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Lustige Geschichte zum Einschlafen 11/12 Jahre Lesen 11 min. VerfĂŒgbar als Hörgeschichte

die knallbunte nacht der puddingwĂŒrmer

Juna und Merle erhalten eine geheimnisvolle Einladung zur „Großen Knallbunten Nacht“, wo sie an verrĂŒckten und lustigen Herausforderungen teilnehmen mĂŒssen, um die PuddingwĂŒrmer zu retten und ihre Neugier zu beweisen. Auf ihrem Abenteuer treffen sie auf den skurrilen Herrn Kurios und erleben eine magische Nacht voller Unsinn und Freundschaft.

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Es gibt zwei Hauptfiguren: - Juna: Ein 10-jĂ€hriges MĂ€dchen mit langen braunen Haaren und runden Brillen. Sie trĂ€gt ein gelbes T-Shirt mit einem Einhorn-Motiv und eine Jeansshorts. Sie sitzt auf einem bunten Kissen und lacht laut. - Merle: Ein 10-jĂ€hriges MĂ€dchen mit kurzen, lockigen, rosa gefĂ€rbten Haaren. Sie sitzt in einem Rollstuhl, der mit glitzernden Aufklebern dekoriert ist. Sie trĂ€gt einen lila Kapuzenpullover und eine Hose mit Blumenmuster. Sie lehnt sich nach vorne, ihre Augen funkeln vor Schalk. Der Hauptort der Handlung ist ein großes, buntes Zelt, gefĂŒllt mit weichen Kissen und funkelnden Lichtern. Bunte Ballons schweben an der Decke, und Papierfeuerwerksgirlanden schaffen eine festliche AtmosphĂ€re. In der Mitte steht ein großer Tisch, der mit SĂŒĂŸigkeiten, Monsterkuchen und fröhlich tanzenden PuddingwĂŒrmern in SchĂŒsseln bedeckt ist. Die Hauptsituation der Geschichte zeigt Juna und Merle, die an verrĂŒckten Spielen teilnehmen, umgeben von rutschigen PuddingwĂŒrmern und singenden Socken. Sie lachen laut, wĂ€hrend sie versuchen, die PuddingwĂŒrmer mit einem großen Löffel zu retten, wĂ€hrend Seifenblasen um sie herum schweben und eine magische, fröhliche AtmosphĂ€re schaffen. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Die Audio-Version ist kostenlos fĂŒr diese Geschichte verfĂŒgbar:

Dauer der Hörgeschichte: 12:01

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Kapitel 1: Die seltsame Einladung

An einem gewöhnlichen Dienstag, als der Regen laut auf das Fenster prasselte und die Hausaufgaben wie eine lange, langweilige WĂŒste vor ihnen lagen, saßen Juna und ihre beste Freundin Merle auf dem Fußboden von Junas Zimmer. Auf Junas Teppich tĂŒrmten sich GummibĂ€rchen, Stifte und BĂŒcher. Juna blĂ€tterte lustlos durch ihr Mathematikheft, wĂ€hrend Merle, die an ihren neuen pinken Rollstuhl gewöhnt war, mit einem Radspielzeug kreiselte. Nichts deutete darauf hin, dass heute ein Tag fĂŒr ein Abenteuer sein sollte.

Plötzlich riss ein dumpfer Krach die beiden aus ihrer Lethargie. Etwas war durch den Briefschlitz geknallt und schlitterte ĂŒber den Flur. „Wer schreibt denn noch Briefe?“ murmelte Juna, schob eine GummibĂ€rchenschlange in den Mund und sprang auf. „Wahrscheinlich deine Oma“, kicherte Merle und rollte schwungvoll hinterher.

Sie fanden den Umschlag genau zwischen den ausgelatschten Schuhen von Junas großer Schwester. Der Umschlag war tĂŒrkis und glitzerte, als hĂ€tte ihn eine Fee beklebt. Darauf stand, in krakeliger Schrift: „An die Neugierigsten des ganzen Hauses – Einladung zur Großen Knallbunten Nacht!“ Juna riss die Augen auf. „An UNS?“, flĂŒsterte sie mit dramatischer Stimme. „Vielleicht sind wir gar nicht gemeint“, meinte Merle, „aber neugierig sind wir schon.“ Sie lachten.

Drinnen war eine weitere Überraschung: Ein Zettel, der nach KĂ€se roch, und darauf stand: „Mitternacht. Hinter dem alten GerĂ€teschuppen. Kommt nur, wenn ihr Mut habt und einen Sinn fĂŒr Unsinn besitzt! Sonst werden die PuddingwĂŒrmer traurig.“

Beide MĂ€dchen starrten sich an und mussten laut losprusten. „PuddingwĂŒrmer? Was soll das denn sein?“, japste Merle. „Ich hab keinen Plan, aber ich will dringend rausfinden, wie ein trauriger Puddingwurm aussieht!“ Juna warf sich theatralisch aufs Bett.

Es war klar: Sie mussten hingehen. Es war nicht nur das Wort „Mitternacht“, das sie elektrisierte, sondern auch das Versprechen auf Unsinn und ein Abenteuer, das mitten in ihrer eigenen, ziemlich unspannenden Straße lauerte.

Bis Mitternacht war es noch eine Ewigkeit. Also schmiedeten sie PlĂ€ne. „Falls es eine Falle ist, brauche ich mindestens sieben GummibĂ€rchen zur Verteidigung“, sagte Juna. „Und ich meine Supersonnenbrille, falls sie uns mit Taschenlampen blenden“, ergĂ€nzte Merle. Sie lachten, bis ihnen der Bauch wehtat, und zĂ€hlten die Minuten, bis es endlich dunkel genug war, um sich wie echte Spioninnen auf den Weg zu machen.

Kapitel 2: Die Große Knallbunte Nacht

Um Punkt Mitternacht, als Junas Eltern schnarchten wie zwei Nilpferde und der Nachbarshund wieder einmal davon trÀumte, ein Wolf zu sein, schlichen Juna und Merle durch den Garten. Merle hatte blinkende Leuchtrollen am Rollstuhl montiert, die sie zu einer fahrenden Discokugel machten.

Der GerĂ€teschuppen sah im Dunkeln eigentlich noch viel langweiliger aus als am Tag. Doch hinter dem Schuppen flackerte ein schwaches Licht. „Das muss es sein!“, sagte Juna leise. Die beiden pirschten sich heran – naja, so gut das mit blinkenden Leuchtrollen eben ging.

Hinter dem Schuppen stand ein Zelt. Aber kein normales Zelt, sondern eines, das in allen Farben leuchtete. Es war so, als hĂ€tte ein Regenbogen eine Überdosis Konfetti genommen. Daneben stand ein kleiner Tisch, auf dem eine SchĂŒssel mit etwas stand, das wirklich wie PuddingwĂŒrmer aussah – glitschige, wackelige WĂŒrmer, die in Vanillepudding schwammen und traurig mit den Enden wackelten.

Ein Mann mit einem Hut, der wie ein umgedrehter Blumentopf aussah, grinste ihnen entgegen. „Ah! Da sind unsere berĂŒhmten Neugier-Nasen!“, rief er und verbeugte sich, wobei sein Hut fast herunterfiel. „Ich bin Herr Kurios – der Gastgeber der knallbunten Nacht.“ Mit großen Gesten wies er auf das Zelt. „Kommt nĂ€her! Ihr seid genau richtig hier. Aber ihr dĂŒrft nur eintreten, wenn ihr die Drei RĂ€tsel der Unsinnigkeit löst!“

Merle funkelte Juna an. „Drei RĂ€tsel? Das ist ja wie bei Alice im Wunderland, nur mit mehr Schleim.“ „Wir schaffen das!“, flĂŒsterte Juna mutig und schob Merle ein StĂŒck weiter.

Herr Kurios zwirbelte an seinem Bart, der aus bunten WollfĂ€den bestand. „Erstes RĂ€tsel! Was ist gelb und lĂ€uft durch den Wald?“ Merle grinste. „Eine Banane auf der Flucht vor hungrigen Affen?“ Herr Kurios kicherte. „Falsch! Aber besser als die meisten Antworten. Es ist: Eine Wanderzitrone!“

Juna verdrehte die Augen. „NĂ€chstes RĂ€tsel?“ „Was ist rot, hat ZĂ€hne und kann Fahrrad fahren?“ Juna ĂŒberlegte. „Ein Vampirtomate auf Urlaub?“ Merle lachte so laut, dass die PuddingwĂŒrmer vor Schreck hĂŒpften. Herr Kurios prustete. „Eigentlich: Ein Fahrrad mit Tomatensauce! Aber ihr seid wirklich gut drauf.“

„Letztes RĂ€tsel! Was passiert, wenn man sieben GummibĂ€rchen in eine Socke steckt und dreimal laut ‚Quak' ruft?“ Die beiden MĂ€dels ĂŒberlegten. „Die GummibĂ€rchen tanzen, und die Socke wird Chef der Waschmaschine?“, rief Juna. Herr Kurios klatschte begeistert in die HĂ€nde. „Korrekt! Ganz genau! Ihr habt bestanden!“

Er rollte einen roten Teppich aus – naja, eigentlich war es ein langes, rotes Handtuch – und bat sie ins Zelt. Im Inneren des Zeltes wimmelte es von Farbe und Unsinn: Bunte Kissen, Seifenblasen, die nach Erdbeerkuchen rochen, und Luftballons, die hin und wieder „Hallo!“ piepsten, wenn man sie antippte.

„Willkommen auf der knallbunten Nacht!“, rief Herr Kurios. „Ihr seid die ersten GĂ€ste seit 187 Jahren. Den anderen war es wohl zu verrĂŒckt.“

Kapitel 3: Die PrĂŒfung der PuddingwĂŒrmer

Im Zelt ging der Spaß erst richtig los. „Hier ist die Liste der Aufgaben!“, verkĂŒndete Herr Kurios feierlich und ĂŒberreichte Juna ein Papier, das aussah wie ein zusammengeknĂŒlltes Taschentuch. Darauf standen die PrĂŒfungen der knallbunten Nacht:

1. PuddingwĂŒrmer retten

2. Die singende Socke finden

3. Das Sandwich der 1000 Zutaten basteln

„Auf die PlĂ€tze, fertig, Unsinn!“, rief Herr Kurios.

Erste Aufgabe: „PuddingwĂŒrmer retten“. Die WĂŒrmer mussten aus der SchĂŒssel in ein kleines Schlauchboot gebracht werden, ohne dass ein einziger Wackelpuddingwurm auf die Erde fiel. Juna balancierte mit einem Löffel einen Wurm, wĂ€hrend Merle mit einer Zange einen anderen bugsierte. Aber der Boden unter ihnen war mit glitschigem Seifenwasser bespritzt! Schon nach dem dritten Schritt rutschte Juna aus, fing sich aber an Merles Rollstuhl, wodurch sie beide schwankend lachten und die PuddingwĂŒrmer wie durch Zauberhand ins Boot purzelten.

„Sehr gut!“, rief Herr Kurios. „Ihr seid geborene Puddingwurm-Retterinnen!“

Zweite Aufgabe: Die singende Socke finden. Ein Haufen Socken lag in einer Ecke, aber nur eine konnte singen – angeblich. Doch sobald Merle eine grĂŒn-rosa Gepunktete anhob, quakte sie laut: „Ich will nach Paris!“ Merle schĂŒttelte sie, und die Socke begann, ein schrecklich quietschiges Chanson zu trĂ€llern, das sich nach „Baguette-Bouquet“ anhörte. Merle winkte sie wie ein Superstar in die Luft. „Gefunden!“

Dritte Aufgabe: Das Sandwich der 1000 Zutaten. Ihre Aufgabe war es, mit allem, was im Zelt zu finden war, das verrĂŒckteste Sandwich zu basteln. Sie stapelten Lakritz, GummibĂ€rchen, Chips, eine halbe Zitrone, zwei PuddingwĂŒrmer (die sich freiwillig meldeten), ein Blatt Kresse, einen Gummistiefel (natĂŒrlich nur zum Daraufstellen) und ein StĂŒck von Herrn Kurios‘ Bartwolle.

„Zeit, das Sandwich zu prĂ€sentieren!“, rief Herr Kurios.

Juna und Merle prĂ€sentierten ihr Meisterwerk. Herr Kurios biss hinein, machte ein paar lustige Grimassen, und dann begann er, rĂŒckwĂ€rts zu sprechen: „Leahcim red ni rofneug essnegierf hediw!“ und prustete dann los. Die MĂ€dchen lachten so laut, dass sie fast von den Kissen rutschten.

Als alle PrĂŒfungen abgeschlossen waren, rief Herr Kurios: „Ihr habt bestanden! Ihr seid jetzt offiziell Mitglieder des Exklusiven Unsinn-Kommandos. Als Belohnung dĂŒrft ihr einen Wunsch Ă€ußern – egal wie verrĂŒckt!“

Juna ĂŒberlegte. „Ich wĂŒnsche mir
 dass wir diese Nacht nie vergessen!“ Merle nickte. „Und dass wir nie aufhören, neugierig zu sein.“

Herr Kurios zwirbelte seinen Bart. „Das kann ich euch versprechen!“

Kapitel 4: RĂŒckkehr ins Reich der TrĂ€ume

Die knallbunte Nacht zog sich wie Kaugummi. Sie spielten „Fang die fliegende Socke“, balancierten PuddingwĂŒrmer auf der Nase, hörten den Ballons zu, wie sie vom Leben als Luftballon erzĂ€hlten („Ich wollte immer mal ein Luftkissen sein!“ jammerte einer) und aßen das Sandwich so, als ob es ganz normal wĂ€re, ein Lakritz-Zitronen-Chips-Sandwich zu essen.

Irgendwann wurde die Nacht stiller. Herr Kurios zauberte zwei Schlafmasken hervor, die glitzerten wie Sterne. „Zeit fĂŒr die Traumreise!“, sagte er und nickte weise. Die MĂ€dchen kuschelten sich auf die bunten Kissen, legten die Masken an und hörten, wie der Regen draußen weiterhin leise trommelte. Im Halbschlaf hörten sie noch, wie Herr Kurios ihnen ins Ohr flĂŒsterte: „Vergesst nie: Unsinn ist die beste Zutat fĂŒr große Abenteuer. Und manchmal ist ein trauriger Puddingwurm nur eine Einladung, gemeinsam zu lachen.“

Mit einem letzten, mĂŒden Kichern schliefen Juna und Merle ein. Sie trĂ€umten von tanzenden PuddingwĂŒrmern, singenden Socken und einem Blumentopf-Hut, der ihnen zuzwinkerte. Sie wussten, morgen wĂŒrde alles wieder normal sein – aber ein Teil von ihnen gehörte jetzt fĂŒr immer zum Exklusiven Unsinn-Kommando.

Und falls sie irgendwann mal wieder eine glitzernde Einladung bekommen wĂŒrden – sie wussten genau, dass sie dabei sein wĂŒrden. Schließlich gibt es nur eine wirkliche Regel: Wer neugierig bleibt, entdeckt ĂŒberall Abenteuer. Manchmal sogar im eigenen Garten.

So schliefen die beiden Freundinnen mit einem LĂ€cheln ein, tief ĂŒberzeugt davon, dass das Leben mit ein bisschen Unsinn einfach bunter ist und man Schwierigkeiten am besten mit einer ordentlichen Portion Quatsch und einer zweiten Portion Freundschaft meistert.

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