Morgenmusik
Am Rand einer kleinen Stadt wohnt Luka, ein erwachsener Mann. Luka ist Musiker. Jeden Morgen hat er seinen kleinen Glücksbringer in der Tasche. Es ist ein glatter, warmer Stein mit einem winzigen Stern darauf. "Guten Morgen, kleiner Stern", sagt Luka und lächelt.
Musiker arbeiten mit Ohren, Händen und Herz. Luka atmet tief ein. Er macht seine Stimme warm. "La la la, mi mi mi", summt er leise. Warme Stimme ist gut für Lieder. Er trinkt Tee mit Honig. Er streckt die Arme. Er setzt sich gerade hin. Dann stimmt er seine Gitarre. "Pling, pling, pling", machen die Saiten. Ein Musiker stimmt sein Instrument, damit die Töne richtig sind.
Am Fenster singt ein Vogel. Luka hört zu. Hören ist wichtig. "Danke für dein Lied", flüstert er. Er zählt leise: "Eins, zwei, drei, vier." In der Musik gibt es einen Takt. Der Takt ist wie kleine Schritte. Eins, zwei, drei, vier. Das hilft beim Spielen. Luka lächelt. Heute spielt er im Park.
Im Park
Die Sonne ist weich. Die Wolken sind langsam. Luka legt den Glücksstein sicher in die Tasche. Er geht zum Park. Kinder, Mamas, Papas und Großeltern sitzen auf Decken. Ein kleiner Hund schläft. Alles ist ruhig und freundlich.
Luka stellt ein Mikrofon auf. Er probiert den Ton. "Eins, zwei", sagt er. "Klingt gut", sagt die Frau an der Technik. "Danke", sagt Luka. Musiker arbeiten oft mit anderen zusammen. Sie sagen bitte und danke. Sie hören zu und helfen.
Luka beginnt. "Wollt ihr mitklatschen? Ganz leise?" fragt er. Die Kinder klatschen sanft. Klatsch, klatsch. Luka spielt. "Wenn ich langsam spiele, ist es wie eine Wolke." Er streicht die Saiten weich. "Wenn ich schneller spiele, hüpfen wir wie kleine Bälle." Die Finger tanzen. Die Musik erzählt eine kleine Geschichte.
Einmal rutscht eine Saite ein wenig. "Oh!" sagt ein Kind. Luka lächelt. Er tippt auf seine Tasche. Der kleine Stern ist da. Alles ist gut. Er stimmt die Saite schnell. "Pling, pling." Dann singt er weiter. Ein Musiker übt viel. Ein Musiker bleibt ruhig. Ein Musiker macht Pausen und atmet.
Zwischen den Liedern erklärt Luka: "Ein Lied hat Anfang, Mitte und Ende. Wie ein Spaziergang. Erst losgehen. Dann schauen. Dann heimkommen." Die Leute nicken. Ein kleines Kind hat einen offenen Schuh. Luka kniet sich hin und hilft. "Danke", sagt das Kind. Freundlichkeit macht die Musik warm.
Abendlied
Nach dem Konzert sagt Luka zu allen: "Danke, dass ihr zugehört habt." Ein Musiker teilt Musik. Er lernt und er schenkt. Luka wischt seine Gitarre sauber. Pflege ist wichtig. Er faltet den Notenständer. Er trinkt Wasser. Ruhe ist auch Arbeit.
Zu Hause ist es still. Der Himmel wird dunkelblau. Luka setzt sich ans Fenster. Er legt den kleinen Stern auf den Tisch. "Heute war schön", flüstert er. Er summt ein leises Lied. "La la la, leise, leis." Er zählt noch einmal: "Eins, zwei, drei, vier." Der Takt ist wie ein ruhiges Herz.
Musik kann trösten. Musik kann lächeln. Musik hört zu. Luka deckt sich zu. Er legt den Glücksstein neben das Bett. "Gute Nacht, kleines Lied", sagt er. "Gute Nacht, Stadt." Die Sterne funkeln wie kleine Noten. Alles ist sanft. Alles ist gut.