Teil 1: Ein neuer Freund
„Mama, Mami, warum hat der Junge da keine Beine?“ fragte Tim seine Mutter neugierig, als sie gemeinsam im Park spazieren gingen. „Das ist Felix, Schatz,“ antwortete Mama. „Er ist im Rollstuhl, weil seine Beine nicht so funktionieren wie deine.“
Tim schaute Felix mit großen Augen an. „Ist das schlimm, Mama?“ „Nein, das ist nicht schlimm, Liebling,“ sagte Mama sanft. „Felix kann vieles genauso machen wie du, nur auf eine andere Weise.“
Tim war immer noch neugierig. „Kann ich mit ihm spielen, Mama?“ „Natürlich, Tim,“ sagte Mama. „Aber frage ihn zuerst, ob er auch mit dir spielen möchte.“
Tim lief zu Felix, der gerade mit seinem Rollstuhl unter einem Baum im Schatten saß. „Hallo, ich heiße Tim. Möchtest du mit mir spielen?“ fragte er mutig. Felix lächelte. „Hallo Tim, ich bin Felix. Klar, ich spiele gerne.“
Teil 2: Die Rollstuhl-Rallye
„Was möchtest du spielen?“ fragte Tim. Felix überlegte kurz. „Wie wäre es mit einer Rollstuhl-Rallye?“ „Was ist das?“ fragte Tim neugierig. „Das ist wie ein Wettrennen, nur dass ich in meinem Rollstuhl fahre und du läufst,“ erklärte Felix.
„Das klingt toll!“ rief Tim begeistert. „Aber wie machen wir das?“ „Wir brauchen nur eine Start- und eine Ziellinie,“ sagte Felix. „Siehst du den großen Baum dort drüben? Das könnte unsere Ziellinie sein.“
Tim nickte eifrig. „Ich sehe ihn! Ich werde dahin laufen und du fährst mit deinem Rollstuhl. Bist du bereit?“ Felix grinste. „Auf die Plätze, fertig, los!“
Tim rannte so schnell er konnte, während Felix flink mit seinem Rollstuhl fuhr. Beide lachten und hatten viel Spaß. Am Ende erreichten sie den Baum fast gleichzeitig. „Das war ein tolles Rennen!“ rief Tim, außer Atem. „Du bist sehr schnell, Felix!“
Felix strahlte vor Freude. „Danke, Tim! Du bist auch schnell! Das hat wirklich Spaß gemacht.“
Teil 3: Freunde für immer
Nach dem Rennen setzten sich Tim und Felix unter den Baum. „Was machen wir jetzt?“ fragte Tim. „Möchtest du noch eine Runde spielen?“ „Klar,“ antwortete Felix. „Aber lass uns etwas anderes ausprobieren.“
„Wie wäre es, wenn du mir zeigst, wie dein Rollstuhl funktioniert?“ fragte Tim. „Gerne,“ sagte Felix. „Das hier sind die Räder, mit denen ich fahre. Und das ist das Polster, auf dem ich sitze. Ich kann mich damit drehen und wenden.“
Tim staunte. „Das ist ja cool! Kann ich auch mal probieren?“ „Natürlich,“ sagte Felix. „Setz dich einfach hin und ich zeige dir, wie man fährt.“
Tim setzte sich vorsichtig in den Rollstuhl und Felix erklärte ihm geduldig, wie man die Räder bewegt. „Du machst das super, Tim!“ lobte Felix. Tim strahlte vor Stolz.
Als es Zeit war, nach Hause zu gehen, sagte Tim zu seiner Mama: „Mama, Felix ist echt toll! Ich möchte wieder mit ihm spielen.“ Mama lächelte. „Das ist eine wunderbare Idee, Schatz. Ihr könnt euch jederzeit wieder im Park treffen.“
„Ja, das machen wir!“ rief Tim. „Tschüss, Felix! Bis bald!“ „Tschüss, Tim!“ antwortete Felix. „Ich freue mich schon aufs nächste Mal!“
Am Abend, als Tim sich fürs Bett fertig machte, dachte er an den Tag mit Felix. „Mama,“ sagte er leise. „Ich bin froh, dass ich Felix getroffen habe.“ „Ich auch, Schatz,“ sagte Mama und küsste ihn auf die Stirn. „Du hast heute etwas Wichtiges gelernt, das Freundschaft keine Grenzen kennt.“
Mit einem glücklichen Lächeln schlief Tim ein und träumte von neuen Abenteuern mit seinem Freund Felix.