Mila steht am Fenster. Die Sonne scheint warm auf ihr Gesicht. Heute ist ein neuer Tag. Mila wohnt mit Mama, Papa und ihrem kleinen Bruder Max in einem bunten Haus. Sie hat dunkle Locken, fröhliche Augen und ganz viel Energie. Manchmal sagt Mama lachend: „Mila, du bist wie ein Flummi, immer in Bewegung!“
Heute kommt Mila's bester Freund Tom zum Spielen. Tom hat blonde Haare und ein breites Lächeln. Tom mag Bücher und baut gerne hohe Türme aus Bauklötzen. Mila ruft: „Tom! Heute spielen wir draußen!“
Tom grinst. „Komm, ich zeig dir mein neues Auto!“ ruft er und winkt. Gemeinsam rennen sie in den Garten. Der Wind kitzelt ihre Nasen. Tom fährt sein kleines rotes Auto über das Gras. Mila hüpft nebenher und lacht. Sie kann nie lange stillsitzen.
Plötzlich bleibt Tom stehen und fragt: „Mila, warum bist du immer am Hopsen?“ Mila zuckt mit den Schultern. „Wenn ich hüpfe, kann ich besser denken! Dann fühlt sich mein Kopf fröhlich an.“ Tom nickt. „Ich mag lieber leise sitzen. Aber wir sind trotzdem beste Freunde.“
Mama ruft: „Kommt ihr zwei, es gibt Apfelstückchen!“ Mila und Tom laufen zur Terrasse. Sie setzen sich auf die kleine Bank. Mila wippt mit den Beinen. Tom kaut langsam sein Apfelstück. „Du bist immer so schnell, Mila“, sagt er. Mila kichert. „Ich mag's, wenn alles wuselt!“
Auf einmal kommt Max angerannt. Er trägt einen Regenbogenhut. „Darf ich auch mitspielen?“ fragt Max. „Natürlich!“ ruft Mila. „Komm, lass uns Kreise rennen!“ Alle rennen im Garten. Die Luft ist frisch, die Vögel zwitschern. Mila lacht laut. Tom lacht leise. Max hüpft und ruft „Jippie!“
Nach einer Weile sind alle außer Puste. Tom legt sich ins Gras. „Ich mag es, wenn es still ist“, sagt er. Mila legt sich daneben. Max kuschelt sich zu den beiden. Sie schauen in den Himmel und zählen die Wolken. „Schau mal, da fliegt ein Drachen!“ ruft Mila. Tom lacht. „Das ist nur eine Wolke!“
Später wollen sie basteln. Mila holt bunte Papierblätter und Stifte. Sie kann nicht lange sitzen, ihre Hände malen und malen, dann hüpft sie auf und läuft um den Tisch. Max kichert. Tom malt konzentriert ein Auto. Zwischendurch ruft er: „Mila, das ist ein schöner Hund!“ – „Danke! Der Hund rennt ganz schnell, so wie ich“, antwortet Mila. Alle lachen.
Mama kommt herein. „Wow, was malt ihr denn Schönes?“ Mila springt auf. „Hier, Mama, der Hund ist für dich!“ Tom hält ihr sein Bild hin. „Ich habe ein Auto gemalt.“ Mama klatscht lächelnd. „Jedes Bild ist anders und besonders, genau wie ihr!“
Am Nachmittag ruft Mama: „Wer möchte spazieren gehen?“ Mila jubelt. „Ich! Ich! Ich kann dann laufen, hüpfen, alles sehen!“ Tom nickt. Er mag Spaziergänge, weil es draußen so viele spannende Dinge zu sehen gibt. Max nimmt Milas und Toms Hand. Mama läuft mit.
Sie gehen gemeinsam durch den Park. Die Bäume sind grün und die Blumen duften süß. Mila läuft mal vor, mal bleibt sie stehen, um eine Schnecke zu schauen. Tom zeigt auf den Teich: „Schau, da schwimmt eine Ente!“ Max sammelt kleine Steine. Ein Hund läuft vorbei und wedelt. Mila bückt sich und streichelt ihn kurz.
Tom fragt: „Mila, wird dir gar nicht müde?“ Mila schüttelt den Kopf. „Ich brauche Bewegung. Dann fühlt sich mein Kopf wie ein fröhliches Karussell an.“ Mama lächelt. „Jeder ist anders. Und das ist gut so.“
Sie setzen sich auf eine Bank. Papa kommt auch dazu, winkt und bringt eine kleine Saftflasche. „Ihr seid eine bunte Truppe!“, lacht er. „Jeder auf seine Weise.“ Mila hüpft auf Papas Schoß. Tom kuschelt sich an Mama. Max trinkt zufrieden Saft.
Mila erzählt: „Tom mag bauen und still sein. Max mag Steine sammeln. Ich mag Rennen und Hüpfen. Und alle sind verschieden, aber wir spielen zusammen!“ Mama nickt. „Ihr seid verschieden, und das macht jede Zeit schön.“
Auf dem Heimweg fragt Tom leise: „Mila, bist du froh, dass wir Freunde sind?“ – „Ja! Jeder darf anders sein. Das ist das Beste. Gemeinsam ist alles schöner.“ Max ruft: „Ich bin auch dabei!“ und alle lachen.
Zu Hause kuscheln sie sich aufs Sofa. Papa deckt sie mit einer Decke zu. Mila schließt die Augen. Sie denkt an den Tag. Sie hat gelacht, gerannt, gemalt, den Wind gespürt und Freunde gehabt.
Am Abend sagt Mama leise: „Heute haben wir viel gelernt. Jedes Kind ist anders. Jeder hat etwas Besonderes. Und zusammen sind wir wie ein bunter Regenbogen.“ Mila lächelt im Halbschlaf. Sie fühlt sich leicht, fröhlich und ganz genau richtig.
„Gute Nacht“, flüstert Tom. „Gute Nacht“, murmelt Max. „Gute Nacht, ihr zwei. Gute Nacht, Welt“, sagt Mila ganz leise. Draußen funkeln die Sterne und alles ist ruhig und warm.