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Geschichte über die Bildschirme 9/10 Jahre Lesen 6 min.

gemeinsam stark – abenteuer im digitalen wohnzimmer

Vier Freundinnen entdecken beim gemeinsamen Spielen im Internet, wie wichtig es ist, auf fremde Nachrichten zu achten, sich gegenseitig zu unterstützen und regelmäßige Bildschirmpausen einzulegen.

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Fünf Personen: Lena (~10) mit hellbraunem Pferdeschwanz sitzt links am Couchtisch und zeigt lächelnd mit einem Finger auf das Tablet; Mia (~9) mit schwarzen Zöpfen sitzt gegenüber, lächelt ermutigend; Carla (~11) mit welligem blondem Haar sitzt rechts, hält das Tablet besorgt wie eine Benachrichtigung zeigend; Yunis (~10) mit kurzen Locken steht hinter Carla und beugt sich unterstützend vor; die Mutter (~35) mit gebundenen braunen Haaren hockt rechts, legt eine Hand auf Carlas Schulter und reicht mit der anderen ein Keks. Gemütliches, warmes Wohnzimmer mit grünem Sofa, gemustertem Teppich, regennassen Fenstern, dampfender Kakaotasse und Kinderzeichnungen an der Wand. Szene: Kinder um ein Tablet mit verdächtiger Nachricht versammelt, besorgte und unterstützende Gesten, Mutter tröstet ruhig. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Digitale Abenteuer im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer duftete nach warmem Kakao, als Lena ihr Tablet anschaltete. Neben ihr saßen ihre Freundinnen Mia, Carla und Yunis. Die vier Mädchen waren fast jeden Mittwoch nach der Schule zusammen, um zu spielen, zu lachen und neue Dinge zu entdecken. Heute war es draußen regnerisch, also hatten sie beschlossen, ein neues Onlinespiel gemeinsam auszuprobieren.

Mia kicherte: „Wer als Erste den Schatz findet, bekommt einen Schokokeks!“ Alle lachten und tippten eifrig auf die bunten Figuren auf dem Bildschirm. Für eine Weile vergaßen sie alles um sich herum, bis Carla plötzlich die Stirn runzelte. „Lena, da hat mir gerade jemand Unbekanntes eine Nachricht geschrieben. Da steht, ich soll ein Foto von mir schicken.“

Lena hielt inne. Ihr Herz klopfte schneller. Sie erinnerte sich an das, was ihre Lehrerin letztens im Medienunterricht gesagt hatte: Nicht auf fremde Nachrichten antworten! Sie schaute Carla fest in die Augen und sagte: „Wir sollten das sofort einem Erwachsenen erzählen. Das fühlt sich komisch an.“

Mia nickte. „Lass uns deine Mama fragen, was wir machen sollen. Besser, als Risiko einzugehen.“ Gemeinsam standen sie auf und gingen zu Lenas Mutter.

Kapitel 2: Über Mut sprechen

Lenas Mutter war gerade dabei, Kekse zu backen. „Was ist denn los?“, fragte sie freundlich, als die vier Mädchen hereinkamen. Carla zeigte ihr die Nachricht auf dem Tablet.

Lenas Mutter las aufmerksam und sagte ruhig: „Ihr habt genau richtig gehandelt, dass ihr mir Bescheid sagt. Im Internet gibt es manchmal Leute, die nicht ehrlich sind. Niemand darf dich einfach nach Fotos fragen. Ich bin stolz auf euch, dass ihr so mutig wart und darüber sprecht.“

Carla atmete erleichtert auf. „Ich hatte Angst, dass das meine Schuld ist,“ sagte sie leise.

Lenas Mutter schüttelte den Kopf. „Du hast nichts falsch gemacht. Ihr habt euch gegenseitig geholfen und mir vertraut – das ist super.“ Lena spürte, wie eine kleine, warme Welle des Stolzes durch sie hindurchrollte. Sie war froh, dass sie nicht geschwiegen hatte.

Kapitel 3: Kleine Pausen – große Wirkung

Nachdem das Problem gelöst war, beschlossen die Mädchen, noch eine Runde zu spielen. Doch diesmal achteten sie besser auf die Zeit. Nach zwanzig Minuten sagte Yunis: „Meine Augen sind ganz müde vom Gucken. Sollen wir Pause machen?“

Carla schlug vor: „Wollen wir uns ein bisschen strecken und bewegen? Mein Rücken fühlt sich krumm an.“ Mia lachte: „Ich kann auf einem Bein balancieren! Wer macht mit?“

Sie legten die Tablets weg und begannen, sich zu dehnen, die Arme in die Luft zu strecken und ein paar Hampelmänner zu machen. Yunis rief: „Das tut richtig gut! Ich fühle mich gleich viel wacher.“ Lena grinste und machte mit. Sie lernten, dass kleine Pausen dabei helfen, sich besser zu fühlen und konzentrierter zu bleiben.

Kapitel 4: Bildschirme und Regeln

Als sie sich wieder um den Tisch versammelten, fragte Mia: „Wie machen wir das in Zukunft mit dem Spielen? Ich finde es manchmal schwer, aufzuhören, wenn es gerade Spaß macht.“

Lena dachte nach. „Vielleicht machen wir ab jetzt immer nach zwanzig Minuten eine Pause und sprechen darüber, wie wir uns fühlen.“

Die anderen nickten zustimmend. „Und wenn noch mal so eine komische Nachricht kommt, sagen wir es sofort einem Erwachsenen“, ergänzte Carla.

Yunis schlug vor: „Wir könnten sogar eine Liste machen, wann wir spielen, wann wir Pause machen und was uns Spaß macht – auch ohne Tablet.“

Alle fanden die Idee prima und begannen, einen kleinen Plan zu basteln. Lenas Mutter half ihnen dabei und schrieb mit bunten Stiften die Pausen-, Spiel- und Bewegungsideen auf ein Blatt. Jeder durfte seinen Lieblingsvorschlag hinzufügen.

Kapitel 5: Ein leiser Sieg

Langsam wurde es Zeit, nach Hause zu gehen. Die Mädchen räumten ihre Sachen zusammen. Carla blickte Lena an und flüsterte: „Danke, dass du mich ermutigt hast, was zu sagen. Ich hab jetzt viel weniger Angst.“

Lena lächelte. „Zusammen schaffen wir das. Und du warst auch mutig!“ Yunis und Mia klatschten in die Hände. „Wir sind voll das starke Team!“

Bevor sie gingen, schenkte Lenas Mutter jedem Mädchen einen Schokokeks. „Das war heute eine wichtige Lektion. Ihr habt Verantwortung übernommen – und das verdient einen kleinen Keks.“ Die Mädchen lachten und schnappten sich die Kekse.

Draußen hatte der Regen aufgehört. Die vier Freundinnen winkten sich zum Abschied – mit dem guten Gefühl, dass man gemeinsam alles schaffen kann, wenn man sich vertraut und aufeinander achtgibt. Und manchmal reicht ein leises Feiern und ein Keks, um den Tag zu einem ganz besonderen zu machen.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Duftete
Es bedeutete, dass etwas angenehm roch, zum Beispiel nach warmem Kakao.
Kicherte
Ein leises, fröhliches Lachen, oft kurz und ein bisschen schelmisch.
Die Stirn runzelte
Die Haut über den Augen zusammenziehen, weil man denkt oder besorgt ist.
Unbekanntes
Jemand oder etwas, das man nicht kennt oder nicht benennen kann.
Nachricht
Eine Mitteilung, die man schriftlich oder digital an eine andere Person schickt.
Medienunterricht
Schulunterricht über Fernsehen, Internet und wie man sicher damit umgeht.
Risiko
Die Möglichkeit, dass etwas Schlechtes oder Unangenehmes passieren kann.
Atmete erleichtert auf
Tief ausatmen, weil man sich plötzlich weniger Sorgen oder entspannter fühlt.
Hampelmänner
Eine Bewegung: Arme und Beine weit auseinander springen und wieder zusammen.
Verantwortung übernommen
Sich kümmern und dafür sorgen, dass etwas richtig und sicher gemacht wird.

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