Heute ist ein sonniger Morgen im Garten. Vier Freunde spielen zusammen. Emil, Ben, Mo und Timo sind die Gruppe. Sie sind alle vier Jahre alt. Sie tragen bunte Mützen. Sie lachen und bauen eine kleine Burg aus Kissen.
Plötzlich ruft Emil: „Mein roter Ball ist weg!“
„Ich habe ihn hier nicht gesehen“, sagt Ben.
„Wir suchen“, sagt Mo und klatscht in die Hände.
Timo holt sein kleines Notizheft. Er ist der Detektiv. Er schreibt gern auf. Er nimmt einen Stift. Er ist vorsichtig. Er sagt: „Ich mache Notizen.“
Die Freunde stehen still. Sie schauen mit großen Augen. Der Ball ist wichtig. Er ist rund und rot. Er macht fröhliche Geräusche beim Rollen. Jetzt ist er nicht da. Das ist das Rätsel.
Timo beginnt zu fragen. Er schreibt auf:
Datum: Heute
Fund: roter Ball
Letzter Ort: Burg aus Kissen?
„Wer hat den Ball zuletzt gesehen?“ fragt Timo.
Emil hebt die Hand. „Ich habe damit gespielt, dann habe ich Wasser geholt.“
Ben denkt nach. „Ich habe den Ball neben dem Busch gesehen.“
Mo zeigt auf die Schaukel. „Vielleicht ist er zur Schaukel gerollt.“
Timo nickt. Er zeichnet eine kleine Burg. Er malt einen Busch, eine Schaukel und den Teich.
„Wir suchen zusammen“, sagt Timo. „Aber wir sind vorsichtig. Wir gehen langsam. Wir fragen Mama, wenn wir etwas nicht wissen.“
Die Freunde finden das klug. Sie gehen los, Hand in Hand wie kleine Forscher.
Zuerst gehen sie zur Schaukel. Der Sand ist weich. Timo schaut unter die Schaukel. Er notiert: „unter der Schaukel: keine Spuren“. Mo lacht. „Nur Sand!“
Dann gehen sie zum Busch. Ben streicht mit der Hand über die Blätter. Er findet etwas Kleines: eine rote Feder. „Oh!“, sagt Ben. „Das ist nicht vom Ball.“
Timo schreibt: „Rote Feder bei Busch.“ Er denkt nach. „Vielleicht ein Vogel hat etwas verloren.“
Die Freunde gehen weiter zum kleinen Teich. Der Weg ist glitschig. Timo sagt: „Vorsichtig!“ Alle gehen langsam. Sie passen auf, nicht zu rennen. Das ist wichtig. Sicherheit zuerst.
Am Teich sieht Emil etwas Glänzendes. Es ist nicht der Ball, aber es ist spannend. Es ist ein kleiner Holzstab. „Sieht aus wie ein Stock“, sagt Mo. Timo schreibt: „Holzstab beim Teich.“ Er überlegt leise. „Manche Bälle schweben nicht. Manche rollen.“
Sie kehren zurück zur Burg. Plötzlich ruft Timo: „Hört! Plitsch!“ Alle hören ein kleines Geräusch. Es kommt von der Hütte der Katzen. Die Katze Mia liegt dort. Neben ihr liegen Buntstifte und ein Stück Stoff. Auf dem Stoff ist ein roter Fleck wie Farbe.
Emil kniet sich hin. Er sieht genau hin. „Vielleicht hat der Ball Farbe abbekommen“, sagt er vorsichtig.
Timo schreibt: „Stoff mit rotem Fleck bei Katzenhütte.“ Er fragt: „Hat jemand die Katze gesehen?“
Ben sagt: „Die Katze lief heute Morgen. Sie hat etwas in der Pfote.“ Er macht die Augen groß. „Sie hatte ein Stofftier.“
Die Freunde tauschen Blicke. Sie sind aufgeregt, aber nicht ängstlich. Timo schließt die Augen kurz. Dann sagt er ruhig: „Wir machen einen Plan. Wir prüfen drei Orte: Schaukel, Busch, Katzenhütte. Wir sammeln Spuren. Wir fragen Mama, ob sie hilft, die Katze anzusehen.“
Sie fragen Mama. Sie lächelt. „Gute Idee. Ich helfe euch. Wir prüfen vorsichtig, ohne die Katze zu stören.“ Mama holt ein kleines Tuch. Sie hält die Katze liebevoll. Die Katze schnurrt. Mia hat tatsächlich ein kleines Loch im Stofftier. Draußen liegt ein Stück roter Gummihülle. Es sieht wie Gummi aus.
Timo schreibt: „Gummi-Stück bei Katze.“ Er denkt. „Ein Ball kann Gummi haben.“
Jetzt sind alle gespannt. Sie suchen weiter hinter der Hütte. Unter einem kleinen Busch finden sie etwas Rundes. Es ist ein halber roter Ball. Er ist weich und hat eine kleine Beule. Emil jubelt: „Da ist er!“
Die Freunde klatschen in die Hände. „Hurra!“ ruft Mo. Timo macht ein letztes Notat: „Roter Ball: gefunden hinter Katzenhütte. Etwas aufgerissen. Katze hatte Gummistück.“ Er lächelt. „Problem gelöst. Wir waren vorsichtig. Wir fragten Mama. Wir haben Notizen gemacht.“
Emil umarmt seinen Ball. Er ist froh. Die Katze schnurrt und bekommt eine neue Decke. Mama näht das Stofftier der Katze. Sie erklärt sanft: „Wenn etwas kaputt geht, sagen wir es und helfen zusammen.“ Die Freunde nicken.
Am Abend sitzen sie im Kreis. Timo zeigt sein Notizheft. Er liest vor, was er geschrieben hat. Alle lachen. „Wir sind gute Detektive“, sagt Ben.
„Und wir sind vorsichtig“, sagt Mo.
„Und wir helfen immer“, fügt Emil hinzu.
Sie legen den Ball in die Mitte. Der Himmel wird orange. Die Freunde sagen „Gute Nacht“ zur Katze und zur Burg aus Kissen. Alles ist warm und sicher. Das Rätsel ist gelöst. Die Freunde fühlen sich stolz und glücklich.