Max war ein kleiner Junge, drei Jahre alt. Er hatte lockige, braune Haare und eine große, fröhliche Nase. Max lebte mit seiner Mama und seinem Papa in einem bunten Haus mit einem kleinen Garten. Jeden Morgen, wenn die Sonne aufging, sprang Max aus dem Bett und rief: „Mama, Mama! Ist es Zeit für Frühstück?“
„Ja, Max! Komm schnell, das Müsli ist fertig!“, rief die Mama zurück. Max liebte sein Müsli mit frischen Früchten. Heute gab es Bananen und Erdbeeren.
„Lecker!“, sagte Max mit vollem Mund. „Kann ich danach draußen spielen?“
„Natürlich! Aber vergiss deine Jacke nicht“, antwortete die Mama, während sie die Küche aufräumte.
Nachdem Max gefrühstückt hatte, zog er seine Lieblingsjacke an. Es war eine rote Jacke mit blauen Knöpfen. „Ich bin bereit!“, rief er und sprang zur Tür.
Im Garten blühte eine wunderschöne Blumenwiese. Max schloss die Augen und roch die Blumen. „Mmm, das riecht gut!“, lachte er. Plötzlich hörte er ein Geräusch. Es klang wie ein Kind, das weinte.
„Woher kommt das?“, fragte sich Max und folgte dem Geräusch. Er ging um die Ecke des Gartens und sah ein kleines Mädchen. Sie saß auf dem Boden und hatte Tränen in den Augen. „Hallo! Warum weinst du?“, fragte Max vorsichtig.
Das Mädchen sah auf und wischte sich die Tränen ab. „Ich heiße Mia. Ich kann nicht mit den anderen Kindern spielen. Ich habe einen Rollstuhl“, erklärte sie traurig.
Max schaute den Rollstuhl an. Er hatte so etwas noch nie gesehen. „Das ist ja cool!“, sagte er. „Ich kann dir helfen!“
„Hilfst du mir?“, fragte Mia überrascht.
„Ja! Lass uns zusammen spielen! Was magst du?“
Mia lächelte ein wenig. „Ich mag Puppen. Ich habe auch eine Puppe in meiner Tasche. Sie heißt Lilli.“
„Ich habe ein Auto!“, sagte Max. „Komm, lass uns ein Spiel machen!“
Max nahm sein kleines Auto und rollte es über die Wiese. „Vroom, vroom!“, machte er. „Das Auto fährt schnell!“
Mia lachte. „Ich will auch mitspielen!“
„Okay! Ich schiebe dich!“, rief Max und schob Mias Rollstuhl langsam über das Gras. „Jetzt sind wir ein Team!“
Sie fuhren zusammen über die Wiese. Max hatte viel Spaß und Mia auch. „Das macht Spaß!“, sagte Mia fröhlich. „Kann ich dein Auto mal halten?“
„Ja, hier!“, antwortete Max und gab ihr das Auto. „Fahr vorsichtig!“
Mia hielt das Auto in ihren Händen. „Ich mache es wie ein Rennen!“, rief sie und tat so, als würde sie das Auto steuern. Max klatschte in die Hände.
„Super! Du machst das toll!“
Nach einer Weile sagte Mia: „Ich kann nicht so schnell fahren wie die anderen Kinder. Sie rennen, und ich kann nur sitzen.“
Max überlegte kurz. „Das ist okay! Wir finden einen Weg, damit du auch Spaß haben kannst!“
„Wie denn?“, fragte Mia neugierig.
„Wie wäre es mit einem Wettrennen? Du in deinem Rollstuhl und ich laufe neben dir!“
Mia strahlte. „Das klingt super!“
Max stellte sich auf die Startlinie. „Bist du bereit?“
„Ja!“, rief Mia laut.
„Auf die Plätze, fertig, los!“, rief Max und rannte los. Sie fuhren zusammen, Mia lachte laut. Max hatte einen großen Schritt, aber er schaute immer wieder zurück zu Mia. „Du bist die Beste!“
Mia fühlte sich stark und schnell. Sie fuhr so schnell sie konnte. „Ich komme!“, rief sie und rollte fröhlich hinter Max her.
Als sie das Ende des Gartens erreichten, waren sie beide außer Atem. „Das war toll!“, sagte Max lachend. „Du bist ein richtiges Rennmonster!“
Mia lächelte glücklich. „Danke, Max! Du bist ein toller Freund.“
„Können wir morgen wieder spielen?“, fragte Max.
„Ja! Aber vielleicht können wir auch die anderen Kinder einladen!“, schlug Mia vor.
Das fand Max eine großartige Idee. „Ja! Dann können sie sehen, wie viel Spaß wir haben!“
Am nächsten Tag kamen einige Kinder aus der Nachbarschaft. Max stellte Mia allen vor. „Das ist meine Freundin Mia! Sie ist super im Spielen, auch wenn sie im Rollstuhl sitzt!“
Die anderen Kinder schauten neugierig. „Können wir mitspielen?“, fragten sie.
„Ja!“, rief Mia. „Ich habe tolle Spiele!“
Max und Mia erklärten den anderen Kindern, wie sie zusammen spielen konnten. Alle hatten Spaß, und niemand dachte an den Rollstuhl. Sie spielten mit Puppen, Autos und sogar ein Wettrennen, bei dem alle Kinder miteinander fuhren.
Als die Sonne unterging, saßen sie alle zusammen im Garten. „Das war der beste Tag!“, sagte Max. „Ich habe so viele Freunde!“
„Ich auch!“, freute sich Mia. „Danke, dass du mir geholfen hast, Max!“
„Kein Problem! Jeder kann spielen, egal wie!“, antwortete Max mit einem Lächeln.
So endete der Tag voller Lachen und Freundschaft. Max hatte gelernt, dass man mit ein bisschen Hilfe und viel Spaß gemeinsam alles erreichen kann. Und Mia wusste, dass sie immer Freunde finden würde, die sie so akzeptieren, wie sie ist.