Mia, das kleine Mädchen mit den roten Wollhausschuhen, hüpfte durch das Wohnzimmer. Überall duftete es nach Plätzchen und Tannenzweigen. Es war fast Weihnachten, und Mia war sehr aufgeregt. Hinter dem Sofa versteckte sich jemand ganz Besonderes: der Lutin Farceur, der lustige Weihnachtskobold mit dem grünen Hut und dem schelmischen Grinsen.
Der Lutin Farceur war immer für eine Überraschung gut. Er kicherte leise und beobachtete Mia. Sein Bauch kribbelte vor lauter Spaß. Heute hatte er eine neue Idee. Ganz heimlich schlich er zu der großen, goldenen Tür im Flur. Dort hing eine glänzende, runde Klingel. Sie sah aus wie ein kleiner, silberner Mond.
Der Lutin Farceur konnte nicht widerstehen. „Oh, was passiert wohl, wenn ich auf die Klingel drücke?“, flüsterte er. Mit seinem kleinen Zeigefinger drückte er – „Ding-dong!“
Plötzlich ging alles ganz schnell! Die Lichter am Weihnachtsbaum blinkten wild. Die Lichterkette blinkte rot und grün und gelb, wie ein bunter Regenbogen. Die kleinen Holzwichtel auf dem Fensterbrett wackelten hin und her. Im Flur hopste sogar eine Weihnachtskugel vom Regal und rollte lustig im Kreis.
Mia schaute erstaunt. „Was war das?“, rief sie und lief zur Tür. Der Lutin Farceur versteckte sich hinter dem Vorhang und lachte leise. Mia sah die Klingel. Sie glitzerte so schön wie nie zuvor. „Darf ich versuchen?“, fragte sie fröhlich.
Sie drückte vorsichtig – „Ding-dong!“
Wieder hüpften die Lichter. Die Holzwichtel klatschten in die Hände. Die Kugel rollte um Mias Füße und kitzelte ihre Zehen. „Hihi, das kitzelt!“, quietschte Mia und lachte. Der Lutin Farceur rollte vor Freude über den Teppich.
Plötzlich raschelte es hinter dem Sessel. Mamas Kopf tauchte auf. „Was macht ihr denn für ein lustiges Konzert?“, fragte sie. Mia zeigte auf die Klingel. „Die macht Musik! Und die Lichter tanzen! Und guck mal, die Kugel!“ Mama schmunzelte. „Das klingt zauberhaft.“
Der Lutin Farceur sprang hervor. „Ich kann noch mehr Quatsch machen!“, rief er ganz leise, nur für Mia. Mia flüsterte zurück: „Was hast du vor?“ Der Lutin Farceur zeigte auf den Plätzchenteller. „Pass auf!“
Mit einem Fingerschnipsen hüpften zwei Plätzchen auf den Tisch. Sie sprangen wie kleine Frösche. Mia lachte wieder. „Die Kekse tanzen!“, rief sie. Mama staunte. „Vielleicht steckt da Weihnachtszauber dahinter“, sagte sie und kniff Mia freundlich in die Wange.
Mia war glücklich. „Weißt du, Mama, der Lutin Farceur macht alles so lustig.“ Mama lächelte. „Dann sag ihm, danke für die lustigen Scherze, aber wir wollen auch ein bisschen Ruhe, sonst wird der Weihnachtsmann noch schwindlig!“
Der Lutin Farceur kicherte. Er klatschte in die Hände. Plötzlich beruhigten sich die Lichter. Die Holzwichtel setzten sich wieder hin. Die Weihnachtskugel rollte zu Mia zurück und blieb gemütlich an ihrem Fuß liegen. Die Plätzchen hüpften zurück auf den Teller. Alles war wieder ruhig.
Mia setzte sich auf Mamas Schoß. Der Lutin Farceur kuschelte sich in eine kleine Ecke und flüsterte: „Jetzt ist es schön gemütlich.“
Mia winkte ihm zu. „Du bist ein lieber Quatschmacher“, sagte sie. Der Lutin Farceur verbeugte sich und zwinkerte. „Ich bin immer da, wenn du lachen willst.“
Mama kuschelte Mia in eine Decke und summte ein Weihnachtslied. Die Lichter am Baum leuchteten sanft wie Sterne. Der Lutin Farceur schloss die Augen und träumte von neuen Späßen.
Mia fühlte sich geborgen und zufrieden. Sie wusste: Solange der Lutin Farceur da ist, wird es nie langweilig. Aber wenn es Zeit zum Ausruhen ist, werden alle Streiche ganz leise und friedlich.
So blieb das Wohnzimmer warm und fröhlich, voller Lachen, kleiner Wunder und dem sanften Zauber von Weihnachten. Mia, Mama und der Lutin Farceur waren glücklich zusammen – und die Weihnachtszeit fühlte sich wunderbar und leicht an.