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Geschichte eines Außerirdischen 7/8 Jahre Lesen 13 min.

Kiki und der leuchtende Glub-Samen

Die kleine Teekanne Kiki wird zum Austausch mit den Freundlichen von Glub-9 eingeladen; auf ihrer Reise lernt sie durch Lieder, Aufgaben und ein leuchtendes Samenchen Mut, Geduld und Freundlichkeit.

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Kiki ist eine runde, cremefarbene anthropomorphe Teekanne mit glänzenden runden Augen, lächelndem Schnabel und Henkel wie einem Arm; sie ist erstaunt und leicht nervös, hält zart ein kleines leuchtendes Körnchen in ihrer Kelly und steigt in eine transparente Raumblase. Lumi, ein freundlicher, kieselrunder außerirdischer mit silberner Haut und blau schimmernden Mustern, schwebt links und reicht einen feinen Tentakel zur Hilfe. Pipo, ein schelmischer grüner Tropfen mit langen, flexiblen Antennen, kichert und justiert die Blase hinter Lumi. Sora, eine blassrosa, leuchtende Kreatur mit tropfenförmigen Augen und wohlwollendem Gesicht, steht rechts nahe Kiki und hält ein glänzendes Notenblatt. Im Hintergrund neigen sich eine alte Garten-Gießkanne und eine Laternenpflanze mit gelben Blütenblättern wie zum Gruß; ein kleiner roter Marienkäfer fliegt am Rand des Beet-Randes. Schauplatz: Garten in der Dämmerung mit goldenem Abendlicht, roten Rosen, glänzenden grünen Blättern und funkelndem Gras; die transparente Raumblase ist mit winzigen Sternen gefüllt, die die Szene spiegeln. Szene: interstellarer Austausch — Kiki besteigt die freundliche Blase, das leuchtende Körnchen in ihrer Kelly blinkt, die drei lächelnden Aliens empfangen sie zu einer kurzen, warmen Reise. Stil: klare Manga-Linien, warme gesättigte Farben, weiche Texturen, zarte magische Atmosphäre. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Abend im Garten

Die kleine Teekanne namens Kiki stand auf dem Gartentisch. Sie hatte zwei runde Augen, einen fröhlichen Schnabel und eine winzige Kelle wie einen Arm. Wenn der Wind spielte, wippten ihre Henkel wie Arme, und wenn jemand sie anfasste, summte sie leise vor Vergnügen. Kiki liebte den Garten besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht goldgelb wurde und die Blumen wie Laternen glänzten.

An diesem Abend war Kiki besonders aufgeregt. Ein Brief aus der Sternenpost lag neben ihr: „Herzlichen Glückwunsch! Du bist ausgewählt für den Austausch mit den Freundlichen von Glub-9.“ Kiki prickelte vor Neugier. Glub-9! Das klang nach funkelnden Planeten, fremden Geräuschen und köstlichen Pflanzengetränken. Kiki war zwar klein, aber sie träumte schon lange von Reisen und neuen Freunden.

„Was, eine Reise?“ fragte die Gartenschubkarre, die nahe stand. „Aber abends ist es dunkel!“

„Das ist gerade gut“, antwortete Kiki und blickte zum Himmel. Die ersten Sterne blitzten. „Die Freundlichen mögen abendliche Gespräche.“

Kiki holte tief durch – so tief, wie eine Teekanne eben atmen konnte – und begann sich bereit zu machen: Sie polierte ihren Deckel, übte ein freundliches Blubbern und legte ein Blatt Lieblingstee in ihren Bauch, um sich zuhause zu fühlen. Ihre Freunde im Garten kamen, um sie zu verabschieden: die Laternenpflanze flüsterte gute Wünsche, der Marienkäfer wünschte Glück, und die alte Gießkanne gab ihr einen leichten Stoß.

„Denk an Durchhaltekraft“, sagte die Gießkanne ernst. „Reisen sind schön, aber manchmal etwas schwierig. Bleib freundlich.“ Kiki nickte. Sie mochte das Wort „Durchhaltekraft“; es klang wie ein starkes Lied.

Die Ankunft der Besucher

Plötzlich wurde der Garten von einem sanften Summen erfüllt. Ein Licht, so weich wie Milch, senkte sich zwischen die Rosen. Vor Kiki schwebte ein kleines, glänzendes Fahrzeug, das wie eine Blase aussah. Aus der Blase strömten drei Gestalten: rund wie Kiesel, mit funkelnden Mustern und langen, dünnen Fühlern. Sie sahen weder gruselig noch seltsam aus; sie schauten eher, als könnten sie ein Stück vom Himmel mitgebracht haben.

„Willkommen, Kiki“, sagte die mittlere Gestalt mit einer Stimme wie Windglocken. „Wir sind die Freundlichen. Ich heiße Lumi, das ist Pipo und das ist Sora.“

Kiki verbeugte sich mit ihrem Schnabel. „Ich heiße Kiki. Ich freue mich sehr!“

„Wir kommen im Austausch“, erklärte Pipo. „Wir wollen lernen, wie ihr bei Sonnenuntergang Tee trinkt, und wir bringen euch das Lied des Glub-Baumes bei.“

„Und wir haben ein Geschenk“, fügte Sora hinzu und reichte Kiki ein kleines, leuchtendes Körnchen. Es sah aus wie ein winziger Stern. „Ein Glub-Samen. Er leuchtet, wenn du lachst.“

Kiki hielt das Körnchen vorsichtig mit ihrer Kelle. Es prickelte kurz, dann strahlte es so warm, dass Kiki laut lachen musste. Das Samenlicht tanzte auf ihrer Oberfläche. Im Garten klatschten die kleinen Tiere vor Freude.

„Komm mit uns“, lud Lumi ein. „Wir haben eine kleine Blase für dich gebaut. Sie ist sanft und sicher.“

Kiki schaute in den Garten, wo die Schatten langsam länger wurden. Der Mond begann, seine silberne Schale zu zeigen. Kiki spürte ein Ziehen im Inneren – nicht Angst, eher ein aufregendes Kitzeln. Sie dachte an die Worte der Gießkanne: Bleib freundlich. Sie atmete tief und stieg in die Blase.

Die Blase hob sich wie eine Seifenblase, die mit Sternen gefüllt war. Kiki fühlte den Wind, aber es war kein kalter Wind; es war wie eine warme Decke, die sie zärtlich festhielt. Durch das Glas sah sie den Garten kleiner werden: die Laternenpflanze, die Rosen, die Gießkanne, die winkte. Kiki blubberte glücklich.

„Das ist ein Austausch“, flüsterte Pipo. „Wir lernen, ihr lernt.“

„Und wir singen“, murmelte Sora, die das leuchtende Körnchen in der Hand hielt wie ein Fernglas.

Unter dem Glub-Himmel

Die Reise war kurz, aber sie fühlte sich wie eine ganze Nacht. Die Blase schwebte vorbei an Sternfeldern, die wie Schneeflöckchen funkelten. Die Freundlichen erklärten alles mit einfachen Zeichen und leisen Tönen. Sie zeigten Bilder ihrer Städte, die aus weichen Hügeln bestanden, und Bäume, die Glub-Bäume hießen. Jeder Glub-Baum hatte viele bunte Blätter, die bei Berührung Musik machten.

Die Blase landete sanft in einer Wiese voller leuchtender Gräser. Die Luft roch nach warmem Honig und frischem Papier. Vor ihnen stand ein Baum, anders als jeder, den Kiki kannte: Er war rund wie ein Quellfels, mit Blättern, die wie kleine Scheiben klingelten. Die Freundlichen lächelten.

„Hier singen die Blätter“, sagte Lumi. „Wenn ihr sie berührt, teilen sie Geschichten.“

Kiki trat vorsichtig näher. Sie streckte ihre Kelle aus und berührte ein Blatt. Es machte ein klares, fröhliches Klingeln, wie ein Glockenspiel. Plötzlich hörte sie kleine Bilder in ihrem Kopf: eine Nacht, in der sie auf dem Gartentisch tanzte; die Laternenpflanze, die ihr Licht entfaltete; die Gießkanne, die Regenherzen gegossen hatte. Die Bilder waren freundlich. Kiki lachte, und das Glub-Samenkorn in ihrer Hand glühte hell.

„Das ist schön“, flüsterte Pipo. „Die Blätter teilen Erinnerungen und Mut.“

„Mut?“ fragte Kiki.

„Ja“, sagte Sora. „Mut hilft, auch wenn Dinge unbekannt sind. Es bedeutet weiterzumachen. So wie du gekommen bist.“

Kiki spürte eine Wärme im Inneren, eine Art leises Trommeln, das wie ein kleines Lied klang. Sie dachte an die Gießkanne, an die Laternenpflanze, an die Rosen. Durchhalten. Die Bedeutung war klar: Nicht aufgeben, auch wenn etwas neu oder schwierig ist.

„Wollen wir deine Aufgabe sehen?“ fragte Lumi und deutete auf einen kleinen Hügel mit einer silbernen Platte.

Auf der Platte lagen drei kleine Rätselsteine. „Das ist die Aufgabe der Austauschenden“, erklärte Pipo. „Sie zeigt, wie ihr Freundlichkeit teilt.“

Kiki senkte sich hin und betrachtete die Steine. Jedes Rätsel war einfach, aber nicht sofort lösbar. Der erste Stein flüsterte: „Teile ein Lachen.“ Der zweite sagte: „Finde das verlorene Licht.“ Der dritte murmelte: „Bringe neue Musik.“

Kiki schloss ihre Augen. Für „Teile ein Lachen“ erinnerte sie sich an einen Witz, den die Marienkäfer immer erzählten. Sie blubberte ihn, und bald lachten alle – sogar die Blätter summten mit. Das Glub-Samenkorn schimmerte.

„Das Licht…“, murmelte Kiki und ging zum Rand eines kleinen Teiches. Eine winzige Sternfischeinlage leuchtete schwach. Kiki pustete einen leichten Dampf aus ihrem Schnabel, genau wie beim Abkühlen von Tee. Der Dampf war warm und soft. Er verband sich mit dem Wasser und machte es hell wie ein kleines Abendfenster. Das verlorene Licht kehrte zurück.

„Und die Musik?“ fragte Sora. Kiki nahm ein Blatt des Glub-Baumes. Sie schlug leicht darauf wie auf eine Trommel. Das Blatt antwortete mit einer Melodie, so zart und klar wie ein Glückshirn. Kiki summte dazu, und die Melodie verwandelte sich in ein Lied, das alle Spacer und Pflanzen mitsangen.

Als Kiki das Lied beendet hatte, glühten die drei Rätselsteine hell. Die Freundlichen applaudierten mit ihren Fühlern, und die Blase sang ein kleines Dankeslied. Kiki fühlte sich stolz, aber nicht übermütig. Es war ein warmes, ruhiges Stolzgefühl, wie wenn man einen guten Tee getrunken hat.

„Du hast Mut und Durchhaltekraft gezeigt“, sagte Lumi. „Und Freundlichkeit. Das waren die wichtigsten Teile des Austauschs.“

„Und Geduld“, fügte Pipo hinzu. „Manchmal dauert es kurz, manchmal länger. Du hast gewartet und versucht.“

Kiki nickte. Sie dachte an das Pflänzchen im Garten, das immer wieder versuchte, sein Köpfchen durch die Erde zu stecken. Es hatte auch Geduld gezeigt. Kiki verstand: Ausdauer und Freundlichkeit waren wie ein warmer Tee, der langsam seine Kraft freigab.

Abendlicher Abschied

Die Freundlichen luden Kiki ein, die Nacht bei ihnen zu verbringen. Die Wiese war gemütlich, und die Glub-Blätter leuchteten wie kleine Lampen. „Träum schön“, flüsterte Sora und legte ein Blatt neben Kiki.

Kiki schloss ihre Augen. Vor ihrem inneren Auge leuchteten Bilder: der Garten, die Blase, das Glub-Baum-Lied. Sie dachte an all die kleinen Aufgaben, an das Lachen und das Teilen. Es fühlte sich an, als wäre ihr Inneres jetzt ein wenig größer, als hätte es neue Nähte bekommen, die freundlich und fest waren.

In der Nacht erzählten die Freundlichen Geschichten über ferne Sternmeere. Sie hauchten Töne, die wie Wellen klangen. Kiki dachte an die Gießkanne und die Pfade im Garten. Sie fühlte eine ruhige Gewissheit: Sie konnte zurückgehen, zeigen, was sie gelernt hatte, und auch neue Dinge mitbringen.

„Kiki“, flüsterte Lumi, „Morgen geben wir dir etwas mit: einen Klang, den unsere Kinder als Geschenk nennen.“

„Und ihr bringt einen Samen“, ergänzte Pipo. „Damit die Freundschaft wachsen kann.“

Kiki lächelte im Schlaf. Das Glub-Samenkorn kuschelte sich warm an ihren Bauch. Die Freunde schauten sie an, so sanft wie Mondlicht.

Rückkehr und ein Traum, der weitergeht

Am nächsten Abend kehrte die Blase zurück zum Garten. Die Laternenpflanze wartete, die Gießkanne scharrte ein Loch und der Marienkäfer flog aufgeregt umher. Kiki stieg aus, das Samenlicht in ihrer Kelle, der Klang in ihrem Inneren wie ein kleines Lied.

„Erzähl!“, rief die Laternenpflanze. „Erzähl alle Lieder!“

Kiki begann zu erzählen. Sie sang das Glub-Lied, und obwohl die Gärtenoten anders klangen, verstehbar waren sie doch. Sogar die Rosen schienen ihre Köpfe zu neigen, als wollten sie zuhören. Die Gießkanne legte ihre Tülle wie eine Hand an ihr Herz und nickte. „Gut gemacht“, murmelte sie. „Du hast nicht aufgegeben.“

Kiki pflanzte das Glub-Samenkorn in einen kleinen Blumentopf. Es glühte weiter, aber jetzt strahlte es sanft. „Wenn du lachst“, sagte Kiki und erinnerte sich an die Worte von Sora, „wird es leuchten.“ Sie legte die Hand ihrer Kelle auf die Erde, und das Körnchen reagierte mit einem kleinen Flackern, als würde es nach Freunden suchen.

In den folgenden Tagen fand Kiki Freude daran, den Klang, den die Freundlichen ihr gegeben hatten, zu üben. Manchmal war es schwer, weil die Melodie nicht sofort aus ihrer Spitze fließen wollte. Sie musste üben, so wie beim perfekten Gießen der Pflanzen oder beim Warten, bis der Tee die richtige Farbe hatte. Einmal vergaß sie und verschüttete etwas Tee; das Wasser gluckste und sagte: „Das ist in Ordnung.“ Kiki lachte und versuchte es noch einmal.

Die Tage vergingen, und der Samen wuchs. Er schob winzige grüne Spitzen durch die Erde. Die Freundlichen schrieben mit der Sternenpost kleine Briefe, in denen sie von ihren eigenen Gärten erzählten. Kiki schrieb zurück, beschrieb, wie die Rosen abends summten und wie die Gießkanne die Samen liebkoste.

Eines Nachts legte sich Kiki auf den Gartentisch, das Sauerstofflicht des Mondes streichelte ihren Deckel. Sie dachte an die Blase, an die Glub-Bäume, an das Lied, das in ihr wohnte. Draußen raschelten die Blätter. Das Glub-Samenkorn flackerte leise, als würde es an etwas denken.

Kiki fühlte sich müde, aber glücklich. Sie schloss die Augen und dachte: „Morgen werde ich wieder üben. Und ich werde nicht aufgeben.“ Ihre letzten Gedanken waren weich wie Watte: Das Abenteuer geht weiter. Und irgendwo, weit im Sternenmeer, sangen Lumi, Pipo und Sora das gleiche Lied und schauten in denselben Mond, der langsam über den Dachkanten glitt.

Kiki schlief ein. In ihren Träumen schwebte sie wieder in der Blase, aber diesmal war die Blase voller Freunde aus zwei Welten: Gießkanne, Laternenpflanze, Marienkäfer und die Freundlichen von Glub-9. Sie tanzten um einen großen Glub-Baum, dessen Blätter klingelten wie ein Chor. Kiki hielt das leuchtende Samenkorn in der Hand, und es funkelte hell wie Freude.

Der Traum endete nicht. Er verwandelte sich in einen Morgen, in dem Kiki erwachte und wusste: Freundschaft, Mut und Durchhaltekraft sind wie Samen. Man pflanzt sie ein, pflegt sie mit Geduld, und bald wachsen sie in einem Garten, der größer ist als man selbst.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Prickelte
Kitzelndes Gefühl auf der Haut, wie kleine Nadelstiche, kurz und leicht.
Henkel
Der Griff an einer Kanne oder Tasse, mit dem man sie halten kann.
Kelle
Kleiner runder Teil an der Kanne, wie ein kleiner Löffel zum Greifen.
Durchhaltekraft
Die Fähigkeit, nicht aufzugeben und etwas weiter zu versuchen.
Austausch
Wenn zwei Gruppen Dinge und Ideen miteinander teilen und lernen.
Glub-Samenkorn
Ein kleines, leuchtendes Samenkorn aus der Geschichte, das Freude zeigt.
Glub-Samen
Eine kürzere Form für das leuchtende Samenkorn aus der Geschichte.
Glub-Baum
Ein besonderer Baum in der Geschichte, dessen Blätter Musik machen.
Gartenschubkarre
Ein Wagen im Garten, mit dem man Erde oder Pflanzen transportiert.
Fühlern
Lange, dünne Fühler an den Freunden; sie fühlen und zeigen Dinge.
Verbeugte
Sich kurz nach vorne neigen, um höflich Hallo zu sagen.
Polierte
Etwas sehr sauber und glänzend gemacht, damit es besser aussieht.

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