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Humorvolle Fantasy 9/10 Jahre Lesen 8 min.

hugo und die wundersame wolkenbarche

Der erfinderische Otter Hugo will seine Ruderbarche Frieda an eine Wolke binden; mit Hilfe von Freunden und einem dehnbaren Seil erleben die Waldtiere ein wunderliches Abenteuer voller Mut und Zusammenhalt.

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Hugo, eine fröhliche, schelmische anthropomorphe Otter mit glänzend braunem Fell, großen leuchtenden Augen und selbstbewusstem Lächeln, sitzt stolz in einem kleinen abgenutzten Holzboot und hält ein grünes Gummiband in der einen Pfote, die andere winkt er wie ein Kapitän; rechts von ihm steht die staunende graue Maus Max mit einer Brotscheibe. Das Boot Frieda, mit abgeblätterter Farbe und einer kleinen Patchworksegel, ist in der Mitte eines seidig spiegelnden Teichs befestigt an einem gespannten Gummiband, das in eine große, tiefhängende Bausteinnuance aus watteähnlichen Wolken führt und als schwebendes Picknick dient; auf dem linken Rand kichert das rote Eichhörnchen Ludmilla mit einer selbstgebastelten Schal und zusätzlichem Seil, während zwei singende grüne Frösche, eine neugierige gelbe Ente und ein pummelig lächelnder Dachs eng zusammengerückt Kekse teilen. Stimmung: zarter, witziger Ton, wiegendes Bewegungsgefühl, goldene Abendlichtflecken, violett-rosa Dämmerungshimmel, klare Formen, weiche Texturen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Eine kühne Idee am Morgen

Es war ein Morgen, wie er im Buche steht: Der Himmel hing voller bauschiger Wolken, die aussahen wie zu groß geratene Wattebäusche, und im Gras glitzerte feuchter Tau. Auf einer winzigen Insel mitten auf dem Teich hockte Hugo, der Otter, und blickte mit funkelnden Augen in den Himmel. Hugo war nicht irgendein Otter. Hugo war der Otter mit den verrücktesten Einfällen weit und breit.

„Heute, Hugo!“, sagte er zu sich selbst und schwenkte seine Otterpfote wie ein Zauberstab. „Heute wird das Unmögliche möglich gemacht! Ich werde meine Barche am Himmel festmachen!“

Neben ihm stand eine alte, klapprige Ruderbarche, die Hugo liebevoll „Frieda“ nannte. Frieda hatte schon viel erlebt, aber am Himmel war sie noch nie gewesen. Hugo grinste, als er Frieda sanft streichelte.

„Keine Sorge, Frieda, wir schaffen das zusammen!“

Hugo wusste, dass die Wolken nicht einfach Schnüre wie Bojen hatten. Aber er war fest entschlossen. Er packte sein Frühstücksbrot, ein paar Möhrchen und seinen Lieblingsknotenstrick. Dann stapfte er los, den Steg entlang, Frieda im Schlepptau.

Der Tag versprach, ein ziemlich außergewöhnlicher zu werden.

Kapitel 2: Die Suche nach dem perfekten Seil

Hugo wusste, dass er für sein Vorhaben etwas Besonderes brauchte: Ein Seil, das lang genug war, um bis zur Wolke zu reichen, und stark genug, um Frieda daran festzubinden. Sein Strick war zwar hübsch geflochten, aber fürs Wolkenbinden wohl zu kurz.

Er marschierte zum Eichhörnchen Ludmilla, die als Bastelmeisterin im ganzen Wald bekannt war. Ludmilla baute aus allem Seile: aus Grashalmen, aus Lianen und sogar aus Spinnennetzen.

„Du willst was?“ Ludmilla kicherte, als Hugo von seinem Plan erzählte. „Eine Barche an eine Wolke binden? Das ist mal was Neues!“

„Genau! Hast du ein Seil, das bis zum Himmel reicht?“, fragte Hugo hoffnungsvoll.

Ludmilla sprang herum, suchte in ihren Vorräten und zauberte ein uraltes, elastisches Gummiseil hervor. „Das hier kann sich fast endlos dehnen. Aber du musst es mit viel Gefühl verwenden, sonst schnippt es zurück, und dann fliegt Frieda vielleicht in die Büsche statt in die Wolken!“

Hugo bedankte sich, versprach eine Portion seiner besten Algenkekse und machte sich auf den Weg zurück zum Teich. Das Gummiseil schleppte er stolz hinter sich her, während Ludmilla ihm fröhlich nachwinkte.

Kapitel 3: Ein Wolkenfang voller Tücken

Am Teich angekommen, schob Hugo Frieda vorsichtig ins Wasser. Das Gummiseil war nun an Friedas Bug befestigt und das andere Ende hielt Hugo fest in der Pfote. Er ruderte hinaus, immer näher an den Himmel, so kam es ihm zumindest vor.

Über ihm schwebten die Wolken, träge und einladend. Hugo warf das Seil nach oben, aber es plumpste nur zurück ins Wasser. Nach dem dritten Versuch aber blieb das Seil an einem besonders dicken Wolkenzipfel hängen.

„Ha! Geklappt!“, rief Hugo und klatschte vor Freude in die Pfoten. Doch plötzlich begann Frieda zu hüpfen. Das Gummiseil zog sich, dehnte sich, und die Barche wurde wie ein Flummi durch den Teich katapultiert.

„Uuuiiii!“, quietschte Hugo, als er mit Frieda von einer Seite zur anderen schoss. Enten am Ufer lachten, die Frösche quakten wie verrückt, und Ludmilla tauchte neugierig aus dem Gebüsch auf.

„Das sieht eher nach einer Barche auf Reisen aus!“, rief sie lachend.

Hugo ruderte wie ein Weltmeister, versuchte, die Barche zu bremsen. Schließlich schaukelte Frieda direkt unter der Wolke, das Gummiseil spannte sich und hielt sie mitten im Teich fest. Die anderen Tiere standen staunend am Ufer und jubelten Hugo zu.

Kapitel 4: Die Barche über den Dingen

Jetzt hing Frieda, die Barche, schief und stolz wie ein Schiff auf hoher See. Das Gummiseil spannte sich vom Bug bis in den Himmel, wo es in der Wolke verschwand. Hugo war so stolz, dass er fast geplatzt wäre.

„Ich habe es geschafft!“, rief er. „Frieda ist die erste Barche, die an einer Wolke festgemacht wurde!“

Doch plötzlich bemerkte Hugo, dass eine kleine Maus am Ufer traurig dreinschaute. Es war Max, der eigentlich heute mit Hugo Boot fahren wollte.

„Tut mir leid, Max! Ich war so mit meinem verrückten Plan beschäftigt, dass ich dich vergessen habe“, sagte Hugo reumütig.

Max winkte ab. „Ist schon gut, aber... darf ich wenigstens mal mit dir hoch auf die Wolken-Barche?“

Natürlich war Hugo sofort wieder in seinem Element. „Na klar! Und alle anderen auch!“

Die Tiere bildeten eine lustige Karawane: Frösche, Enten, Eichhörnchen, sogar ein schüchterner Dachs. Sie kletterten vorsichtig zu Hugo und Frieda. Bald saßen sie alle zusammen in der Barche, schaukelten und nickten den Wolken zu.

Hugo verteilte seine Möhrchen und das Frühstücksbrot. Jeder bekam ein Stück, sogar die schüchterne Libelle, die sich sonst nie traut, mit anderen zu picknicken. Es wurde gesungen, gelacht und geträumt.

Kapitel 5: Das große Wolkenpicknick

Die Tiere fühlten sich wie Kapitäne auf einem Schiff über dem Alltag. Sie blickten nach unten auf den Teich, auf die Bäume und die kleinen Ameisen, die fleißig unterwegs waren. Die Sonne schickte goldene Strahlen durch das Gummiseil, das in der Wolke verschwand.

Irgendwann wurde das Gummiseil immer lockerer. Die Wolke wanderte langsam weiter und zog Frieda sanft mit sich. Die Barche schaukelte wie ein Kinderbett, und alle Tiere kichernden und sangen ein Lied über fliegende Boote und mutige Otter.

Als die Sonne unterging, wurde der Himmel violett und die Wolken färbten sich rosa. Hugo teilte die letzten Algenkekse großzügig aus. „Was ist das Schönste an so einem Tag?“, fragte Max.

Hugo überlegte nicht lange. „Wenn man etwas Verrücktes tut, aber niemanden vergisst – und alle zusammen sind!“

Alle nickten und aßen zufrieden weiter.

Kapitel 6: Ein Augenzwinkern der Nacht

Langsam wurde es dunkel. Die Tiere kuschelten sich aneinander, und Frieda schaukelte beruhigend. Am Himmel blinkten die ersten Sterne, und die Wolke, an der Frieda hing, wurde immer weicher und flauschiger.

Plötzlich erschien der Mond und grinste schief. „Na, ihr Abenteurer?“, flüsterte er. „Habt ihr heute genug Wolken erobert?“

Hugo zwinkerte dem Mond zurück. „Vielleicht. Aber morgen will ich mal sehen, ob man eine Barche auch an einem Stern festbinden kann!“

Die Tiere kicherten, und der Mond schickte silbrige Lichtflecken über den Teich. Die Wolke schwebte mit Frieda und all ihren Passagieren langsam zurück ans Ufer, wo jeder zufrieden nach Hause tapsen konnte.

Der Himmel zwinkerte ihnen zu, als wollte er sagen: „Hier oben wird es nie langweilig, solange es solche Otter gibt.“

Und Hugo, der großzügige, mutige Otter, schlief ein mit einem Lächeln – und träumte von neuen, verrückten Abenteuern.

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Bauschiger
Weich und dick, so wie viel Watte oder flauschiges Material zusammen.
Wattebäusche
Kleine, weiche Klümpchen aus Watte, die fluffig aussehen.
Glitzerte
Schimmerte oder funkelte im Licht wie kleine Sterne.
Klapprige
Alt und etwas kaputt, es wackelt und macht Geräusche.
Gummiseil
Ein elastisches Seil aus Gummi, das sich dehnen und zurückschnellen kann.
Flummi
Ein Ball, der sehr stark springt, wenn man ihn fallen lässt.
Karawane
Eine Gruppe von Tieren oder Leuten, die zusammen reisen.
Schaukelte
Hin und her bewegt, wie auf einer Schaukel oder in einem Boot.
Algenkekse
Kekse, die aus Algen gemacht sind, also aus Pflanzen aus dem Wasser.
Augenzwinkern
Ein kurzes Schließen eines Auges, um zu zeigen, dass man spaßt.

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