Im Kindergarten am Morgen
„Guten Morgen, Mia!“, ruft Frau Sommer freundlich. Mia lächelt. Sie trägt heute ihr rotes Kleid. Sie mag ihr rotes Kleid sehr.
Mia schaut sich um. Überall basteln Kinder. Sie schneiden, kleben und malen.
„Was machst du da, Ben?“, fragt Mia ihren Freund.
Ben lacht. „Ich male ein Bild für meinen Papa. Ein großer bunter Fisch! Mein Papa mag Fische.“
Mia nickt. „Das ist schön.“
Frau Sommer kommt zu Mia. „Möchtest du auch etwas für deinen Papa machen? Heute ist Vatertag.“
Mia wird ganz still. Sie hat nichts vorbereitet.
„Oh nein“, flüstert Mia, „ich habe nichts für meinen Papa.“
Frau Sommer lächelt. „Das macht nichts, Mia. Du kannst immer noch etwas machen. Es ist noch Zeit.“
Ben sagt: „Vielleicht malst du ein Bild? Oder klebst du ein Herz?“
Mia denkt nach. Sie hat keine Idee. Sie möchte aber etwas ganz Besonderes machen.
Mia hat eine Idee
Mia sitzt am kleinen Tisch. Sie schaut ihren Papa auf dem Foto an. Ihr Papa lacht immer. Ihr Papa kann lustige Grimassen machen.
„Ich möchte, dass mein Papa lächelt“, sagt Mia.
Da hat Mia eine Idee. Sie ruft: „Ich mache ein Lied! Ein Lied für meinen Papa! Ein lustiges Lied!“
Frau Sommer klatscht in die Hände. „Das ist eine wunderbare Idee, Mia!“
Ben grinst. „Singst du das Lied für deinen Papa?“
Mia nickt. „Ja! Ich singe ganz laut und fröhlich!“
Mia legt die Hände auf den Tisch und denkt nach. „Mein Papa ist groß. Mein Papa ist stark. Mein Papa kann lustig tanzen. Und mein Papa backt Pfannkuchen.“
Sie beginnt zu singen, ganz leise:
„Mein Papa ist stark und groß,
er macht Quatsch bei jedem Los.
Er tanzt mit mir im Flur,
macht Grimassen nur!“
Frau Sommer hört zu und lacht. „Das klingt schon sehr schön, Mia. Möchtest du dein Lied noch weiter singen?“
Mia nickt. Sie singt weiter:
„Mein Papa, der kann lachen,
viele lustige Sachen machen.
Und wenn ich traurig bin,
dann lacht er mich wieder hin.“
Ben klatscht. „Das ist ein tolles Lied, Mia!“
Mia kichert. „Danke, Ben.“
Frau Sommer fragt: „Möchtest du dein Lied heute vor allen singen?“
Mia denkt nach. Sie ist ein bisschen schüchtern. Aber sie möchte, dass ihr Papa das Lied hört.
Die große Überraschung
Alle Kinder sitzen im Kreis. Die Papas dürfen heute kommen. Es riecht nach Keksen. Es gibt bunte Luftballons.
Mia sitzt neben Ben. Sie hält seine Hand.
Frau Sommer sagt: „Jetzt gibt es eine Überraschung.“
Mia steht auf. Ihr Herz klopft. Sie schaut zu ihrem Papa. Ihr Papa winkt und lächelt.
Mia atmet tief ein. Sie beginnt leise zu singen:
„Mein Papa ist stark und groß,
er macht Quatsch bei jedem Los.
Er tanzt mit mir im Flur,
macht Grimassen nur!“
Alle Papas und Kinder hören zu.
Mia singt weiter:
„Mein Papa, der kann lachen,
viele lustige Sachen machen.
Und wenn ich traurig bin,
dann lacht er mich wieder hin.“
Am Ende klatschen alle.
Mias Papa steht auf. „Das war das schönste Geschenk, Mia! Ich hab dich lieb!“
Mia lacht und ruft: „Ich hab dich auch lieb, Papa!“
Frau Sommer sagt: „Manchmal ist ein Lied das schönste Geschenk. Ein Lied voller Liebe.“
Ben flüstert: „Jetzt will ich auch ein Lied machen!“
Alle lachen. Die Papas umarmen ihre Kinder.
Mia ist froh. Sie weiß: Ein kleines Lied kann ein großes Geschenk sein.
Und die Feier geht weiter, mit Lachen, Singen und vielen, vielen Umarmungen.