Es war einmal ein kleiner Prinz namens Piko. Er lebte im Königreich Glitzerplumps. Dort kitzelte die Luft ein bisschen, als hätte sie Lachpulver gegessen.
Piko hatte eine neue rote Umhang-Cape. Sie war weich wie ein Kissen und glänzte wie eine Kirsche. Piko sagte: „Heute lerne ich Cape-Tanzen!“
Die Cape sagte leise: „Flatter-flatter. Aber bitte: vorsichtig fröhlich!“
Anfang
Im Schlosshof stand Meisterin Flirr, eine Feen-Lehrerin mit Brille, die immer ein bisschen schief saß. Neben ihr hüpfte ein kleiner Wolken-Hund. Er war rund wie ein Marshmallow und machte „Wuff-puff“.
„Guten Morgen, Prinz Piko“, sagte Flirr. „Beim Cape-Tanz gilt: Erst schauen, dann drehen.“
Piko nickte schnell. „Schauen. Drehen. Und… lachen?“
„Ja“, sagte Flirr. „Lachen gehört dazu.“
Flirr hob ihren Zauberstab. „Musik!“
Plopp! Ein Frosch-Orchester sprang aus einem Teekessel. „Quak-quak-trallala!“
Piko grinste. „Das ist lustig.“
Mitte
„Schritt eins“, sagte Flirr. „Cape umlegen. Tief einatmen.“
Piko legte die Cape an. „Hallo, Cape.“
„Hallo, Prinz“, flüsterte sie. „Nicht zu wild, ja?“
„Schritt zwei“, sagte Flirr. „Ein kleiner Dreh. Wie ein Kreisel, aber nett.“
Piko drehte sich. Die Cape machte „Fschhhh!“ wie eine freundliche Windmühle.
„Schritt drei“, sagte Flirr. „Ein großer Wirbel… aber nur, wenn du Platz hast.“
Piko schaute: links ein Blumentopf, rechts der Wolken-Hund, vorne eine Pfütze mit Glitzerfischen.
„Ich sehe Platz!“, rief Piko.
„Siehst du wirklich?“, fragte die Cape.
Piko machte trotzdem den großen Wirbel. Hui! Die Cape flatterte, kitzelte seine Nase und—HATSCHI!
Ein Zauber-Nieser! Aus der Cape sprangen lauter Seifenblasen-Kronen. Plopp! Plopp! Plopp!
Der Wolken-Hund bekam eine Krone auf den Kopf und sagte stolz: „Wuff-puff!“
Die Feenbrille rutschte noch schiefer. Flirr lachte: „Oh je, das ist… königlich schaumig!“
Piko blieb stehen. „Tut mir leid. Ich war zu schnell.“
Flirr kniete sich hin. „Alles gut. Niemand ist weg. Niemand ist verletzt. Wir machen es ruhig.“
Ende
„Jetzt machen wir den Vorsicht-Tanz“, sagte Flirr. „Schauen, lächeln, kleiner Dreh.“
Piko schaute. Piko lächelte. Piko drehte klein.
Die Cape schnurrte fast: „So ist es richtig.“
Das Frosch-Orchester spielte leiser: „Quak… quak… trallala…“
Die Seifenblasen-Kronen schwebten sanft nach oben und platzten wie kleine Küsse: pipp! papp! pupp!
Piko verbeugte sich. „Ich kann Cape-Tanzen!“
„Und du kannst vorsichtig fröhlich sein“, sagte Flirr.
Am Abend saß Piko im Schloss, eingekuschelt in seine Cape. Sie flüsterte: „Flatter-flatter. Gute Nacht.“
Und Piko schlief ein, mit einem ruhigen Lachen im Bauch.