Mia geht durch einen leisen Wald. Die Bäume singen leis. Kleine Lichter tanzen. Ein Elf sitzt auf einem Pilz. Der Elf lächelt mit grünen Augen.
"Hallo Mia", sagt der Elf. "Komm mit mir. Wir finden Sterne." Mia nickt. Sie hält einen glitzernden Stein in der Hand. Der Stein ist bunt. Mia mag den Stein sehr.
Sie laufen zusammen. Eine kleine Wolke lacht. Ein freundlicher Drache schwebt hoch. Der Drache hat bunte Schuppen. Er blinzelt. Eine Einhornmama mit einem Baby läuft vorbei. Das Einhorn rappt leise. Alle Tiere sind ruhig. Alle Tiere sind freundlich.
"Willst du den Stern sehen?" fragt der Elf. Mia ruft: "Ja!" Sie renkt die Hand um den Stein. Sie denkt: Der Stein ist mein, ich brauch ihn. Der Stein fühlt sich warm an. Mia drückt ihn fest.
Der Elf setzt sich neben sie. Er singt ein kleines Lied. Das Lied klingt wie Milch und Honig. "Manchmal loslassen ist stark", flüstert der Elf. Mia schaut den Stein an. Sie hält ihn noch fester.
Sie treffen eine kleine Fee. Die Fee hat Flügel wie Blätter. "Ich zeige dir etwas", sagt die Fee. Sie pfeift leise. Ein Regenbogen fällt vom Himmel. Der Regenbogen ist weich. Er schmeckt nach Pfirsich in der Vorstellung.
Der Regenbogen zeigt Mia ein Spiegelbild. Mia sieht sich. Sie sieht freundlich Augen, ein warmes Herz, kleine Finger, große Träume. "Du bist genug", sagt der Regenbogen. Mia fühlt Wärme im Bauch. Der Stein in ihrer Hand fühlt klein.
Der Elf schaut Mia an. "Probier es", sagt er. Mia atmet tief ein. Sie öffnet die Hand. Der Stein fällt leise in das Moos. Er rollt und leuchtet. Mia fühlt keinen Verlust. Sie fühlt Frieden.
Der Drache lacht sanft. Die Fee streut Glitzer. Das Einhorn stupst Mia mit der Nase. "Gut gemacht", sagen alle. Mia lächelt. Sie hat gelernt, loszulassen. Sie hat gelernt, dass ihr Herz groß ist, auch ohne den Stein.
Die Nacht kommt leise. Sterne funkeln über dem Wald. Mia legt ihren Kopf an den Elf. Der Elf erzählt ein Lied. Mia schläft mit einem Lächeln. Sie weiß: sie ist liebenswert, mutig und genug.