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Lustige Geschichte zum Einschlafen 11/12 Jahre Lesen 10 min.

ein tag, an dem im wald alles kugelt

Der junge Dachs Eduard trifft den bunten Papagei Pomponio, der ihm einen verrückten Wunsch erfüllt: einen Tag, an dem alle Tiere rollen statt laufen. Doch als die Tiere feststellen, dass sie vielleicht nie wieder normal laufen können, machen sie sich auf die Suche nach Pomponio, um den Wunsch rückgängig zu machen.

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Ein junger Dachs namens Eduard mit braunem Fell und neugierigen Augen rollt fröhlich auf einem Teppich aus goldenen Blättern, ein großes Lächeln auf seinem Gesicht. Neben ihm lacht ein leuchtender Papagei, Pomponio, mit strahlend blauen, grünen und gelben Federn, seine Flügel ausgebreitet, leicht über dem Boden schwebend. Die Szenerie ist ein verzauberter Wald mit knorrigen Baumstämmen und blühenden Zweigen, während ein glitzernder Bach durch die Landschaft schlängelt. Die Szene fängt den Moment ein, in dem Eduard und Pomponio zusammen spielen, umgeben von Lachen und Freude, und zeigt einen Augenblick reiner Magie und Freundschaft. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Der Wunsch-Schnabel und die unglaubliche Begegnung

Es war einmal ein junger Dachs namens Eduard, der für seine lebhafte Fantasie und seine Tagträumereien berühmt war. Eduard lebte am Rand eines üppigen Waldes, der so voller Leben war, dass selbst die Bäume manchmal miteinander zu kichern schienen. Während andere Dachse fleißig nach Wurzeln buddelten oder fleißig Vorräte sammelten, lag Eduard oft auf dem Rücken, starrte die vorbeiziehenden Wolken an und stellte sich vor, sie wären riesige flauschige Puddingberge.

Eines warmen Abends, als der Himmel in goldene und violette Streifen getaucht war, schlenderte Eduard träumend durch den Wald. Er summte eine Melodie, die er sich gerade ausgedacht hatte, als plötzlich ein seltsames Geräusch sein Lied unterbrach: „Hick-hack-huuuu! Kicher-Kröten-Alarm!“

Mit aufgestellten, neugierigen Ohren spähte Eduard durch das Gebüsch – und da saß er: Ein Papagei, so schillernd bunt, dass man fast eine Sonnenbrille gebraucht hätte, um ihn anzuschauen. Sein Schnabel war außergewöhnlich lang, und er trug tatsächlich eine winzige, glitzernde Fliege um den Hals.

„Wer bist du denn?“, fragte Eduard vorsichtig, ein bisschen amüsiert, ein bisschen irritiert.

Der Papagei verneigte sich theatralisch. „Ich bin Pomponio, der Wunsch-Schnabel! Spezialist für ausgefallene Wünsche, besonders zum Einschlafen! Was darf's denn heute sein? Eine Schokoladenbrunnen-Party, ein fliegendes Fahrrad oder vielleicht ein Chor von tanzenden Maulwürfen?“

Eduard musste lachen. „Kannst du wirklich Wünsche erfüllen? Aber nur die verrückten?“

Pomponio nickte ernst. „Normale Wünsche kann jeder! Stell dir was richtig Schrulliges vor – aber Vorsicht, manchmal wird's anders, als du denkst!“

Eduard dachte kurz nach. Er wollte schon immer mal... ja, genau! „Ich wünsche mir einen Tag, an dem niemand mehr laufen oder kriechen muss – sondern alle Tiere kullern!“

Der Papagei schnalzte mit dem Schnabel, wirbelte dreimal um sich selbst und rief laut: „Kuller-Kuller-Kunterbunt! Wunsch ist Wunsch, es geht rund!“

Ein leises Prickeln lag in der Luft – Eduard kicherte, ohne zu wissen warum. Kaum hatte Pomponio verschwunden, passierte etwas völlig Unerwartetes.

Kapitel 2: Und alle rollen los!

Am nächsten Morgen wachte Eduard auf – und er rollte schon beim Aufstehen von seinem Moosbett direkt gegen den Wurzelstock. „Huch!“, rief er, „warum bewegen sich meine Beine wie gewollt, nur rollen sie?“

Er wollte aus der Höhle treten und – ZACK! – kugelte die Böschung hinunter. Mit einem lauten „Wheeeee!“ drehte sich Eduard wie ein pelziger Ball durchs Gras. Als er schwindelig und lachend zum Stehen kam, entdeckte er seinen Nachbarn, den Igel Ignaz. Auch Ignaz kugelte fröhlich über den Waldboden, stachlig wie ein Rolling-Star.

„Hab ich schon wieder zu viel Löwenzahntee getrunken?“, schnappte Ignaz, „oder rollst du auch so ungefragt?“

„Es ist der Kuller-Tag!“, rief Eduard, „Alle Tiere rollen – mein Wunsch!“

Das lies sich Ignaz nicht zweimal sagen. Er rollte auf Eduard zu und sie stießen sanft zusammen, kullerten dann gemeinsam den Hang hinab und landeten zwischen wild kichernden Kaninchen, die wie große, wollige Bälle durch den Wald hüpften und kugelten.

Sogar Oma Drossel, die sonst nie von ihrem Ast weicht, sauste im Sturzflug den Stamm hinunter, verwandelte sich in einen flatternden Federball und schrie: „Immer mit Schwung – was für ein Spaß!“

Der ganze Wald war eine einzige rollende Kirmes. Tiere kugelten kreuz und quer, manchmal purzelten sie übereinander, manchmal rollten sie zielstrebig und manchmal landeten sie im weichen Moos oder in einem Blätterhaufen – alles begleitet von Lachen, Quietschen und ganz viel Durcheinander.

Kapitel 3: Kuller-Chaos und das Picknick der rollenden Bande

Nach einer Weile war Eduard ganz schwindelig, aber glücklich. Eine Schildkröte namens Raffaela, normalerweise für ihre Ruhe und Langsamkeit bekannt, drehte sich wie ein aufgezogener Kreisel und rief: „Kann jemand mich bremsen? Sonst rolle ich noch bis zum Fluss!“

Eduard versuchte, sie aufzufangen, aber stattdessen kollidierten sie mit einem Eichhörnchenpaar, das gerade eine Nuss teilte – und schwupps, kugelten alle gemeinsam den Hang hinunter.

Am Fuße des Hügels kamen sie in einem gigantischen Haufen zum Stillstand. „Das war... großartig!“, japste Raffaela. „Sollen wir ein Picknick machen?“

Ignaz kramte aus seinem Rucksack eine Brotdose hervor, Eduard fand ein Glas Brombeermarmelade – nur das Öffnen klappte nicht so recht, weil die Pfoten immer wieder wegrollten. Erst nach mehreren gescheiterten Versuchen, lautem Lachen und mit vereinten Kräften gelang es ihnen, das Picknick zu starten.

Während die Tiere mampften, beobachteten sie, wie ein Eber und ein Dachs-Mädchen versuchten, sich gegenseitig aufzurollen. „Wer als erster um die Eiche rollt, gewinnt!“, rief das Dachs-Mädchen. Sofort startete ein wildes Wettrennen – es staubte, Blätter flogen, und die Zuschauer lachten Tränen.

Aber dann fragte ein kleiner Fuchs leise: „Was, wenn wir nie wieder richtig laufen können? Werde ich jetzt immer ein rollender Ball sein?“

Die Tiere wurden plötzlich still. Einen Moment lang herrschte Nachdenklichkeit und ein bisschen Sorge.

Kapitel 4: Die Suche nach Pomponio

„Vielleicht sollten wir Pomponio suchen und ihn bitten, den Wunsch zurückzunehmen“, meinte Ignaz besorgt. Aber wo finden sie einen Papagei, der aus dem Nichts auftaucht und Wünsche erfüllt?

Eduard überlegte. „Pomponio liebt verrückte Sachen. Vielleicht ist er an einem Ort, wo es am verrücktesten zugeht... wie beim Puddingwasserfall!“

Alle Tiere waren sofort begeistert. „Auf zum Puddingwasserfall!“, riefen sie und rollten, sprangen und kugelten los. Der Weg führte durch flauschige Mooswiesen, über leise glucksendes Wasser und zwischen gigantische Pilze hindurch. Überall trafen sie Tiere, die sich gegenseitig halfen, wenn jemand an einem Ast stecken blieb oder sich in einer Brombeerhecke verhedderte.

Am Puddingwasserfall trafen sie den Waschbär Willi, der gerade versuchte, mit einer Liane über das klebrige Schokoladenwasser zu schwingen. „Was macht ihr denn hier, rollende Bande?“, fragte Willi und lachte so laut, dass ein paar Schokospritzer auf seinem Bauch landeten.

„Wir suchen Pomponio. Hast du ihn gesehen?“, fragte Eduard.

Willi zuckte mit den Schultern. „Ich hab nur was Knallbuntes in Richtung Törtchenhügel fliegen sehen. Vielleicht war er das?“

Die Bande machte sich also weiter auf den Weg – kullernd, rutschend, manchmal auch stolpernd, aber immer mit viel Gelächter.

Kapitel 5: Der Törtchenhügel und das große Missverständnis

Am Törtchenhügel angekommen sahen die Tiere einen quirlig flatternden Papagei – Pomponio! Umringt war er von einer Armee aus Marienkäfern, die kleine Sombreros trugen und synchron Limbo tanzten.

„Pomponio!“, rief Eduard und rollte ihm direkt vor die Krallen.

Pomponio kicherte. „Na, gefällt euch der Kuller-Tag? Ich höre das Lachen bis zum Puddingwasserfall! Aber was führt euch zu mir, meine rollenden Freunde?“

Raffaela räusperte sich. „Es ist lustig, aber... was, wenn wir nie mehr normal laufen können? Könntest du den Wunsch vielleicht... naja, rückgängig machen?“

Pomponio legte den Kopf schief. „Oh, das habe ich doch ganz vergessen zu sagen! Der Wunsch hält nur genau einen Tag an – dann kullert ihr nur noch in euren Träumen.“

Einen Moment lang war es ganz still.

Dann brach plötzlich lautes Lachen aus. Die Tiere waren erleichtert, fielen sich (so gut es beim Kullern eben ging) gegenseitig um den Hals und rollten noch einmal eine Ehrenrunde um den Hügel.

„Vielleicht wünsche ich mir das nächste Mal einen Tag, an dem alles rückwärts läuft – oder einen Tag als fliegender Dachs!“, rief Eduard.

„Dann sag mir aber vorher Bescheid!“, quiekte Ignaz. „Ich brauche Helm und Gummistiefel!“

Kapitel 6: Der Heimweg und die große Kuller-Party

Als die Sonne langsam unterging, machten sich die Tiere auf den Heimweg. Das Kullern wurde langsamer, die Bewegungen weicher, und manche Tiere gähnten schon ausgiebig. Eduard rollte gemächlich neben Ignaz und Raffaela her.

„Weißt du, ich hab ein bisschen Angst gehabt, dass das nie wieder aufhört“, sagte Raffaela leise.

Eduard nickte. „Aber manchmal ist es gut, sich auf etwas Neues einzulassen – auch wenn's verrückt ist. Und wenn's heute zum Einschlafen kullert, dann träumen wir vielleicht alle von den wildesten Abenteuern.“

Zuhause angekommen, kroch Eduard in seine Höhle, die zwar leicht schief lag, weil er sie heute Morgen angekullert hatte, aber noch immer genauso gemütlich war wie immer. Er dachte an Pomponio, an den Puddingwasserfall und an all die schrägen, lustigen Erlebnisse des Tages.

Kurz bevor ihm die Augen zufielen, spürte er noch einen winzigen Drehimpuls. Da hörte er die Stimme des Papageis, ganz leise und verschmitzt: „Träum schön, kleiner Dachs – und vergiss nie: Ein bisschen Kullern bringt immer Schwung in den Tag!“

Und Eduard träumte die wunderbarsten, wildesten und komischsten Kullerträume, während der Wald draußen ganz ruhig und friedlich schlief.

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Das Quiz: Hast du die Geschichte gut verstanden?

Wunsch-Schnabel
Ein Papagei, der Wünsche erfüllen kann.
Kullern
Sich rollend bewegen, wie ein Ball.
Kicher-Kröten-Alarm
Ein lustiger Ausruf, der im Zusammenhang mit Spaß steht.
Kuller-Tag
Ein Tag, an dem alle Tiere rollen statt laufen.
Törtchenhügel
Ein Hügel, der mit leckeren Törtchen oder Gebäck verbunden ist.
Flauschig
Weich und angenehm, wie ein Kuscheltier.

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