Kapitel 1: Der kleine Wolf und das große Spiel
Der kleine Wolf Leo sitzt auf seinem Bett. Seine Pfoten zittern ein wenig. Heute ist ein besonderer Tag. In der Schule gibt es ein großes Memory-Spiel. Alle Kinder dürfen mitmachen. Leo freut sich, aber er hat auch Angst.
„Was ist, wenn ich verliere?“ fragt sich Leo leise. Seine Mama kommt ins Zimmer. Sie sieht, dass Leo traurig ist.
„Was ist los, mein Liebling?“ fragt Mama sanft und streichelt Leos Kopf.
Leo sagt: „Ich habe Angst vor dem Spiel. Ich will gewinnen. Aber was, wenn ich verliere? Dann bin ich traurig.“
Mama lächelt. „Leo, du bist mutig, auch wenn du Angst hast. Jeder darf Fehler machen. Versuch es einfach.“
Leo nickt. Aber in seinem Bauch kribbelt es noch ein bisschen.
Kapitel 2: Das Spiel beginnt
In der Schule sitzen alle Kinder im Kreis. Der Lehrer Herr Fuchs erklärt die Regeln. „Jeder darf einmal dran kommen. Wir helfen uns gegenseitig. Wichtig ist, Spaß zu haben!“
Leo schaut seine Freunde an. Neben ihm sitzt Mia, das kleine Kaninchen. Auch Mia sieht ein bisschen nervös aus.
„Ich habe Angst, dass ich die Karten nicht finde,“ flüstert Mia.
Leo flüstert zurück: „Mir geht es genauso. Vielleicht helfen wir uns?“
Mia nickt. „Ja, das ist gut!“
Als Leo an der Reihe ist, klopft sein Herz schnell. Er dreht eine Karte um. Dann noch eine. Die Karten passen nicht zusammen. Einige Kinder kichern.
Leo wird rot und will am liebsten weglaufen. Aber da sagt Herr Fuchs: „Das ist nicht schlimm, Leo. Du hast es probiert. Das ist toll!“
Leo lächelt ein bisschen. Mia klatscht leise in die Pfoten. „Du hast es versucht, Leo! Ich bin stolz auf dich.“
Jetzt ist Mia dran. Sie findet ein Pärchen. Aber sie findet auch eine Karte nicht. Leo klatscht für Mia. „Du bist toll, Mia!“
Alle Kinder lachen freundlich. Das Spiel macht Spaß, auch wenn nicht alle gewinnen.
Kapitel 3: Gemeinsam stark
Nach dem Spiel sitzen Leo und Mia auf der Bank. Leo fühlt sich besser. Er sagt: „Es ist gar nicht schlimm, wenn ich verliere. Ich habe Spaß mit euch.“
Mama holt Leo ab. „Na, wie war das Spiel?“, fragt sie.
Leo sagt: „Ich habe nicht gewonnen, aber ich hatte Spaß. Und ich habe Mia geholfen. Das war schön!“
Mama nimmt Leo in den Arm. „Das freut mich sehr. Es ist wichtig, dass wir freundlich zu uns selbst sind. Jeder macht Fehler. Aber wir können es immer wieder versuchen.“
Leo nickt. „Wenn ich Angst habe, atme ich tief ein und aus. Dann erzähle ich dir davon. Oder ich frage Mia um Hilfe.“
Mama lächelt. „Das ist eine gute Idee. Du bist mutig, Leo. Und du bist nie allein.“
Leo fühlt sich jetzt stark und mutig. Er weiß: Angst ist normal. Aber zusammen mit Freunden und mit Mama kann er alles schaffen.
Am Abend kuschelt sich Leo ins Bett. Er ist stolz auf sich. Morgen ist wieder ein neuer Tag. Und Leo weiß: Er kann alles probieren, ganz langsam, mit Mut und mit einem Lächeln.