Max wacht auf. Die Sonne scheint freundlich ins Zimmer. Heute ist ein besonderer Tag. Heute ist Papas Tag! Max hüpft aus dem Bett. Er ist schon ganz aufgeregt. „Papa wird staunen!“, flüstert Max und lacht leise.
Max will Papa überraschen. Eine Überraschung zum Vatertag! Aber was nur? Max denkt nach. Er setzt sich auf den Teppich. Da sieht er seine bunte Stiftebox. „Ich mache eine Überraschungstasche!“, ruft Max.
Max sucht eine kleine Tasche. Er findet seine alte Stofftasche mit den Punkten. Sie ist weich und riecht ein bisschen nach Waschmittel. „Die ist perfekt!“, sagt Max.
Jetzt überlegt Max, was in die Überraschungstasche kommt. Er will nur schöne Sachen für Papa. Dinge, die Papa gefallen. Dinge, die zeigen: Ich hab dich lieb, Papa!
Als Erstes malt Max ein Bild. Er nimmt ein Blatt Papier. Er malt Papa, sich selbst und einen großen, lachenden Hund. Der Hund hat lange Ohren und wackelt mit dem Schwanz. „Das bist du, Papa!“, kichert Max.
Das Bild kommt in die Tasche. Max denkt weiter nach. Was mag Papa noch? Max läuft leise durchs Haus. Papa schnarcht noch ein bisschen im Schlafzimmer.
Max sieht Papas Lieblingskeksdose. „Papa mag Kekse!“, sagt Max. Er nimmt zwei Kekse. Einen für Papa, einen für sich. Die Kekse kommen in die Tasche.
Max will noch etwas dazugeben. Er überlegt. Im Flur steht Papas Mütze. Die ist viel zu groß für die Tasche. Max lacht.
Im Wohnzimmer findet Max Papas Lieblingsbuch. Das Buch ist dick. Zu dick für die Tasche. Max schüttelt den Kopf und grinst.
Dann hat Max eine Idee! Er nimmt einen kleinen, glatten Stein aus seiner Hosentasche. Den hat er gestern im Park gefunden. Er ist grau und glänzt ein bisschen. „Papa sammelt doch Steine!“, sagt Max stolz. Der Stein kommt in die Tasche.
Max schaut in die Tasche. Bild, Kekse, Stein. Es sieht schon richtig schön aus. Aber Max möchte noch etwas Besonderes. Etwas, das nur Papa bekommt.
Max geht in die Küche. Er öffnet die Schublade mit den bunten Servietten. Er nimmt eine mit grünen Punkten. Max faltet sie ganz ordentlich. „Für Papas Frühstück“, flüstert er. Die Serviette kommt in die Tasche.
Im Badezimmer findet Max Papas Lieblingsduft. Es riecht nach frischem Gras. Max holt ein Wattepad, sprüht ein bisschen Duft darauf und legt das weiche Pad in die Tasche. Es riecht jetzt nach Sommer.
Max hört ein leises Gähnen. Papa ist wach! Max rennt schnell ins Wohnzimmer. Er versteckt die Tasche hinter seinem Rücken.
Papa kommt herein, streckt sich und lächelt. „Guten Morgen, Max!“, sagt Papa.
Max kichert. „Nicht gucken, Papa! Ich hab eine Überraschung!“
Papa setzt sich aufs Sofa. Er macht große Augen. „Oh! Was für eine Überraschung?“
Max hält die Tasche hoch. „Für dich, Papa! Alles nur für dich!“
Papa nimmt die Tasche vorsichtig. „Darf ich reinschauen?“
Max nickt eifrig. „Ja, aber langsam! Es sind viele Sachen drin.“
Papa zieht zuerst das Bild heraus. „Oh, das ist ja schön! Ist das unser Hund?“
Max lacht. „Nein, das bist du! Mit wackelnden Ohren!“
Papa lacht laut. „Ich wusste gar nicht, dass ich solche Ohren habe!“
Papa holt die Kekse heraus. „Lecker! Darf ich die essen?“
Max nickt. „Aber einen ist für mich.“
Sie essen die Kekse. Krümel fallen auf Papas Hemd. Beide lachen.
Papa findet den Stein. „Ein Glücksstein!“, ruft Papa. „Den nehme ich immer mit.“
Max ist stolz. „Der ist ganz glatt. Für deine Hosentasche.“
Papa entdeckt die Serviette. „Die ist schön gefaltet! Die nehme ich für mein Frühstück.“
Max grinst. „Mit grünen Punkten. Deine Lieblingsfarbe!“
Zum Schluss findet Papa das duftende Wattepad. Er hält es an die Nase. „Mmmh, das riecht nach Sommer! Jetzt ist mein Tag richtig schön.“
Papa nimmt Max auf den Schoß. Beide kuscheln sich zusammen.
„Danke für die tolle Überraschung, Max!“, sagt Papa leise. „Du bist mein Lieblingsjunge.“
Max kuschelt sich noch fester an Papa. „Und du bist mein Lieblingspapa!“
Sie sitzen zusammen auf dem Sofa. Die Sonne scheint ins Zimmer. Alles ist ruhig und warm. Max ist glücklich. Papa ist glücklich.
Und der Tag ist noch ganz lang. Sie lachen, spielen und essen zusammen. Immer wieder schaut Papa in seine Überraschungstasche. Und Max weiß: Heute ist ein wunderschöner Tag.
Am Abend kuschelt Max sich ins Bett. Papa liest ihm eine Geschichte vor. Max lächelt. „Ich hab dich lieb, Papa“, flüstert er.
Papa streichelt Max' Kopf. „Ich hab dich auch lieb, Max.“
Max schließt die Augen und träumt von bunten Überraschungen, fröhlichen Tagen und seinem Papa. Alles ist gut. Alles ist schön.