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Pirategeschichte 3/4 Jahre Lesen 5 min. Verfügbar als Hörgeschichte (1)

Kapitän Bruno und das verschwundene Stimmgerät

Kapitän Bruno und seine fröhliche Piratencrew segeln zu einer geheimnisvollen Insel, um ein wichtiges Stimmgerät zu finden, und erleben unterwegs kleine Abenteuer voller Mut, Musik und Freundschaft.

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Ein lächelnder, ruhiger Mann, Kapitän Bruno, rundes Gesicht mit feinem Schnurrbart, rotes Halstuch und abgenutzte blaue Jacke, sitzt auf einer Holzkiste und spielt eine kleine Violine neben einem Lagerfeuer am Strand; links auf dem Sand klatscht ein etwa zehnjähriger blonder Junge mit zerzausten Haaren und gestreifter Hemd im Takt, hinter Bruno steht ein etwa zwölfjähriges Mädchen mit heller Haut und braidem Zopf, sie hält eine Tasse und lacht, rechts auf der Reling des kleinen Bootes sitzt der grün-rote Papagei Pico mit halb geöffneten Flügeln und buntem Schnabel, im Hintergrund ankert die kleine Fregatte „La Blaue Muschel“ mit hellbraunem Holz und zusammengelegtem weißen Segel in einer ruhigen Bucht, der Strand hat goldenen Sand, einige Palmen und schimmernde Muscheln, das Feuer wirft warme orange-gelbe Reflexe auf die Gesichter, der Himmel zeigt bläuliche Dämmerung mit ersten Sternen über glitzerndem grünem Meer; sanfte, warme Stimmung mit gesättigten Pastelltönen und leicht strukturierter Linienführung, Komposition zentriert auf Bruno und das Feuer, einfache, freundliche Ausdrücke, für ein vierjähriges Kind verständlich. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂĽr diese Geschichte verfĂĽgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 05:22

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Teil 1

Kapitän Bruno stand auf dem Deck seines kleinen Piratenschiffs. Es hieß „Die Blaue Muschel“. Das Holz roch nach Sonne und Salz. Die Segel waren weiß wie Wolken. Und Brunos rotes Tuch flatterte lustig im Wind.

Unter seinem Arm trug Bruno eine Geige. „Heute Abend gibt es Musik am Feuer“, sagte er. „Aber meine Geige klingt schief. Sie braucht Mut… und gute Ohren.“

Der Papagei Pico hüpfte auf die Reling. „Krii! Gute Ohren! Und gute Kekse!“, rief er.

Die Matrosen lachten. Sie waren freundlich und fröhlich. Einer putzte Tassen. Eine andere knotete Seile. Alle summten leise, als ob das Meer selbst mitsang.

Da kam ein „PLOPP“ aus der Kiste mit den Instrumenten. Bruno öffnete sie. Drinnen lag sein Stimmgerät. Oder… nein. Da lag nur ein runder, grüner Apfel.

„Das ist ja frech“, sagte Bruno und schmunzelte. „Jemand hat mein Stimmgerät getauscht.“

Pico tat ganz unschuldig. „Krii! Apfel ist auch rund!“

Bruno legte die Hand ans Ohr. „Wir finden es wieder. Ganz ruhig. Wir sind Piraten. Wir können suchen. Wir können denken.“

Am Horizont lag eine Insel. Sie sah aus wie ein schlafender Wal. Ăśber ihr hing ein kleiner, grauer Wolkenhut.

„Dort“, sagte Bruno, „vielleicht ist es dort. Wir segeln hin.“

Die Crew rief: „Aye!“

Teil 2

Als sie näher kamen, zog Wind auf. Die Wellen klatschten wie nasse Hände. Das Schiff wippte. Nicht schlimm, nur wild genug, dass es kitzelte im Bauch.

„Festhalten!“, rief Bruno. Er blieb ganz gerade stehen. Sein Blick war ruhig. „Wir schaffen das. Eins, zwei, eins, zwei.“

Die Crew machte es nach. „Eins, zwei, eins, zwei.“

So wurde der Wind weniger frech.

Ein paar Tropfen Regen tanzten auf Brunos Nase. Pico schüttelte sich. „Krii! Dusche!“

Bruno lachte. „Nur eine kleine Sturm-Puste. Danach wird es wieder hell.“

Bald lagen sie in einer stillen Bucht. Das Wasser war grĂĽn und glitzerte. Am Strand standen Palmen wie groĂźe Besen. Dahinter war ein Pfad aus weichem Sand.

Bruno nahm die Geige und ging voran. „Wir bleiben zusammen“, sagte er. „Keine Eile. Und wir hören gut hin.“

Auf dem Pfad fanden sie Muscheln, die leise klirrten, wenn man drauftrat. Dann hörten sie ein „Tick-tack, tick-tack“.

„Das ist kein Monster“, flüsterte Bruno. „Das klingt wie… ein Gerät.“

Sie bogen um einen Busch. Dort saß eine kleine Krabbe. Sie hatte etwas Glänzendes zwischen den Scheren: Brunos Stimmgerät!

Die Krabbe sah Bruno an. Ihre Augen waren wie zwei schwarze Perlen. Sie wirkte nicht böse. Nur sehr stolz.

Bruno kniete sich hin. „Hallo, kleine Kapitän-Krabbe“, sagte er sanft. „Du hast etwas gefunden, das mir gehört. Ich brauche es für Musik.“

Die Krabbe machte „Klick!“ und hielt das Stimmgerät noch fester.

Pico flüsterte: „Krii! Ich kann verhandeln!“

Er legte den grünen Apfel vor die Krabbe. „Tausch!“

Die Krabbe schnupperte. „Klick… klick.“ Sie schob das Stimmgerät langsam nach vorn und zog den Apfel zu sich.

„Bravo“, sagte Bruno. „Das war schlau. Und mutig.“

Teil 3

Zurück auf dem Schiff wurde der Himmel wieder blau. Das Meer war nun weich und freundlich. Bruno setzte sich auf eine Kiste, die nach Zitronen roch, und stimmte die Geige. „Pieep… pieep…“ machte das Gerät. Bruno drehte ganz vorsichtig. „So. Noch ein bisschen. Jetzt.“

Er strich ĂĽber die Saiten. Der Ton war warm wie Kakao. Die Crew wurde still. Pico schloss sogar kurz die Augen.

Am Abend ankerten sie wieder in der Bucht. Ein kleines Feuer knisterte am Strand. Der Wind war nur noch ein sanftes Pusten. Bruno spielte eine einfache, fröhliche Melodie. Sie hüpfte wie ein kleiner Fisch.

Die Matrosen klatschten im Takt. Pico sang schief, aber sehr mutig: „Krii-rii-rii!“

Bruno lachte. „Du bist mein bester Sänger, Pico.“

Dann legte Bruno die Geige neben sich. „Heute haben wir gesucht, gedacht und freundlich getauscht“, sagte er. „Und wir sind zusammen geblieben.“

Die Crew nickte. Die Augen wurden langsam mĂĽde. Das Meer rauschte wie eine Decke.

Bruno sah zu den Sternen. „Morgen segeln wir weiter“, flüsterte er. „Aber jetzt ruhen wir uns aus. Ganz sicher. Ganz gemütlich.“

Und so schliefen die Piraten ein, mit Musik im Herzen und Salzluft in der Nase.

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Deck
Das oberste Holzstück eines Schiffes, wo Menschen stehen können.
Segel
Tuch am Schiff, das Wind fängt, damit das Schiff fährt.
Reling
Ein Geländer am Rand des Schiffes, zum Festhalten.
Matrosen
Menschen auf dem Schiff, die beim Arbeiten helfen.
Stimmgerät
Kleines Gerät, das Töne prüft, damit Instrumente richtig klingen.
Bucht
Ein kleiner, geschĂĽtzter Meeresplatz mit Strand.
Palmen
Hohe Bäume mit langen Blättern am Strand.
Pfad
Ein schmaler Weg im Sand oder im Wald.
Scheren
Die groĂźen Greifarme einer Krabbe zum Festhalten von Dingen.
Knisterte
So macht ein Feuer oder Papier ein leises, raschelndes Geräusch.
Ankerten
Das Schiff bleibt mit einem schweren Teil am Meeresboden liegen.
Melodie
Eine Folge von Tönen, die zusammen ein Lied bilden.
Saiten
Dünne Fäden auf einer Geige, die man streicht oder zupft.
Instrumenten
Dinge, mit denen man Musik macht, wie Geige oder Trommel.
Crew
Die Gruppe von Leuten, die zusammen auf dem Schiff arbeiten.

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