Kapitel 1: Der große Vatertag steht vor der Tür
Mila wacht heute ganz früh auf. Die Sonne kitzelt sie an der Nase. „Hmmmm“, sagt Mila und lächelt. Heute ist ein besonderer Tag. Heute ist Vatertag!
Ihre beste Freundin Lina klopft schon an Milas Tür. „Kommst du raus, Mila?“, ruft Lina. „Wir müssen noch was für unsere Papas machen!“
Mila zieht schnell ihre roten Schuhe an. Dann läuft sie zu Lina. Die beiden Mädchen lachen. Sie hüpfen Hand in Hand durch die kleine Stadt. Überall hängen bunte Girlanden. Die Bäckerei hat extra große Brezeln gebacken. Im Park stehen Tische mit Limonade und Keksen. Alle sind fröhlich.
„Mila, was schenkst du deinem Papa zum Vatertag?“, fragt Lina neugierig.
Mila denkt nach. „Ich will ihm ein Gedicht schreiben“, sagt sie leise. „Mit schönen Worten. Damit Papa weiß, dass ich ihn lieb habe.“
Lina nickt. „Oh ja! Das ist toll. Mein Papa bekommt ein Bild. Mit ganz viel Blau. Weil er Blau am liebsten mag.“
Die beiden setzen sich auf eine Bank im Park. Sie schauen den Leuten zu. Viele Kinder laufen herum. Sie basteln, malen, lachen. Mila nimmt ein Stück Papier und einen bunten Stift.
„Wie schreibe ich ein Gedicht, Lina?“, fragt Mila.
Lina lacht. „Ganz einfach! Sag einfach, was du fühlst. Sag, dass du Papa gern hast. Oder dass er lustig ist. Oder dass er die besten Pfannkuchen macht!“
Mila kichert. „Ja! Papa macht immer die besten Pfannkuchen. Und er kann mit den Ohren wackeln.“
Die beiden Mädchen fangen an zu schreiben. Mila malt ein großes Herz auf ihr Blatt. Dann schreibt sie:
„Lieber Papa,
Du bist mein Held.
Du lachst so schön.
Du bist immer da.
Ich hab dich lieb.
Deine Mila.“
Lina liest vor, was Mila geschrieben hat. „So schön! Dein Papa wird sich freuen!“
Kapitel 2: Der große Moment
Am Nachmittag ist das große Vatertagsfest. Die Papas sitzen auf Stühlen im Park. Überall duftet es nach Keksen und Blumen. Die Kinder laufen umher. Sie sind aufgeregt.
Mila hält ihr Gedicht fest in der Hand. Ihr Papa winkt ihr. „Kommst du zu mir, Mila?“, ruft er.
Mila läuft zu ihm. Sie klettert auf seinen Schoß. „Papa, ich habe was für dich“, sagt sie ganz stolz.
„Oh, was denn?“, fragt Papa neugierig.
Mila räuspert sich. Dann liest sie ihr Gedicht vor. Ihre Stimme ist leise, aber klar. Alle hören zu.
Papá lächelt breit. Seine Augen glänzen ein bisschen. „Das ist das schönste Gedicht, das ich je bekommen habe“, sagt er.
Mila strahlt. Sie drückt ihren Papa ganz fest.
Lina ist auch da. Sie überreicht ihrem Papa ihr Bild mit ganz viel Blau. „Das bist du, Papa! Mit deinem Hut!“, sagt sie und lacht.
Alle Papas klatschen. Die Mamas lachen. Es ist so schön.
Danach essen alle zusammen große Brezeln und trinken Limonade. Die Kinder spielen im Gras. Sie verstecken sich hinter Bäumen und kichern.
Mila sitzt wieder bei ihrem Papa. „Hat dir mein Gedicht gefallen, Papa?“, fragt sie.
Papa nickt. „Ja, Mila. Es war voller Liebe. Worte sind wie kleine Geschenke. Sie kommen von Herzen.“
Mila denkt nach. „Ich schenke dir jeden Tag ein Lächeln, Papa. Nicht nur heute!“
Papa lacht und küsst Mila auf die Stirn. „Das ist das beste Geschenk!“
Am Abend gehen Mila und Papa nach Hause. Sie sind müde, aber glücklich. Mila weiß: Kleine Worte, kleine Gesten – sie machen große Freude. Vor allem am Vatertag.
Und Mila flüstert noch ganz leise: „Ich hab dich lieb, Papa.“