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Geschichte über eine Kinderangst 3/4 Jahre Lesen 5 min.

Emil und das Abenteuer in der Nacht

Emil hat Angst vor den seltsamen Geräuschen in der Nacht, aber mit der Hilfe seiner Mutter und einer Lampe lernt er, mutig zu sein und dass das Haus lebendig ist. Gemeinsam geben sie den Geräuschen lustige Namen und finden Wege, die Angst zu überwinden.

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Ein 4-jähriger Junge mit großen, leuchtenden Augen und zerzausten blonden Haaren liegt in seinem Bett, umgeben von Plüschtieren. Er hat einen neugierigen und etwas ängstlichen Ausdruck und hält eine kleine Lampe, die sein Gesicht beleuchtet. Neben ihm sitzt seine Mama, eine Frau in den Dreißigern mit braunen Haaren und Brille, lächelnd und beruhigend, und spricht sanft mit ihm. Das Zimmer ist warm, mit hellblauen Wänden, goldenen Sternen an der Decke und einem flauschigen Wolkenteppich. Bunte Spielzeuge liegen auf dem Boden verstreut, und ein Fenster lässt sanftes Mondlicht herein. Die Hauptsituation zeigt den Jungen, der aufmerksam den geheimnisvollen Geräuschen der Nacht lauscht, während er sich dank der Anwesenheit seiner Mama und dem Licht seiner Lampe sicher fühlt. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Die seltsamen Geräusche

„Mama, ich habe Angst“, flüstert Emil und zieht die Decke bis zum Kinn. „Es macht bumm-bumm und krr-krr im Dunkeln. Was ist das?“

Mama setzt sich leise zu Emil aufs Bett. „Hörst du die Geräusche wieder, mein Schatz?“ fragt sie sanft.

Emil nickt. „Ja, immer wenn es dunkel ist. Es klingt so komisch. Ich mag das nicht.“

Mama streicht Emil über die Stirn. „Manchmal macht das Haus Geräusche, wenn alle schlafen. Die Heizung macht pff-pff, der Wind sagt hu-hu. Das Haus ist dann nicht böse, es ist einfach lebendig.

Emil schaut Mama an. „Aber was, wenn da ein Monster ist?“

Mama lächelt. „Weißt du, ich habe noch nie ein Monster gesehen. Aber ich weiß, dass unser Haus sicher ist. Ich bin hier, und Papa ist hier. Wir passen auf dich auf.“

Emil schmiegt sich an Mama. „Aber es ist so dunkel. Ich sehe nichts.“

Mama steht auf und holt Emils kleine Lampe. Sie schaltet sie ein. „Siehst du? Deine Lampe macht es hell und freundlich. Die Monster haben keine Lust auf Licht.“

Emil lächelt ein bisschen. „Die Lampe leuchtet schön. Aber das Krr-krr ist trotzdem da.“

Mama nickt. „Das ist in Ordnung, Emil. Wir hören zusammen zu. Manchmal hilft es, wenn man den Geräuschen Namen gibt. Wie könnte das Krr-krr heißen?“

Emil überlegt. „Vielleicht… Krrli, der kleine Hauswichtel?“

Mama lacht leise. „Krrli ist ein lustiger Name. Vielleicht will er uns nur Gute Nacht sagen.“

Emil lächelt. „Hallo Krrli. Gute Nacht.“

Mama gibt Emil einen Kuss. „Gute Nacht, mein Schatz. Ich bin ganz in der Nähe.“

Emil schließt die Augen und hört das Krr-krr noch einmal. Aber jetzt klingt es gar nicht mehr so unheimlich.

Kapitel 2: Emils Zaubertrick

Am nächsten Abend liegt Emil wieder im Bett. Plötzlich macht es bumm-bumm.

Emil ruft: „Mama, das bumm-bumm ist wieder da!“

Mama kommt und setzt sich zu ihm. „Wollen wir zusammen lauschen?“

Emil nickt. Gemeinsam hören sie zu.

„Das bumm-bumm klingt wie ein Herz“, sagt Mama.

Emil legt die Hand auf seine Brust. „Mein Herz macht auch bumm-bumm.“

Mama lächelt. „Genau. Vielleicht ist das Haus auch ein bisschen aufgeregt.“

Emil lacht. „Das Haus hat ein Herz! Und Krrli wohnt darin.“

Mama nickt. „Wenn du Angst hast, kannst du ganz fest deine Hand auf dein Herz legen und tief ein- und ausatmen. Wollen wir das probieren?“

Emil legt die Hand auf sein Herz. Sie atmen zusammen tief ein.

„Ein… und aus…“, sagt Mama ruhig.

Emil fühlt, wie sein Herz ruhiger wird. „Das fühlt sich gut an, Mama.“

„Immer wenn du Angst hast, kannst du das machen. Du bist stark, Emil. Und du bist nicht allein.“

Emil strahlt. „Ich bin stark. Und ich habe meine Lampe. Und Krrli ist freundlich.“

Mama nickt. „Und du kannst mich immer rufen. Ich bin da.“

Emil kuschelt sich in seine Decke. „Gute Nacht, Mama. Gute Nacht, Krrli.“

Mama gibt ihm einen Kuss. „Gute Nacht, mein starker Emil.“

Kapitel 3: Emils neue Nacht

In der nächsten Nacht wacht Emil kurz auf. Es ist dunkel.

Drinnen macht es krr-krr und bumm-bumm.

Emil setzt sich auf. „Hallo Krrli! Hallo Hausherz! Ich habe keine Angst. Ich atme tief ein und aus.“

Emil legt die Hand auf sein Herz und atmet langsam.

„Ich bin stark. Mama ist da. Papa ist da. Das Haus passt auf mich auf.“

Emil schaltet seine Lampe an. Das Licht ist warm und weich.

Er lächelt. „Es ist alles gut. Ich kann wieder schlafen.“

Emil legt sich hin, schließt die Augen und hört noch einmal das Krr-krr.

„Gute Nacht, Krrli“, flüstert er.

Bald schläft Emil ruhig ein.

Am Morgen lacht die Sonne durch das Fenster.

Mama kommt ins Zimmer. „Guten Morgen, Emil! Wie hast du geschlafen?“

Emil springt aus dem Bett. „Mama, ich habe keine Angst mehr! Ich habe mit Krrli geredet und mein Herz gestreichelt!“

Mama nimmt Emil in den Arm. „Ich bin so stolz auf dich, Emil. Du bist mutig und klug.“

Emil strahlt. „Ich bin stark. Und ich kann immer mit dir reden, wenn ich Angst habe.“

Mama nickt. „Genau, mein Schatz. Zusammen schaffen wir alles.“

Und Emil weiß: Mit Mama, einer Lampe und ein bisschen Mut sind sogar die seltsamsten Geräusche gar nicht mehr schlimm.

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Flüstert
Leise sprechen, damit nur jemand in der Nähe es hören kann.
Komisches
Etwas, das seltsam oder merkwürdig ist.
Lebendig
Etwas, das Leben hat oder sich bewegt.
Schmiegt
Sich an jemanden oder etwas drücken oder legen, um sich wohlzufühlen.
Herz
Das Organ im Körper, das Blut pumpt und auch für Gefühle steht.
Murmeln
Leise und unverständlich sprechen.
Heizung
Ein Gerät, das einen Raum warm macht.

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