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Geschichte der Raumfahrt 3/4 Jahre Lesen 6 min.

Mira und die Lichtfeder: Der Fluss unter den Sternen

Mira und ihre Crew fliegen zur Raumstation Aurum, die unter einer Kuppel einen echten Fluss bewahrt. Dort entdecken sie ein Problem mit dem Wasserfluss und arbeiten gemeinsam daran, eine Lösung zu finden.

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Mira, eine lächelnde, ruhige Frau mit kurzen braunen Haaren und rundem Gesicht, hält die Hände über einen kleinen klaren Wasserkanal und beobachtet, wie ein eingesetzter Filter grün anzeigt; hinter ihr steht Sela, etwa 30-jährige Pilotin mit zurückgebundenen Haaren und schlichter Pilotenkleidung, die mit einer kleinen gelben Lampe die Szene beleuchtet; Jano, etwa 30-jähriger Techniker mit leichtem Bart und Arbeitsanzug, öffnet eine Metallklappe am Kanalufer und reicht Werkzeuge; Nox, ein kleiner weißer Serviceroboter mit Rädern und großen blau leuchtenden Augen, fährt am Rand entlang und zeigt ein LED-Lächeln; Ort: großer runder Glaskuppeldom unter Sternenhimmel, heller Holzbo­den, gewundener kristallklarer Kanal mit runden Steinen und niedrigen Uferpflanzen, farbige Bedienfelder (grün, gelb) in der Wand; Situation: ruhige gemeinsame Reparatur — drei Erwachsene und ein Roboter wechseln einen Filter am Kanal, sanftes Licht, ruhige Gesten, warme, beruhigende Atmosphäre. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Mira war eine junge Frau mit kurzen Haaren und einem ruhigen Lächeln. Sie lebte in einer Stadt, in der die Nacht nie ganz dunkel war, weil am Himmel oft kleine Satelliten blinkten. Mira arbeitete auf einem Raumhafen. Dort roch es nach sauberem Metall und warmem Tee.

An diesem Morgen stand ihr Schiff bereit. Es hieß „Lichtfeder“. Es war nicht riesig, aber sehr klug. An der Seite glänzten Fenster wie runde Tropfen. Neben Mira warteten zwei Crew-Freunde: der Techniker Jano und die Pilotin Sela. Und natürlich war da Nox, der kleine Service-Roboter. Nox hatte weiche Rollen und Augen, die freundlich blau leuchteten.

„Bereit?“ fragte Sela.

„Bereit“, sagte Mira. Sie legte die Hand auf das Bedienfeld. Es fühlte sich glatt an, wie ein Stein im Fluss.

„Startprozedur“, sagte Nox. „Gurt prüfen. Luft prüfen. Lächeln prüfen.“

Mira lachte leise. „Lächeln ist da.“

Das Schiff summte. Erst leise, dann ein bisschen lauter. Dann glitt es nach oben, ganz sanft, als würde es von unsichtbaren Händen getragen. Die Erde wurde kleiner. Wolken wurden zu Watte. Das Meer wurde zu blauem Stoff.

Im All war alles still. Nicht traurig still, eher wie beim Einschlafen. Sterne standen überall. Mira schaute lange hinaus. „So viel Platz“, flüsterte sie.

„Und trotzdem sind wir zusammen“, sagte Jano. Er reichte ihr eine kleine Trinkkugel mit Wasser. Mira nahm einen Schluck. Es schmeckte frisch, wie Zuhause.

Ihr Ziel war eine Forschungsstation weit weg. Dort gab es einen großen, klaren Kuppel-Dom. Unter dem Dom sollte eine kleine, echte Flusslandschaft sein. Die Station hieß „Aurum“. Sie sammelte Licht und Wärme und machte daraus Luft, Wasser und Pflanzen. Es klang wie ein Wunder, aber es war gute Technik und viel Teamarbeit.

Als sie sich der Station näherten, blinkte ein ruhiges grünes Licht. „Andocken erlaubt“, sagte die Station mit einer freundlichen Stimme aus dem Funk.

Sela steuerte vorsichtig. Mira beobachtete die Anzeigen: Druck, Abstand, Geschwindigkeit. Alles war einfach dargestellt, mit Farben und kleinen Symbolen. Grün war gut. Gelb war vorsichtig. Rot kam heute nicht vor.

„Andockhaken ausfahren“, sagte Mira.

„Andockhaken ausgefahren“, antwortete Nox.

Ein sanftes „Klick“. Dann noch ein „Klick“. Das Schiff hielt fest. Mira atmete aus. „Gute Arbeit, alle.“

In der Station roch es nach warmem Holz und nach Blättern. Das war erstaunlich im All. Ein Team begrüßte sie: die Stationsleiterin Omae mit einem hellen Schal, und zwei Forschende, Timo und Leen. Alle winkten.

„Willkommen auf Aurum“, sagte Omae. „Kommt, wir zeigen euch den Dom.“

Sie gingen durch einen hellen Gang. Über ihnen liefen Lichtlinien wie kleine Sterne. Mira hörte das Summen von Maschinen, aber auch ein leises Plätschern. Es klang wie ein Geheimnis, das man teilen darf.

Dann öffnete sich eine Tür, und Mira blieb stehen. Vor ihr war der Dom. Er war groß und rund. Oben war klares Glas, durch das man den Sternenhimmel sehen konnte. Und darunter floss ein Fluss. Das Wasser war so klar, dass man die runden Steine sehen konnte. Kleine Pflanzen wuchsen am Ufer. Alles war ruhig und lebendig.

„Wow“, sagte Mira.

„Der Fluss hilft uns“, erklärte Omae. „Er bewegt das Wasser, er kühlt, er macht die Luft feucht. Und er macht uns froh.“

Mira kniete sich hin. Sie hielt ihre Hand über das Wasser. Es sah aus wie flüssiges Licht. Nox rollte neben sie.

„Wasser: sauber“, sagte Nox. „Geräusch: beruhigend.“

Plötzlich blinkte an Miras Armband ein gelbes Symbol. Nur gelb, nicht rot. Mira blieb ruhig. „Ein Sensor meldet: Wasserfluss etwas zu langsam.“

Leen nickte. „Das kann passieren, wenn ein Filter müde wird.“

„Dann machen wir das zusammen“, sagte Mira. „Nicht schnell, sondern ordentlich.“

Sie setzten kleine Schritte. Jano öffnete eine Klappe am Rand. Timo reichte ein neues Filterstück. Sela hielt die Lampe, damit alle gut sehen konnten. Nox zählte: „Eins. Zwei. Drei.“ Mira setzte das Teil ein, drehte es fest, so wie in der Anleitung. Alle schauten auf die Anzeige.

Das Symbol wurde grün.

„Geschafft“, sagte Leen.

„Geschafft, weil wir ein Team sind“, sagte Mira.

Später saßen sie am Fluss unter dem Dom. Sie tranken warmen Kräutertee aus sicheren Bechern. Der Himmel über ihnen war schwarz und voll von Sternen, aber hier unten war es hell und freundlich. Mira spürte die Wärme der Station und hörte das Plätschern. Es klang wie ein ruhiges Lied.

„Wir sollten ein Debriefing machen“, sagte Mira. „Ganz einfach. Was war gut? Was lernen wir?“

Alle nickten. Omae holte ein kleines Board. Mira sprach klar und sanft: „Gut war: ruhiger Start. Gutes Andocken. Gute Zusammenarbeit. Lernen: Filter früher prüfen.“

Sela sagte: „Und Pausen machen.“

Jano sagte: „Und immer Wasser trinken.“

Nox sagte: „Und Lächeln prüfen.“

Alle lachten leise. Mira schaute in den klaren Fluss. Sie sah ihr eigenes Gesicht und dahinter die Sterne, gespiegelt im Wasser. So weit weg und doch so nah.

„Morgen fliegen wir zurück“, sagte Omae. „Aber heute gehört uns der Fluss.“

Mira legte ihre Hand auf den warmen Boden. „Heute sind wir sicher“, sagte sie. „Heute sind wir zusammen.“

Der Fluss floss ruhig weiter, klar unter dem großen Dom, und die Station summte wie ein freundlicher Schlafton im weiten, stillen All.

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Raumhafen
Ein Ort, wo Schiffe ins All starten und landen.
Satelliten
Dinge, die im Himmel um die Erde fliegen und blinken.
Service-Roboter
Ein kleiner Helfer mit Rädern, der Dinge bringt und hilft.
Startprozedur
Die Reihen von Schritten, die man vor dem Start macht.
Andocken
Wenn ein Schiff sich vorsichtig an einen anderen Ort festmacht.
Andockhaken
Ein Haken, der das Schiff am Platz festhält.
Kuppel-Dom
Eine große runde Kuppel, die wie ein Schutzhaus ist.
Forschungsstation
Ein Haus, in dem Leute Sachen im All untersuchen.
Filter
Ein Teil, das schmutziges Wasser sauber macht.
Debriefing
Wenn alle zusammen sagen, was gut war und was man lernt.
Sensor
Ein kleiner Helfer, der Dinge wie Wasser oder Luft misst.
Teamarbeit
Wenn alle zusammen helfen und etwas gemeinsam machen.
Anzeige
Ein Bild oder Licht, das sagt, ob alles in Ordnung ist.

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