Es war einmal eine kleine Glocke. Sie hieß Lila. Lila wohnte in einer weichen Kiste. Heute war Abend. Es war Heiligabend. Draußen fiel Schnee. Leise, leise, schnee, schnee, schnee.
Im Zimmer stand ein Tannenbaum. Der Baum roch gut. Kleine Kerzen standen still. Warmes Licht. Leise, leise, licht, licht, licht.
Lila wollte klingen. "Darf ich an den Baum?" fragt Lila. "Ja, komm zu mir", sagt der Baum. Eine Hand nahm Lila sanft. Ein Band war da. Das Band war kurz. "Oh", sagt Lila. "Alles gut", sagt der Baum. Ein kleiner Stern sah das Band. "Ich helfe", sagt der Stern. Er hielt das Band. Die Hand band es fest. Nun hing Lila schön.
"Kling, kling, kling", macht Lila. "Ding, ding, ding", lachen die Kerzen. "Kling, kling, kling", sagt der Baum. Leise, leise, kling, kling, kling.
Ein Kind kam nah. Es sah Lila. Die Augen waren hell. "Hallo, Lila", sagt das Kind. "Hallo", sagt Lila. Das Kind tippte ganz sacht. Lila sang weich. Die Kerzen leuchteten warm. Der Schnee fiel still. Leise, leise, schnee, schnee, schnee.
Alle waren nah. Alle waren froh. Das Zimmer war hell. Das Herz war ruhig. Es war Nacht. Die Glocke klang sanft. Leise, leise, kling, kling, kling.
Zusammen sein ist gut und warm.