Morgen auf dem Hof
Der Mann geht leise über den Hof. Die Sonne kitzelt sein Gesicht. Er heißt Jakob. Jakob ist Bauer. Er mag die Erde unter seinen Händen. Er mag die Tiere und die Pflanzen. Heute hat er eine wichtige Aufgabe. Ein Laden in der Stadt wartet auf frisches Gemüse.
Jakob atmet tief. Die Luft riecht nach Heu und feuchter Erde. Die Hühner gackern. Die Kuh muht leise. Ein Wind streicht durch die Blätter der Apfelbäume. Jakob zieht seine Gummistiefel an. Er nimmt seinen Korb.
Er geht zum Gemüsegarten. Die Karotten sind orange und dick. Die Salatblätter sind grün und frisch. Die Tomaten hängen rot und schwer an den Pflanzen. Jakob pflückt behutsam. Er prüft jede Pflanze. Er lächelt. "Gut gemacht", sagt er leise zur Erde.
Arbeit mit Herz
Jakob bringt die Gemüse zum Hof. Er wäscht alles mit klarem Wasser. Er schüttelt die Erde ab. Er ordnet die Karotten. Er sortiert die Tomaten. Er legt die Salate vorsichtig in den Korb. Seine Hände sind ruhig. Die Arbeit ist manchmal schwer. Jakob ist tapfer. Er zeigt Mut, wenn das Wetter wechselt oder wenn Tiere Hilfe brauchen.
Die Kühe brauchen frisches Wasser. Ein kleines Lamm sucht seine Mutter. Jakob hilft dem Lamm. Er spricht sanft: "Komm, kleiner Freund." Das Lamm wärmt sich an seinem Mantel. Jakob lächelt. Mut ist nicht laut. Mut ist helfen und bleiben.
Am Stall füttert Jakob die Hühner. "Brü-bru", gackern sie. Ein Küken pickt an einer Handvoll Körner. Jakob lacht leise. Die Sonne steigt höher. Er fühlt die Wärme so wie eine Decke.
Die Bestellung
Im Haus sitzt Jakob mit einem Zettel. Auf dem Zettel steht der Name des Ladens. Er schreibt die Stückzahlen. Zwei Körbe Karotten. Vier Kopfsalate. Sechs rote Tomaten. Jakob zählt noch einmal. Er prüft die Qualität. Er will nur das Beste geben.
Er packt die Kisten mit Sorgfalt. Die Tomaten kommen obenauf, weich und rund. Die Karotten liegen sicher im Stroh. Jakob bindet die Kiste mit einem Band. "Fertig", sagt er. Er stellt die Kisten auf den Wagen.
Der Nachbar hilft kurz mit dem Traktor. Zusammen fahren sie zur Scheune. Der Traktor brummt freundlich. Die Fahrt ist ruhig. Jakob schaut auf die Felder. Die Ähren wiegen sich. Alles sieht gesund aus. Er atmet zufrieden.
Ein kleiner Zwischenfall
Auf dem Rückweg bleibt der Traktor stehen. Ein Rad hängt im Matsch. Jakob steigt ab. Er schaut. "Huch", sagt er und staunt. Die Sonne scheint. Der Hof ist nah. Er nimmt eine Holzlatte. Er schiebt, zieht und hebt. Der Nachbar hilft mit einem Seil.
Die Arbeit dauert etwas länger. Jakob bleibt ruhig. Er atmet tief. Er denkt an die Menschen im Laden, die frisches Essen brauchen. Er denkt an die Kinder, die Tomaten lieben. Mut hilft ihm weiter. Gemeinsam schaffen sie es. Der Traktor kommt frei. Alle lachen auf. Dieses Lachen ist leicht und froh.
Abend auf dem Hof
Am Abend stehen die Kisten ordentlich im Laden des Dorfes. Die Verkäuferin bedankt sich. "Danke, Jakob", sagt sie. Die Sonne färbt den Himmel rosa. Jakob geht zurück über den Hof. Die Tiere sind ruhig. Ein Käuzchen ruft leise. Er gießt die Blumen am Haus. Die Hände sind müde, aber warm.
Jakob setzt sich auf die Stufen. Er schaut in den dunkler werdenden Himmel. Die Sterne kommen heraus wie kleine Lichter. Sein Herz ist zufrieden. Er denkt an den Tag. An die Arbeit, die Tiere, den Traktor und die Kisten. An den Moment, als alles wieder klappte.
Ein leises Kichern steigt in ihm auf. Dann ein richtiges Lachen. Es ist ein großes, befreiendes Lachen. Es klingt freundlich und beruhigend. Die Nacht umarmt den Hof. Jakob sagt: "Gute Nacht." Die Tiere murmeln. Die Sterne wachen. Die Welt ist ruhig und sicher.