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Geschichte des Weihnachtsstreichers 5/6 Jahre Lesen 7 min. VerfĂŒgbar als Hörgeschichte (1)

lenis farbenzauber zu weihnachten

Leni entdeckt an Weihnachten geheimnisvolle, bunte Spuren und Botschaften eines schelmischen Lutins, die sie mit einem Farbcode leiten, Ruhe zu finden, tief zu atmen, zu lachen und Freude zu teilen.

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Ein fröhliches, staunendes sechsjĂ€hriges MĂ€dchen mit kastanienbraunen Zöpfen, roten Wangen und großen Augen trĂ€gt einen roten Pullover mit weißen Punkten und einen grĂŒnen Rock; es sitzt auf einem dicken Teppich, hĂ€lt einen kleinen glitzernden Hut und streckt ihn lĂ€chelnd dem kleinen, frechen, nichtmenschlichen Lutin mit rosiger Haut, spitzgrĂŒnen Schuhen und zu großer blauer MĂŒtze entgegen, der auf einer kindergerechten Regalhöhe sitzt und buntes Konfetti wirft; die etwa 35-jĂ€hrige Mutter mit hochgesteckten langen Haaren und cremefarbenem Cardigan steht dahinter, lĂ€chelnd und liebevoll eine Hand auf die Lehne eines Sessels legend und die Szene beobachtend; ein großer brauner TeddybĂ€r mit roter MĂŒtze liegt neben dem MĂ€dchen; der warme Wohnraum mit hellem Holzboden, buntem Teppich, BĂŒcherregalen, einem senffarbenen Sofa und einer Lichtergirlande im Hintergrund ist erfĂŒllt von funkelnden Partikeln und farbigen Lichtblöcken, die den magischen, festlichen Moment betonen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂŒr diese Geschichte verfĂŒgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 07:34

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Kapitel 1: Seltsame Spuren am Morgen

Am Morgen vor Weihnachten hĂŒpfte Leni aus ihrem Bett. Die Sonne schien durch das Fenster und ließ kleine Staubkörner tanzen. Leni rieb sich die Augen und tapste barfuß zum Flur. Doch als sie an die WohnungstĂŒr kam, blieb sie wie angewurzelt stehen.

„Mama!“, rief sie ĂŒberrascht, „schau mal!“

Auf dem bunten Teppich vor der TĂŒr lagen viele kleine, glitzernde FußabdrĂŒcke. Und mitten darauf stand, aus kleinen roten Bonbons gelegt, das Wort: „J O Y E U X“. Leni kannte das Wort nicht, aber sie fand, es sah lustig aus.

Mama kam, sah und lĂ€chelte. „Das ist Französisch und heißt ‚fröhlich‘“, erklĂ€rte sie. „Aber wer hat das gemacht?“

Leni beugte sich hinunter und betrachtete die glitzernden AbdrĂŒcke. Sie waren winzig, viel kleiner als ihre eigenen FĂŒĂŸe. Und sie sahen aus, als hĂ€tte jemand beim Laufen gelacht.

„Das war bestimmt der Weihnachtslutin“, flĂŒsterte Leni. „Der Lutin Farceur!“

Mama zwinkerte. „Vielleicht will er dir ein RĂ€tsel aufgeben!“

Leni kicherte. Sie liebte RĂ€tsel. Und sie mochte den Gedanken, dass ein kleiner Lutin durch ihr Haus hĂŒpfte und lustige Spuren hinterließ.

Kapitel 2: Ein kunterbuntes Durcheinander

Am nĂ€chsten Morgen fand Leni weitere Spuren – diesmal auf dem KĂŒchentisch. Dort lagen bunte Zettel, auf denen verschiedene Symbole gemalt waren: eine grĂŒne Tanne, ein roter Stern, ein blauer Schneemann und ein gelber Mond. Daneben lag ein Zettel mit einer Nachricht:

„Finde die Farben, folge den Spuren, dann wirst du den Zauber von Weihnachten spĂŒren!“

Leni runzelte die Stirn. „Was meint er nur damit?“

Da hörte sie ein leises Kichern hinter dem Vorhang. Schnell riss sie ihn zur Seite – doch da war niemand. Nur ein kleiner, glitzernder Hut lag auf dem Fensterbrett. Leni nahm ihn vorsichtig und setzte ihn auf ihren TeddybĂ€ren.

„Los, Teddy, wir mĂŒssen die Spuren finden!“, rief sie.

Zuerst ging sie ins Wohnzimmer. Dort fand sie unter dem Sofa einen grĂŒnen Tannenzweig mit einem roten Stern daran. Neben dem Ast lag ein weiterer Zettel: „GrĂŒn bedeutet: Hier kannst du entspannen!“

Leni grinste. Sie legte sich auf den Teppich und streichelte den weichen Zweig. Es fĂŒhlte sich friedlich an.

Dann suchte sie weiter und fand im Badezimmer einen kleinen blauen Schneemann aus Seife. Und daneben: „Blau bedeutet: Atme tief durch!“

Leni hielt den Schneemann an die Nase und schnupperte. Er duftete nach Tannenwald. Sie atmete tief ein – und wieder aus. Plötzlich hatte sie ein ganz ruhiges, warmes GefĂŒhl im Bauch.

Im Flur schließlich lag ein gelber Mond aus Papier. Darauf stand: „Gelb bedeutet: Lache, so viel du kannst!“

Leni lachte laut und hĂŒpfte im Kreis. Das war einfach!

Kapitel 3: Der bunte Farbcode

Leni setzte sich mit allen FundstĂŒcken an den KĂŒchentisch. „GrĂŒn ist ruhig, blau ist tief durchatmen, gelb ist lachen und rot
“, ĂŒberlegte sie. Da entdeckte sie auf dem KĂŒhlschrank eine kleine, rote Schleife. Daran hing ein weiterer Zettel.

„Rot bedeutet: Teile Freude!“

Leni ĂŒberlegte. „Ich könnte Mama mit dem FrĂŒhstĂŒck ĂŒberraschen!“, rief sie. Sie schmierte Brot, legte KĂ€sesterne darauf und servierte alles auf einem Tablett. Mama freute sich riesig und umarmte Leni.

„Du bist ja heute besonders fröhlich“, meinte sie.

Leni grinste. „Ich habe einen FarbcodeschlĂŒssel vom Lutin Farceur bekommen!“

Den Rest des Tages nutzte Leni ihren Farbcode. Wenn sie sich auf das grĂŒne Kissen setzte, wurde sie ganz ruhig. Beim blauen Becher trank sie langsam und tief durchatmend ihren Kakao. Den gelben Schal trug sie, wenn sie Quatsch machte. Und die rote Schleife band sie in Mamas Haar, damit alle Freude daran hatten.

Am Abend, als es draußen schon dĂ€mmerte, hörte Leni wieder dieses leise Kichern. Sie schlich sich ins Wohnzimmer – und da saß wirklich ein winziges Wesen auf dem BĂŒcherregal! Der Lutin Farceur! Er hatte rote Wangen, grĂŒne Schuhe und einen riesigen, blauen Schal.

„Hallo Leni“, piepste er. „Hast du meinen Farbcode verstanden?“

Leni nickte aufgeregt. „Ja! GrĂŒn ist ruhig sein, blau ist atmen, gelb ist lachen und rot ist Freude teilen!“

Der Lutin klatschte in die HĂ€nde. „Bravo! Du hast die Farben des Friedens und der Freude gefunden!“

Kapitel 4: Der Zauber der Farben

Der Lutin Farceur sprang vom Regal und tanzte durch den Raum. „Weißt du, warum ich manchmal Unfug mache?“, fragte er.

Leni schĂŒttelte den Kopf.

„Damit ihr Menschen lernt, in all dem Trubel die Ruhe zu finden und zu lachen, auch wenn mal etwas schiefgeht! Ich bringe gern ein bisschen Durcheinander, damit ihr die Farben des Friedens entdeckt.“

Leni nickte. „Das war lustig! Und jetzt weiß ich, wie ich ruhig bleiben kann, wenn ich aufgeregt bin.“

Der Lutin lĂ€chelte und zwinkerte. „Und du kannst anderen helfen, das auch zu lernen. Wenn jemand traurig ist, gib ihm etwas Gelbes – vielleicht eine Zeichnung oder ein LĂ€cheln. Wenn jemand wĂŒtend ist, schenk ihm Blau – vielleicht ein Lied oder einen ruhigen Moment.“

Leni ĂŒberlegte und sagte: „Und wenn jemand sehr glĂŒcklich ist, dann teile ich Rot und feiere mit!“

Der Lutin schnippte mit den Fingern und ĂŒberall im Wohnzimmer erschienen kleine, bunte Lichter. Es sah aus, als wĂŒrde es in allen Farben des Regenbogens schneien.

„Du hast es verstanden, Leni!“, rief er. „Jetzt bist du selbst ein kleiner Weihnachtszauberer!“

Leni lachte. Sie fĂŒhlte sich warm und leicht, fast so, als könnte sie selbst wie ein Lutin durch das Zimmer tanzen.

Mit einem letzten Kichern verschwand der Lutin Farceur – aber Leni wusste, dass er immer in der NĂ€he war, wenn sie die Farben brauchte.

Am nĂ€chsten Morgen fand Leni auf dem Teppich wieder das Wort „J O Y E U X“, diesmal aus bunten Perlen gelegt. Sie lĂ€chelte und wusste: Weihnachten ist mehr als Geschenke – es ist ein Fest der Farben, des Lachens und der Freude, die man mit anderen teilt.

Und von diesem Tag an half Leni allen, die Farben zu entdecken, wenn es draußen kalt und grau war. Denn irgendwo, ganz leise, kicherte immer ein kleiner Lutin.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Glitzernde
Etwas, das sehr hell und funkelnd aussieht, wie kleine Sterne.
Wie angewurzelt stehen
Nicht mehr bewegen, weil man sehr ĂŒberrascht oder erschrocken ist.
Durcheinander
Wenn alles unordentlich ist und nichts am richtigen Platz liegt.
FarbcodeschlĂŒssel
Ein Hinweis, der sagt, welche Farbe welche Bedeutung hat.
Tannenzweig
Ein kleiner Zweig von einem Tannenbaum mit grĂŒnen Nadeln.
Kichern
Leises, fröhliches Lachen, oft heimlich oder scheu.
Zwinkerte
Ein Auge kurz schließen, um jemandem zu bedeuten, dass man scherzt.
Schnippte
Mit den Fingern ein kurzes GerÀusch machen, oft wie ein kleines Kommando.

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