras aufzuheben; die Mutter (~30) mit hellem kastanienfarbenem Pferdeschwanz und leichtem Frühlingsoutfit hockt neben einer rot-weißen karierten Decke und blickt stolz, der Vater (~35) mit kurzem Bart und Freizeithemd sitzt dahinter und hält einen offenen Weidenkorb bereit; Ort: Park am Morgen mit kurz geschnittenem hellgrünem Gras und Gänseblümchen, kleinem Bach und Baum mit frischen Trieben; Szene: zärtlicher, einfacher Moment, der Junge sammelt aufmerksam Müll ein, während die Eltern lächeln, helle, pastellige Farben, weiche Formen und eine Atmosphäre von Verantwortung und Fürsorglichkeit. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Milo war drei Jahre alt. Draußen war es noch früh am Morgen. Durch das Fenster fiel weiches Licht. Es sah anders aus als im Winter. Heller. Freundlicher.

Milo stand in seinen Socken auf dem Teppich. Er drückte die Nase kurz ans Glas. „Mama, da ist Sonne.“

Mama kam dazu und lächelte. „Ja, Milo. Der Frühling ist da. Spürst du es?“ Sie öffnete das Fenster einen Spalt. Kühle Luft kam hinein, aber sie roch nicht mehr nach Schnee. Sie roch nach nasser Erde und nach etwas Neuem.

Milo atmete tief ein. „Es riecht… wie Garten.“

„Genau wie Garten“, sagte Mama. „Heute machen wir ein Familien-Picknick im Park.“

Milo klatschte leise in die Hände. „Picknick!“

Papa stellte einen Korb auf den Tisch. Der Korb war braun und hatte einen festen Deckel. Milo durfte den Deckel kurz anheben. Drinnen lagen kleine Brote, Apfelschnitze in einer Dose, Käsewürfel und eine Flasche Wasser. Alles sah ordentlich aus.

„Milo“, sagte Papa, „du hast heute eine Aufgabe. Du bist der kleine Verantwortliche.

Milo machte große Augen. „Ich?“

„Ja“, sagte Papa. „Du passt auf die Servietten auf. Und du erinnerst uns daran, unseren Müll wieder mitzunehmen.“

Mama legte Milo eine Packung Servietten in die Hände. Sie fühlten sich weich an. „Kannst du das?“, fragte sie.

Milo nickte ernst. „Ich kann das.“

Er hielt die Servietten wie einen Schatz. Dann zog er seine Schuhe an. Draußen zwitscherten Vögel. Milo blieb kurz stehen und hörte. „Die singen.“

„Sie freuen sich auch über den Frühling“, sagte Mama.

Auf dem Weg zum Park ging Milo zwischen Mama und Papa. Seine kleine Hand war warm in Mamas Hand. Die Straßen waren trocken. In einer Pfütze spiegelte sich der Himmel, ganz blau. Milo schaute hinein. „Der Himmel ist in der Pfütze.“

Papa lachte leise. „Ja. Der Himmel macht Besuch unten.“

Im Park war das Gras noch ein bisschen kurz und hellgrün. Milo sah die ersten Gänseblümchen. Weiß und gelb, wie kleine Augen, die blinzeln. Ein leichter Wind strich über sein Gesicht. Er kitzelte an den Ohren, aber sanft.

„Schau, Mama“, sagte Milo. „Blumen!“

Mama ging in die Hocke. „Das sind Gänseblümchen. Sie kommen, wenn es wieder warm wird.“

Milo beugte sich vor und roch daran. Es roch nicht stark, eher frisch und sauber. „Die riechen leise“, sagte er.

„Das hast du schön gesagt“, flüsterte Mama.

Sie fanden einen Platz unter einem Baum. Der Baum hatte noch nicht viele Blätter. Aber an den Zweigen saßen kleine Knospen. Sie sahen aus wie winzige grüne Punkte. Milo streckte die Hand aus, aber er berührte sie nicht. Er schaute nur.

Papa breitete eine Decke aus. Sie war kariert, rot und weiß. Milo setzte sich darauf. Die Decke war warm von der Sonne.

„Milo“, sagte Papa, „wo sind die Servietten?“

Milo hielt sie hoch. „Hier! Ich passe auf.“

„Sehr gut“, sagte Papa.

Mama stellte den Korb in die Mitte. Milo hörte, wie der Deckel klick machte, als er aufging. Das klang gemütlich, wie ein kleines Zeichen: Jetzt ist Pause. Jetzt ist Zeit.

Bevor sie aßen, gingen sie ein kleines Stück spazieren. Nicht weit. Ganz langsam. Milo mochte langsam. Dann konnte er alles sehen.

Am Wegesrand lag ein dünner Ast. Milo hob ihn auf. Der Ast war trocken und leicht. Er fühlte sich rau an. Milo drehte ihn in den Fingern.

„Den kannst du wieder hinlegen“, sagte Mama freundlich. „Der gehört hier zum Boden. Er ist wie ein kleines Haus für Käfer.“

Milo schaute auf den Boden. Unter dem Ast krabbelte wirklich etwas. Ein kleiner Käfer, schwarz und glänzend. Milo staunte. „Hallo, Käfer.“

„Wir schauen nur“, sagte Papa. „Wir lassen ihn in Ruhe.“

Milo legte den Ast vorsichtig zurück. Ganz langsam, damit nichts kaputtging. „So“, sagte er. „Käfer hat sein Dach.“

Mama streichelte Milo über den Kopf. „Das war verantwortungsvoll.“

Weiter vorne plätscherte ein kleiner Bach. Das Wasser glitzerte. Milo hörte das leise Geräusch. Plitsch, platsch. Es klang wie Flüstern. Milo beugte sich hinunter und sah Blätter, die im Wasser schwammen.

„Wohin fährt das Blatt?“, fragte Milo.

Papa zeigte den Weg des Wassers. „Es fährt mit. Der Bach bringt es weiter. Vielleicht bis zu einem großen Fluss.“

Milo dachte nach. „Das Blatt macht eine Reise.“

„Ja“, sagte Mama. „Aber wir bleiben hier. Unser Picknick wartet.“

Zurück bei der Decke knurrte Milos Bauch ein bisschen. Mama öffnete die Dose mit den Apfelschnitzen. Es roch süß. Papa teilte die Brote. Milo bekam eines mit Käse. Der Käse war weich und ein bisschen kühl.

„Servietten“, sagte Milo sofort. Er zog eine heraus und gab Mama eine. Dann Papa. Dann legte er eine vor sich. „Damit wir sauber bleiben.“

„Danke“, sagte Mama. „Du denkst gut mit.“

Sie aßen langsam. Milo biss in den Apfel. Es knackte. Der Saft schmeckte frisch und kalt. Über ihnen sang ein Vogel wieder. Milo schaute hoch. Der Vogel hüpfte auf einem Zweig.

„Er singt für uns“, sagte Milo.

„Vielleicht“, sagte Papa. „Oder er sagt: Der Frühling ist da.“

Nach dem Essen packte Papa die leeren Dosen zusammen. Mama faltete die Decke ein bisschen. Milo schaute sich um. Da lag ein kleines Papierstück im Gras, nicht von ihnen. Es war ganz hell und dünn.

Milo zeigte darauf. „Das ist Müll.“

Mama nickte. „Ja. Was machen wir?“

Milo stand auf. Er ging hin und hob es auf. Es fühlte sich trocken an. Er brachte es zu Papa. „In den Korb. Dann in den Mülleimer.“

„Genau so“, sagte Papa. „Du passt gut auf unseren Park auf.“

Milo spürte ein warmes Gefühl in der Brust. Er war klein, aber er konnte helfen. Er konnte aufpassen. Das war wichtig.

Als sie nach Hause gingen, sah Milo noch mehr Zeichen vom Frühling. Ein gelber Löwenzahn wie eine kleine Sonne. Eine Biene, die brummte. Milo hörte das Summen und musste lächeln. Er roch an seiner Jacke. Sie roch nach draußen.

Zu Hause zog Milo seine Schuhe aus. Mama stellte den Korb in die Küche. Papa brachte den Müll in den Eimer. Milo setzte sich auf sein Kissen im Wohnzimmer. Seine Beine waren müde, aber angenehm müde.

„Mama“, sagte Milo, „ich habe Knospen gesehen. Und den Käfer. Und der Bach hat ein Blatt getragen. Und ich habe Müll aufgehoben.“

Mama setzte sich neben ihn. „Du hast heute viel entdeckt.“

Papa kam dazu. „Und du warst sehr verantwortungsvoll.“

Milo schaute auf seine Hände. Sie waren sauber. Er erinnerte sich an die Servietten. „Ich habe aufgepasst“, sagte er leise.

„Ja“, sagte Mama. „Du hast auf die Natur aufgepasst. Und auf uns.“

Später im Bett war das Zimmer dunkel und ruhig. Milo hörte draußen noch einen Vogel ganz leise. Vielleicht war es nur der Wind, der an den Zweigen strich. Milo kuschelte sich in seine Decke. Sie fühlte sich weich an, wie die Servietten im Korb.

Mama gab ihm einen Kuss. „Schlaf gut, Milo.“

Milo flüsterte: „Morgen gucke ich wieder. Vielleicht sind die Knospen größer.“

„Vielleicht“, sagte Mama. „Der Frühling wächst jeden Tag ein bisschen.“

Milo lächelte im Dunkeln. Er war stolz. Und er war ganz ruhig. Dann schlief er ein, mit Bildern von grünen Punkten, singenden Vögeln und einem kleinen Käfer mit seinem Ast-Dach.

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Frühling
Jahreszeit, wenn es wärmer wird und Blumen anfangen zu wachsen.
Knospen
Kleine runde Teile an Zweigen, aus denen Blätter und Blumen werden.
Pfütze
Wasser auf dem Boden nach Regen, in das man schauen kann.
Gänseblümchen
Kleine weiße und gelbe Blumen auf der Wiese.
Servietten
Weiches Papier zum Hände oder Mund saubermachen beim Essen.
Verantwortliche
Die Person, die auf etwas gut achtet und hilft.
Plätscherte
So klingt Wasser, das leise hinunter oder entlang fließt.
Glitzerte
Wenn etwas im Licht kurz und hell funkelt.
Knurrte
So macht der Bauch, wenn man Hunger hat.
Müll
Dinge, die weggeworfen werden, weil man sie nicht mehr braucht.

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verantwortung umweltschutz frühling picknick

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