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Geschichte des Weihnachtsstreichers 5/6 Jahre Lesen 10 min.

Der Weihnachtswichtel und die vertauschten Hüte

Bär Bruno entdeckt, dass seine Hüte vertauscht wurden, und folgt den Spuren zu einem schelmischen Weihnachtswichtel; gemeinsam finden sie sich in einer lustigen Bastel- und Vorbereitungsaktion für das Fest wieder.

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Die Hauptfigur ist ein schelmischer kleiner Weihnachtswichtel mit rundem Gesicht, spitzen Ohren und verschmitztem Lächeln, in grüner Tunika und roter Bommelmütze, der eine kleine brennende Laterne behutsam an den Fuß des Tannenbaums stellt; Nebenfigur ist Bruno, ein großer, sanfter und schüchterner Braunbär mit dichtem Fell, der eine rote Festmütze mit goldnem Stern trägt und lächelnd eine große goldene Sternspitze zum Platzieren hält; weitere Tiere: ein neugieriger Igel und ein lebhafter Eichhörnchen sitzen im Schnee und schauen begeistert zu; Ort: eine winterliche Waldlichtung mit frischem, glänzendem Schnee, schneebedeckten Tannen und einer einladenden Höhleneingang mit Rauch aus dem Schornstein; handgemachte Dekorationen (Papiergirlanden, getrocknete Orangenscheiben, mit Bändern verzierte Zapfen) liegen herum; Situation: der Wichtel und der Bär schmücken gemeinsam den Baum, die Laterne wirft warmes, goldenes Licht auf die Dekorationen, die Atmosphäre ist gemütlich und ruhig, sanfte Farben und warme Kontraste vor kühlem Hintergrund. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Anfang: Zwei vertauschte Hüte

Im Winterwald roch die Luft nach Tannennadeln und Zimt. Der Schnee glitzerte wie Zucker auf allem, sogar auf den dicken Tatzen von Bär Bruno. Bruno bereitete Weihnachten vor, so gut ein Bär das eben kann: Er sammelte Zapfen, polierte Nüsse, band rote Beeren an Zweige und hängte kleine Glöckchen an eine Fichte vor seiner Höhle.

Neben dem Eingang lagen zwei Hüte, die ihm wichtig waren. Der erste war sein großer, kuscheliger Schlafhut mit einem Bommel, der beim Gähnen lustig wackelte. Der zweite war der Festhut: kleiner, aber sehr stolz, mit einem goldenen Stern vorn. Bruno trug den Festhut nur zum Schmücken und Singen, denn dann fühlte sich alles ein bisschen feierlicher an.

Als Bruno kurz in die Höhle ging, um Honigtee zu holen, huschte ein winziger Schatten über den Schnee. Ein Weihnachtswichtel mit einer spitzen Mütze, die viel zu frech aussah, landete wie ein Schneeflöckchen auf den Hüten. Er grinste, als hätte er gerade eine besonders gute Idee gegessen.

Der Wichtel hob den Schlafhut an, roch daran und verzog das Gesicht. Dann setzte er ihn auf den Platz des Festhuts. Den Festhut schob er dafür an den Platz des Schlafhuts. Ganz ordentlich, als wäre es das Normalste der Welt. Dazu legte er noch eine Tannennadel schief daneben, nur damit es ein bisschen „wichtelig“ aussah. Dann hüpfte er davon und ließ ein leises Kichern zurück, das wie eine kleine Glocke klang.

Bruno kam wieder heraus, trank einen Schluck Honigtee und nahm, ohne hinzuschauen, den „Festhut“. Nur… es war der Schlafhut. Er hing ihm tief über die Augen. Bruno sah plötzlich aus wie ein bäriger Mond, der zu müde zum Leuchten war.

Er tappte zur Fichte, wollte den Stern anbringen und stolperte über seinen eigenen Bommel. Plumps! Der Stern fiel in den Schnee und steckte darin wie ein goldener Käsekrümel. Bruno blinzelte, schob den Hut hoch und sah den zweiten Hut auf dem anderen Platz.

„Hm“, brummte er, „Hüte wandern doch nicht allein.“ Und genau in diesem Moment wackelte eine kleine Schneekugel neben dem Baum, obwohl kein Wind ging.

Mitte: Die Spur aus Kichern

Bruno folgte der wackelnden Schneekugel, dann einem umgekippten Zapfen und schließlich einer Reihe winziger Fußspuren. Die Spuren waren so klein, dass sie eher nach Krümeln aussahen. Manchmal war eine Spur ein bisschen tiefer, als hätte jemand einen Purzelbaum gemacht.

Unter einer Fichte fand Bruno eine kleine Tür im Stamm, die er noch nie gesehen hatte. Davor lag ein winziges Schild aus Birkenrinde: „Hier wird gelacht. Bitte leise kichern.“ Bruno kicherte extra leise. Die Tür sprang auf, als hätte sie nur darauf gewartet.

Dahinter saß der Weihnachtswichtel auf einem Kissen aus Moos und hatte Brunos goldenen Stern auf der Nase balanciert. Er ließ ihn fallen, fing ihn wieder und sah dabei sehr zufrieden aus.

Bruno hätte gern geschimpft, doch der Wichtel sah so komisch aus, mit den roten Ohren und dem viel zu großen Gürtel, dass Bruno nur ein brummendes Lachen herausließ. Außerdem war nichts kaputt. Nur vertauscht. Und vertauscht war zwar nervig, aber auch irgendwie… spannend.

Der Wichtel sprang auf, zog eine winzige Laterne hervor und schwenkte sie. Das Licht war warm wie frisch gebackene Nusskekse. Es malte goldene Flecken an die Wände. Dann rannte der Wichtel los, als wäre die Laterne ein kleiner Stern, dem er hinterherjagte.

Bruno trottete hinterher. Der Gang führte unter Wurzeln durch und endete in einer runden Kammer. Dort lagen Kisten voller Papiersterne, getrockneter Orangenscheiben, Glitzer aus zermahlenen Eiskristallen und Bänder in allen Farben. Es roch nach Wald und Winter und ein bisschen nach Überraschung.

Auf einem Tisch stand ein ganzes Durcheinander: Kerzen ohne Docht, Kugeln ohne Faden, Tannenzweige ohne Beeren. Überall klebten kleine Zettel: „Fast!“ „Bald!“ „Ups!“

Bruno merkte, dass der Wichtel nicht einfach nur Unordnung liebte. Er schien etwas zu suchen. Der Wichtel nahm Brunos Festhut, setzte ihn auf eine Kerze und tat so, als wäre es eine Hut-Parade. Dann setzte er den Schlafhut auf einen Papierstern. Der Stern sah plötzlich aus, als würde er gleich einschlafen. Das war so albern, dass Bruno laut prusten musste. Ein paar Glitzerkristalle tanzten vor seiner Nase.

Bruno holte tief Luft und hatte eine Idee. Nicht, um den Wichtel zu fangen, sondern um ihn einzuladen. Denn wenn jemand schon Hüte vertauscht, braucht er vielleicht einfach… einen Platz, an dem er seine Hände beschäftigen kann.

Bruno stellte seine große Pfote auf den Tisch, ganz vorsichtig, und schob die Kisten in eine ordentliche Reihe. Nicht streng, nur freundlich: hier Sterne, dort Bänder, da Orangen. Dann baute er aus Zapfen und Moos einen „Wichtel-Stuhl“, auf den der Wichtel sich setzen konnte. Der Wichtel starrte ihn an, als hätte Bruno gerade einen Kuchen aus Mondlicht gebacken.

Bruno trug die Bastelsachen zur Höhle, eine Kiste nach der anderen. Der Wichtel hüpfte hinterher und ließ kleine Lichtpunkte aus seiner Laterne fallen. Die Punkte blieben im Schnee liegen wie winzige Glühwürmchen und führten den Weg.

In Brunos Höhle wurde es warm. Der Honigtee dampfte. Der Wichtel schnupperte, grinste und begann, ohne ein Wort zu sagen, Bänder zu verknoten. Erst verknotete er sie falsch, sodass sie wie verrückte Spinnen aussahen. Dann verknotete er sie richtig, aber mit einem extra Schleifchen. Bruno machte Papiersterne und klebte getrocknete Orangenscheiben dazu. Ab und zu vertauschte der Wichtel wieder etwas: Er steckte eine Beere auf eine Glöckchenschnur oder setzte dem Zapfen einen Minihut auf. Doch diesmal fühlte es sich nicht wie Ärger an, sondern wie ein Spiel.

Dann passierte ein kleiner Schreck: Der Wichtel stellte seine Laterne zu nah an einen Berg aus trockenem Papier. Das Papier raschelte, als würde es nervös werden. Ein Rand wurde dunkel. Bruno schnappte sich schnell eine Schale Schnee, die er zum Kühlen von Honig hatte, und drückte sie vorsichtig darauf. Pff! Ein kleines Wölkchen stieg auf, und es roch kurz nach nasser Orange.

Der Wichtel erschrak, rieb sich die Augen und hielt die Laterne ganz fest, als hätte sie ihn fast verlassen. Bruno legte ihm behutsam den Festhut über die Laterne, wie einen Schutzschirm. Das Licht wurde weicher und sicherer.

Da verstand Bruno etwas: Der Wichtel war nicht böse. Er war nur so voller Licht und Kichern, dass er manchmal zu schnell damit herumhüpfte.

Ende: Licht teilen, ohne zu vertauschen

Am nächsten Tag war der Winterwald still und gespannt, als würde er auf ein Lied warten. Bruno und der Wichtel trugen ihre fertigen Dekorationen nach draußen. Papiersterne glitzerten, Orangenscheiben leuchteten wie kleine Sonnen, und die Zapfen trugen winzige Schleifen. Der Wichtel stellte seine Laterne in die Mitte, aber diesmal auf einen sicheren Platz: einen Ring aus Schnee und Steinen, den Bruno gebaut hatte.

Bruno setzte seinen Festhut auf. Der Wichtel setzte seinen eigenen Wichtelhut auf und tat so, als würde er einen unsichtbaren Chor dirigieren. Keine Worte, nur große Gesten. Bruno musste schon wieder lachen.

Sie schmückten die Fichte vor der Höhle. Der goldene Stern kam ganz nach oben. Der Wichtel wollte ihn zuerst verkehrt herum setzen, nur um zu sehen, wie es aussieht. Bruno hielt ihn kurz fest, schüttelte langsam den Kopf, und der Wichtel kicherte und drehte den Stern richtig. Dieses Mal war das Kichern wie ein „Einverstanden“.

Als die Dämmerung kam, zündete der Wichtel die Laterne an. Das Licht fiel auf die Dekorationen und sprang von Stern zu Stern, von Orange zu Orange, als würde es Verstecken spielen. Dann passierte etwas Zauberhaftes: Die kleinen Lichtpunkte, die der Wichtel am Vortag im Schnee verloren hatte, flogen zurück. Sie setzten sich in die Papiersterne, in die Glöckchen, in die Schleifen. Der ganze Baum begann leise zu strahlen, nicht grell, sondern sanft wie ein warmes Fell.

Der Wald schaute zu. Ein paar Tiere, die sonst schüchtern waren, kamen näher: ein Igel, ein Eichhörnchen, sogar ein Fuchs mit sehr höflichen Pfoten. Niemand sagte etwas. Doch ihre Augen wurden groß, und ihre Schultern wurden locker, als hätte jemand ihnen eine schwere Wintertasche abgenommen.

Bruno spürte, wie sein Herz rund und zufrieden wurde. Der Wichtel tappte neben ihn und stellte die Laterne ein Stück weiter nach außen, damit auch die dunkleren Ecken Licht bekamen. Er machte dazu eine kleine Verbeugung, als wäre das Licht ein Geschenk, das man teilen kann.

Bruno setzte sich in den Schnee, der Festhut saß richtig, und der Schlafhut lag ordentlich bereit für später. Der Wichtel schaute die beiden Hüte an, als überlegte er kurz. Dann legte er sie nebeneinander, ganz genau an ihren Platz. Er klopfte zweimal darauf, als würde er sagen: „Jetzt nicht mehr vertauschen.“

Und als Bruno später in seiner Höhle lag, mit dem Schlafhut auf dem Kopf und einem letzten Keks im Bauch, hörte er draußen ein leises, fröhliches Kichern. Es klang nicht nach Unordnung, sondern nach Mut. Nach einem Wichtel, der gelernt hatte: Der schönste Streich ist manchmal, wenn man Licht verteilt, damit alle ein bisschen heller werden.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Tannennadeln
Die spitzen Blätter einer Tanne, die am Baum bleiben.
Bommel
Der runde, flauschige Ball an einer Mütze sitzt.
Festhut
Der Hut, den Bruno nur bei Feier und Singen trägt.
Schlafhut
Die weiche Mütze, die man zum Schlafen trägt.
Weihnachtswichtel
Ein kleiner, fröhlicher Helfer für Weihnachten im Wald.
Wichtel
Ein kleines, freches Wesen, das gern kichert und spielt.
Birkenrinde
Die dünne Außenhülle eines Birkenbaums, wie dünnes Papier.
Laterne
Ein Lichtbehälter, den man trägt, damit es heller wird.
Papiersterne
Sterne aus Papier, die man bastelt und aufhängt.
Eiskristallen
Kleine, harte Stücke aus gefrorenem Wasser, die funkeln.
Glitzer
Winzige, glänzende Flocken, die Dinge bunt und hell machen.

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