Kapitel 1: Die Überraschung am Morgen
Papa Tom steht in der Küche. Er macht das Frühstück. Sein kleiner Sohn Leo sitzt am Tisch. „Papa, gibt es heute Müsli mit Banane?“ fragt Leo. Papa Tom lacht: „Ja, Leo! Heute gibt es Müsli mit Banane, so wie du es magst.“
Tom schneidet die Bananen in kleine Stücke. Plötzlich klingelt das Telefon. Tom hebt ab und hört zu. Sein Gesicht verändert sich. Er sieht nicht mehr fröhlich aus.
Leo schaut Papa an. „Papa? Was ist los?“
Tom seufzt. „Oh Leo, heute muss ich zur Arbeit gehen. Eigentlich wollte ich mit dir auf den Spielplatz. Ich bin ein bisschen traurig und auch ein bisschen wütend.“
Leo guckt Papa an. „Wütend, Papa? Warum bist du wütend?“
Tom setzt sich zu Leo. „Manchmal, Leo, fühle ich mich wütend, wenn etwas nicht so läuft, wie ich will. Ich wollte mit dir spielen. Jetzt geht das nicht. Das macht mich wütend.“
Leo nickt. „Ich bin auch manchmal wütend.“
Tom nimmt Leos Hand. „Das ist ganz normal, Leo. Jeder ist manchmal wütend.“
Kapitel 2: Die wütende Banane
Tom schaut auf die Banane. „Stell dir vor, Leo, die Banane wäre auch wütend, weil sie geschnitten wird. Vielleicht ruft sie: ‚Oh nein, ich wollte doch ganz bleiben!‘“
Leo lacht. Die Banane kann natürlich nicht sprechen, aber Tom macht eine lustige Stimme.
Tom sagt: „Banane, was können wir machen, damit du dich besser fühlst?“
Leo überlegt. „Vielleicht nehmen wir die Banane in den Arm.“
Tom umarmt Leo und tut so, als wäre er die Banane. Sie lachen beide.
Tom sagt: „Weißt du, Leo, wenn ich wütend bin, hilft es mir, tief zu atmen. Magst du mit mir atmen?“
Leo nickt. Sie atmen gemeinsam tief ein und aus.
Tom lächelt. „Jetzt geht es mir ein bisschen besser. Und dir?“
Leo sagt: „Mir geht's auch besser, Papa.“
Kapitel 3: Die Wut wird kleiner
Tom steht auf und zieht seine Jacke an. „Ich bin immer noch ein bisschen wütend, aber jetzt ist es nicht mehr so schlimm.“
Leo gibt Tom einen Kuss auf die Wange. „Bis später, Papa! Ich warte auf dich.“
Tom lächelt. „Danke, Leo. Gefühle kommen und gehen. Aber ich komme immer wieder zu dir zurück.“
Leo winkt, als Tom zur Tür geht. „Tschüss, Papa! Ich hab dich lieb.“
Tom winkt zurück. „Ich hab dich auch lieb, Leo.“
Leo sitzt am Tisch und denkt: Wut fühlt sich manchmal groß an. Aber wenn man darüber spricht, wird sie kleiner.
Am Abend spielen Leo und Papa Tom dann doch noch zusammen. Beide sind glücklich.
Ende.