Kapitel 1: Ein Regen, der nicht aufhört
Max der kleine Hase wohnt mit seiner Familie in einem gemütlichen Bau am Waldrand. Max liebt es, draußen zu spielen. Er hüpft gern über die Wiese, sammelt Blumen und trifft seine Freunde. Max ist ein fröhlicher Hase. Doch heute ist Max nicht fröhlich. Heute ist Max ängstlich.
Draußen regnet es schon seit vielen Stunden. Die Tropfen klopfen an das Fenster. Es regnet und regnet und regnet. Der Himmel ist grau. Die Wiese ist nass. Der kleine Bach neben dem Bau wird immer größer. Max schaut aus dem Fenster. Er sieht, wie das Wasser steigt.
Plötzlich klopft Max' Herz ganz schnell. Er hat Angst. „Was, wenn der Bach zu groß wird? Was, wenn das Wasser in unseren Bau kommt? Was, wenn wir nirgends mehr hin können?“ Max' Ohren zittern ein bisschen. Seine Pfoten fühlen sich kalt an. Max hat Angst vor einer großen Überschwemmung. Er denkt an das viele Wasser und an seinen Bau. Er denkt an seine Familie.
Mama Hase bemerkt, dass Max Angst hat. Sie setzt sich neben ihn und streichelt seine langen Ohren. „Max“, sagt sie sanft, „du bist nicht allein. Wir sind zusammen. Wir passen aufeinander auf.“ Max hört Mama zu, aber sein Bauch fühlt sich trotzdem komisch an. Draußen regnet es immer noch.
Kapitel 2: Max spricht über seine Angst
Max kann nicht aufhören, an das Wasser zu denken. Seine Schwester Mia kommt zu ihm. „Max, willst du mit mir spielen?“ fragt Mia. Max schüttelt den Kopf. „Ich habe Angst vor dem vielen Wasser“, sagt Max leise. „Ich habe Angst, dass unser Bau überschwemmt wird.“
Mia setzt sich zu ihm. „Ich habe auch ein bisschen Angst“, sagt sie. „Aber wir sind zusammen. Mama und Papa sind bei uns. Wir passen aufeinander auf.“ Max fühlt sich ein bisschen besser, als Mia das sagt. Es hilft, über seine Angst zu sprechen. Es hilft, dass Mia auch ein bisschen Angst hat.
Mama Hase bringt Max und Mia einen warmen Tee. Sie lächelt. „Es ist normal, Angst zu haben, wenn etwas Neues passiert“, sagt sie. „Angst ist wie ein kleiner Freund. Sie will uns beschützen. Aber manchmal ist die Angst zu groß. Dann können wir darüber sprechen. Wir können gemeinsam überlegen, was wir tun.“
Max denkt darüber nach. Angst ist wie ein Freund? Das ist ein schöner Gedanke. Max schaut Mama an. „Was machen wir, wenn das Wasser wirklich kommt?“ fragt er. Mama zeigt auf den Notausgang im Bau. „Wir haben einen sicheren Weg. Wenn das Wasser kommt, gehen wir alle zusammen nach oben, auf den Hügel. Dort sind wir sicher. Wir sind vorbereitet.“
Max fühlt sich ein bisschen sicherer. Er weiß jetzt, dass seine Familie einen Plan hat. Er weiß, dass sie zusammen stark sind.
Kapitel 3: Gemeinsam stark sein
Draußen regnet es immer noch. Das Wasser im Bach ist hoch, aber es kommt nicht in den Bau. Max beobachtet, wie Papa Hase den Notausgang prüft. Mama sammelt alle zusammen: „Kommt, wir machen ein Spiel! Wir üben, wie wir schnell nach draußen gehen.“ Max, Mia, Papa und Mama laufen gemeinsam zum Notausgang. Sie lachen und hüpfen. Es ist wie ein Abenteuer.
Max merkt, dass es ihm besser geht, wenn er etwas tut. Er kann helfen. Er kann mitlaufen. Er kann aufpassen. Max fühlt sich stark. Er fühlt sich mutig. Max lacht zusammen mit seiner Familie. Das Wasser macht ihm jetzt nicht mehr so viel Angst.
Nach dem Spiel sitzen alle Hasen zusammen. Sie erzählen Geschichten. Mama zeigt, wie man tief atmet, wenn man Angst hat: „Einatmen, ausatmen. Ganz langsam. So wird man ruhig.“ Max probiert es aus. Er atmet tief ein und langsam wieder aus. Es fühlt sich gut an.
Mia sagt: „Max, du bist mutig! Du hast mit uns gesprochen. Du hast geholfen. Du hast mit uns geübt!“ Max lacht. Er klatscht in die Pfoten. Er fühlt sich wirklich mutig.
Kapitel 4: Die Sonne scheint wieder
Am nächsten Morgen ist der Regen vorbei. Die Sonne scheint durch das Fenster. Die Vögel zwitschern. Max läuft nach draußen. Die Wiese glitzert. Der Bach rauscht, aber das Wasser ist wieder kleiner. Max hüpft durch das Gras.
Er fühlt sich frei. Er fühlt sich glücklich. Er denkt an seine Angst. Die Angst ist noch da, aber sie ist kleiner. Max weiß jetzt: Wenn er Angst hat, kann er darüber sprechen. Er kann Mama und Mia fragen. Er kann tief atmen. Er kann helfen.
Max lernt: Angst ist normal. Jeder hat manchmal Angst. Aber Angst kann kleiner werden, wenn man darüber redet. Angst kann verschwinden, wenn man zusammen ist. Max ist stolz auf sich. Er hat seine Angst verstanden. Er hat seine Angst besiegt.
Max lächelt. Er weiß: Er ist stark. Er ist mutig. Und wenn er wieder Angst hat, weiß er, was er tun kann. Die Sonne scheint warm auf seinen Pelz. Max hüpft fröhlich davon. Alles ist gut.