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Weihnachtsgeschichte 7/8 Jahre Lesen 17 min.

Die Schreibwichtel und die Schneeküsse der Freundlichkeit

Finn und Ben verbringen die Vorweihnachtszeit damit, freundliche Zettel für die Nachbarn zu schreiben und heimlich zu verteilen, um allen eine kleine Freude zu bereiten. Dabei erleben sie, wie ein scheinbar kleines Wort viel Wärme und Vertrauen schaffen kann.

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Es gibt zwei Hauptfiguren: Finn, ein 10-jähriger Junge mit braunen, lockigen Haaren, trägt einen roten Schal und einen blauen Mantel und hält ein kleines Notizbuch in seinen Händen. Er sitzt auf einem weichen Teppich im Wohnzimmer. Ben, ein 9-jähriger Junge mit zerzausten blonden Haaren, trägt eine dicke grüne Jacke und einen gestreiften Schal, hockt neben Finn und hält eine Schachtel mit Buntstiften. Der Ort ist ein gemütliches und einladendes Wohnzimmer mit einem großen Fenster, durch das man den Schnee sanft fallen sehen kann. Weihnachtslichter funkeln um das Fenster, und ein Kamin knistert leise in einer Ecke des Raumes und wirft ein goldenes Leuchten. Die Hauptszene zeigt Finn und Ben, die freundliche Worte auf kleine bunte Karten schreiben. Sie sind von Papier und Stiften umgeben, konzentriert und lächelnd, während das sanfte Licht des Raumes eine Atmosphäre von Ruhe und Freude schafft. Melden Sie ein Problem mit diesem Bild

Kapitel 1: Der Zettelstern im Schneefenster

Draußen tanzten Schneeflocken wie winzige Federn durch die Luft. Drinnen knisterte die Heizung leise, und im Wohnzimmer roch es nach Mandarinen und Zimt. Finn saß auf dem Teppich und beobachtete alles ganz genau: die Lichterkette am Fenster, die blinkte wie kleine Glühwürmchen, die Kekskrümel, die wie eine Spur zum Plätzchenteller führten, und Ben, der mit roter Mütze vor dem Adventskalender stand und so tat, als wäre er ein berühmter Entdecker.

„Tag 17!“, rief Ben feierlich. „Ich betrete… den gefährlichen Schokodschungel!“

„Pass auf“, sagte Finn trocken. „Da lauert eine Haselnuss.“

Ben riss das Türchen auf, hielt den Schokostern hoch und flüsterte: „Ich hab ihn. Ohne Kratzer.“

Finn lachte. Er hatte ein kleines Notizbuch neben sich liegen. Es war sein Lieblingsbuch, weil es nach Papier und neuen Ideen roch. Auf die erste Seite hatte er gestern geschrieben: „Für jeden ein freundliches Wort.“

Ben sah es und zog die Augenbrauen hoch. „Was machst du da? Schreibst du einen geheimen Plan?“

„Vielleicht“, sagte Finn und tippte mit dem Stift auf das Notizbuch. „Ich will für jeden in unserer Straße einen netten Zettel schreiben. Für jeden. Mit Namen.“

Ben setzte sich neben ihn, als würde er gleich eine wichtige Erfindung sehen. „Für jeden? Auch für Herrn Kroll, der immer ‚Nicht rennen!‘ ruft?“

„Gerade für ihn“, sagte Finn. „Vielleicht rennt er dann im Herzen ein bisschen weniger grummelig.“

Ben prustete. „Im Herzen rennen! Das ist ein lustiges Bild. Und was schreibst du drauf?“

Finn blätterte. Überall waren kleine Listen: Oma, Opa, Frau Düring, die Briefträgerin, der Hund von nebenan (mit Fragezeichen). „So etwas wie: ‚Danke, dass Sie immer grüßen‘ oder ‚Ich mag Ihre bunten Schals‘. Kleine Sachen.“

Ben nickte und wurde plötzlich ernst, aber auf eine warme Art. „Das ist schön. Ich will helfen.“

Finn sah ihn an. Ben war oft laut, aber wenn er helfen wollte, war er richtig dabei. „Okay“, sagte Finn. „Dann brauchen wir Papier, Stifte… und gute Ideen.“

Ben sprang auf. „Und Kekse! Ideen kommen aus Keksen.“

Sie holten Papier aus der Schublade, bunte Stifte und ein Glas mit Glitzersternen, die eigentlich für Karten gedacht waren. Finn beobachtete, wie Ben die Sterne schüttelte. Die Sterne klingelten leise, als würden sie sich freuen.

„Wir machen das wie kleine Weihnachtswichtel“, sagte Ben.

„Wichtel mit Schreibstiften“, sagte Finn.

„Schreibwichtel!“, jubelte Ben. „Und wir bringen die Zettel heimlich an Türen und Briefkästen!“

Finn nickte, aber er spürte auch eine kleine Sorge, die wie eine winzige kalte Schneeflocke in seinem Bauch landete. „Was, wenn jemand das doof findet?“

Ben sah ihn an, als wäre diese Frage ein sehr kleiner Schneemann. „Dann machen wir es extra freundlich. So freundlich, dass es gar nicht doof sein kann.“

Finn lächelte. „So freundlich wie… warmen Kakao?“

„Warm wie Kakao mit Sahne!“, sagte Ben. „Und mit Streuseln!“

Sie schrieben den ersten Zettel für Finns Oma: „Du backst die besten Plätzchen der Welt. Danke, Oma!“ Finn malte ein Herz, Ben malte ein Plätzchen, das aussah wie ein Mond mit Krümelkratern.

Dann schrieb Finn für die Briefträgerin: „Danke, dass Sie bei jedem Wetter Briefe bringen.“ Ben malte einen kleinen Umschlag mit Mütze.

Als sie eine Weile geschrieben hatten, wurde der Tisch voller Zettel. Einige waren ordentlich, andere hatten lustige Kringel, weil Ben manchmal zu schnell war. Finn beobachtete, wie das Papier sich stapelte, als würden kleine Schneehügel wachsen.

„Heute Abend bringen wir sie weg“, flüsterte Ben. „Wenn es dunkel ist. So richtig wichtelig.“

Finn schluckte. „Aber nicht zu spät. Ich will noch pünktlich im Bett sein.“

Ben salutierte. „Schreibwichtel halten sich an Bettzeiten. Ehrenwort.

Kapitel 2: Die Zettel-Schneespur

Am Abend war die Luft draußen kalt und klar. Der Himmel war dunkelblau, und die Sterne funkelten, als hätten sie sich frisch gewaschen. Finn und Ben schlichen aus dem Haus, dick eingepackt wie zwei kleine Kissen mit Mützen. Finn trug eine Tasche mit Zetteln. Ben trug eine Taschenlampe, die er unbedingt benutzen wollte, obwohl die Straße schon genug Licht hatte.

„Pssst“, sagte Ben und leuchtete auf einen Schneehaufen. „Verdächtiger Hügel.“

Finn seufzte. „Das ist nur Schnee.“

„Schnee kann alles sein“, flüsterte Ben geheimnisvoll. „Sogar ein schlafender Drache.“

„Ein sehr kalter Drache“, murmelte Finn und grinste.

Sie gingen zur ersten Tür. Finn klebte den Zettel vorsichtig an den Briefkasten. Ben hielt die Luft an, als würden sie einen Schatz verstecken.

„Mission eins erledigt“, sagte Ben leise. „Niemand hat uns gesehen. Wir sind unsichtbar!“

In diesem Moment ging genau gegenüber ein Fensterlicht an. Finn erstarrte.

„Unsichtbar mit Licht an“, flüsterte Ben. „Sehr modern.“

Finn kicherte, obwohl sein Herz kurz schneller geklopft hatte. Im Fenster erschien Frau Düring, die immer große Schals trug. Sie schaute hinaus, sah aber nur zwei Jungen, die ganz normal im Winter standen, als wären sie auf dem Weg zu einem Schneeballmuseum.

„Guten Abend, Jungs!“, rief Frau Düring freundlich.

„Guten Abend!“, riefen beide schnell zurück und winkten, als hätten sie nichts geheimes vor.

Als das Fenster wieder dunkel wurde, flüsterte Ben: „Sie hat uns gegrüßt. Das zählt als Erfolg.“

Finn nickte. „Und jetzt weiter.“

Sie brachten Zettel zu vielen Briefkästen. Für Herrn Kroll schrieben sie: „Danke, dass Sie auf die Kinder aufpassen. Ihre Stimme ist wie eine Pfeife, die uns erinnert.“ Ben hatte dazu eine Pfeife gemalt, die wie ein fröhlicher Fisch aussah.

Finn hielt kurz inne. „Ist das nett genug?“

Ben tippte auf die Zeichnung. „Der Fisch lächelt. Das ist nett.“

Bei der Tür von Frau Düring klebten sie: „Ihr Schal sieht aus wie ein warmer Regenbogen. Danke, dass Sie so freundlich winken.“ Finn hatte die Worte geschrieben, Ben hatte einen Schal gemalt, der in allen Farben über das Papier floss.

Als sie beim letzten Haus ankamen, dem kleinen Haus mit dem grünen Zaun, passierte etwas. Ben wollte gerade einen Zettel in den Briefkasten stecken, da rutschte ihm die Tasche aus der Hand, weil er gleichzeitig die Taschenlampe halten, den Zaun anfassen und „Pssst!“ flüstern wollte.

Die Zettel flogen wie kleine weiße Vögel in die Luft. Ein paar landeten im Schnee, einer klebte an Bens Ärmel, einer auf Finns Mütze.

Ben stand da mit offenem Mund. „Oh.“

Finns Bauch machte einen Hüpfer. „Oh nein.“

Ben bückte sich sofort. „Ich sammle! Ich sammle!“

Finn half. Der Schnee war weich, aber die Zettel wurden nass am Rand. Finn beobachtete, wie die Tinte an einem Zettel ganz leicht verwischte, als würde sie weinen.

„Jetzt sind sie kaputt“, flüsterte Finn traurig.

Ben hob einen Zettel hoch und hielt ihn unter die Straßenlampe. „Nicht kaputt. Nur… schneeküssig.

Finn blinzelte. „Schneeküssig?“

„Ja“, sagte Ben ernst. „Ein Schneekuss ist wie ein Glitzerpunkt. Schau, der Rand ist wie Frost.“

Finn musste lächeln, obwohl er immer noch besorgt war. „Aber manche Namen kann man kaum noch lesen.“

Ben überlegte, und sein Gesicht wurde ganz konzentriert. „Dann machen wir's anders. Wir bringen die, die noch gut sind. Und die anderen… schreiben wir neu. Morgen. Mit extra Glitzer. Damit sie stärker sind als Schnee.“

Finn atmete aus. Das klang wie ein Plan, der warm machte. „Okay.“

Gerade als sie die letzten Zettel einsammelten, öffnete sich die Tür vom grünen Zaunhaus. Ein Mann trat heraus, dicke Jacke, Mütze, und in der Hand hielt er einen Müllbeutel. Es war Herr Kroll.

Finn erstarrte. Ben erstarrte auch, aber irgendwie auf eine lustige Art, als hätte er gerade beschlossen, eine Statue zu sein.

Herr Kroll schaute auf die beiden, dann auf den Schnee, dann auf den Zettel in Finns Hand.

„Was macht ihr denn da?“, fragte er. Seine Stimme klang wie immer: ein bisschen laut. Aber nicht böse.

Finn schluckte. Dann hob er den Zettel hoch. „Wir… wir schreiben nette Worte für alle. Das ist für Sie. Aber… der Schnee…“

Ben platzte heraus: „Die Zettel haben Schneeküsse bekommen!“

Herr Kroll blinzelte. Dann passierte etwas, womit Finn nicht gerechnet hatte: Herr Krolls Mundwinkel gingen nach oben. Es war nur ein kleines Stück, aber es war da. Ein echtes Lächeln, als hätte jemand eine Kerze angezündet.

„Schneeküsse“, wiederholte Herr Kroll langsam. „So nennt man das jetzt also.“

Finn nickte vorsichtig. „Es sollte ein Geheimnis sein. Aber… jetzt wissen Sie's.“

Herr Kroll nahm den Zettel, las ihn und räusperte sich. „Hm. Danke.“ Dann sah er die nassen Ränder. „Das ist… wirklich nett.“

Ben strahlte. „Sie können den Fisch behalten!“

Herr Kroll hielt den Zettel hoch. „Den Fisch?“

„Die Pfeife ist ein Fisch“, erklärte Ben stolz.

Herr Kroll schnaubte, und es klang fast wie ein Lachen. „Na gut. Dann halte ich eben einen Fisch-Pfeifen-Zettel. Kommt, ich helfe euch. Da liegen noch welche.“

Er bückte sich und sammelte mit. Finn staunte. Der grummelige Herr Kroll im Schnee, als Zettel-Sammler. Das war wie eine kleine Weihnachtsüberraschung, die leise „plopp“ machte.

Als alles wieder in der Tasche war, sagte Herr Kroll: „Und ihr geht jetzt nach Hause. Es ist kalt.“

„Ja“, sagte Finn.

Ben salutierte wieder. „Ehrenwort.“

Herr Kroll nickte. „Und… gute Idee, das mit den freundlichen Worten. Vertrauen ist wichtig.“ Er klopfte Ben leicht auf die Schulter, dann Finn. „Manchmal braucht man nur einen Satz, damit der Tag besser wird.“

Finn fühlte sich plötzlich sehr warm, obwohl die Luft kalt war. „Wir schreiben morgen neue“, sagte er.

„Macht das“, sagte Herr Kroll. „Und wenn ihr Klebeband braucht… ich hab welches. Starkes.“

Ben flüsterte Finn zu: „Stark wie ein Schneedrache.“

Finn kicherte. „Sehr kalter Schneedrache.“

Kapitel 3: Die Werkstatt der warmen Worte

Am nächsten Nachmittag saßen Finn und Ben am Küchentisch bei Finn. Draußen glitzerte der Schnee, als hätte jemand Puderzucker darüber gestreut. Drinnen stand eine Schüssel mit Keksen, weil Ben „Ideenfutter“ mitgebracht hatte.

„Okay“, sagte Finn und legte die nassen Zettel hin. „Die hier schreiben wir neu.“

Ben nickte und schob das Klebeband auf den Tisch. „Herr Kroll hat's gebracht. Starkes Band. Das klebt sogar auf einem Schneemann, glaub ich.“

„Wir kleben lieber auf Briefkästen“, sagte Finn.

„Langweilig“, murmelte Ben, aber er grinste dabei.

Finn schrieb langsam und ordentlich, damit man alles lesen konnte. Ben schrieb etwas schiefer, aber mit riesigen Ausrufezeichen, als wären sie kleine Sprungfedern.

„Was schreibst du für Frau Düring?“, fragte Finn.

Ben dachte nach, kaute auf einem Keks und sagte dann: „‚Wenn Ihr Schal ein Drache wäre, würde er nur warme Feuerpuste machen.‘“

Finn lachte. „Das ist… sehr Ben.“

„Und du?“, fragte Ben.

Finn sah aus dem Fenster, als könnte er die richtigen Worte im Schneefall lesen. „‚Danke, dass Sie so freundlich sind. Wenn es draußen kalt ist, macht Ihr Lächeln die Straße heller.‘“

Ben nickte anerkennend. „Das ist sehr Finn.“

Sie machten auch Zettel für das kleine Café an der Ecke: „Danke für den Kakao, der nach Zuhause schmeckt.“ Ben malte eine Tasse mit einer Sahnewolke.

Für die Nachbarin mit dem klappernden Fahrrad: „Ihr Fahrrad klingt wie ein lustiges Glöckchen. Danke, dass Sie immer lachen.“ Finn malte kleine Noten dazu.

Und dann blieb noch ein Zettel übrig. Finn schrieb oben: „Für Ben.“

Ben sah auf. „Für mich? Aber ich bin doch dabei.“

„Gerade deshalb“, sagte Finn und schob ihm den Zettel hin.

Ben las: „Danke, dass du mir Mut machst, wenn ich mir Sorgen mache. Mit dir fühlt sich alles leichter an. Frohe Weihnachten, Ben.“

Ben wurde ganz still. Das passierte nicht oft. Er schluckte und sagte dann leise: „Finn… das ist wie… wie ein warmer Pullover für mein Gehirn.“

Finn musste lachen. „Ein Pullover fürs Gehirn ist ein komisches Bild.“

„Aber gut“, sagte Ben. Dann nahm er seinen Stift und schrieb einen Zettel: „Für Finn.“ Er überlegte lange, so lange, dass Finn ihn beobachtete und dachte: Ben sieht aus, als würde er eine sehr wichtige Wolke zählen.

Ben reichte ihm den Zettel. Finn las: „Du siehst Dinge, die andere übersehen. Du machst aus kleinen Sachen große Lichter. Danke, dass du mein Freund bist. Frohe Weihnachten.“

Finn spürte, wie seine Wangen warm wurden. „Danke“, sagte er.

„Okay“, rief Ben plötzlich wieder laut, als müsste er die Stille mit Konfetti füllen. „Jetzt bringen wir die neuen Zettel weg! Aber diesmal ohne Zettel-Regen.“

„Diesmal mit Plan“, sagte Finn.

Sie zogen sich an und gingen los. Herr Kroll stand zufällig draußen und fegte ein bisschen Schnee vom Weg.

„Ah, die Schreibwichtel“, sagte er. „Alles wieder trocken?“

Finn hob die Tasche. „Alles neu. Und mit Glitzer.“

Ben flüsterte: „Extra schneefest.“

Herr Kroll nickte ernst, als wäre das eine sehr wichtige Wissenschaft. „Gut. Dann los. Ich halte hier die Stellung.“

Sie klebten die neuen Zettel an, diesmal mit starkem Band. Finn drückte jeden Zettel sorgfältig fest. Ben machte bei jedem Briefkasten ein leises „Klick“, als wäre er ein Roboter, der Freundlichkeit einbaut.

Als sie fertig waren, schauten sie von der Straßenecke zurück. Überall hingen kleine Botschaften, unsichtbar und doch irgendwie spürbar, als hätten die Häuser jetzt ein bisschen mehr Herz.

„Meinst du, die Leute freuen sich?“, fragte Finn.

Ben nickte. „Ja. Und wenn nicht… dann freuen wir uns trotzdem, weil wir's gemacht haben.“

Finn atmete tief ein. Er fühlte sich mutig, als hätte er selbst ein Stück Vertrauen geklebt.

Am Abend saßen beide wieder bei Finn in der Küche. Draußen war es dunkel, drinnen leuchtete eine Kerze. Finns Mama hatte gesagt: „Ihr habt heute aber viel vorgehabt.“ Und Finn hatte nur gelächelt, weil manche Dinge wie Geheimnisse funkelten.

Auf dem Tisch lagen keine Zettel mehr, keine Stifte, keine Krümel. Ben hatte sogar die Keksschüssel zurückgestellt, ohne einen Keks zu verstecken (na ja, fast ohne).

Finn strich mit der Hand über die glatte Tischplatte. „Sieht aus wie neu.“

Ben legte die Hände auf den Tisch und sagte feierlich: „Eine saubere Tafel für neue Abenteuer.“

Finn nickte. „Und für neue freundliche Worte.“

Ben grinste. „Morgen schreiben wir dem Schneedrachen. ‚Danke, dass du so hübsch glitzerst!‘“

„Der Schneedrache heißt Winter“, sagte Finn.

„Dann schreiben wir dem Winter“, sagte Ben. „Und wenn der Winter antwortet, will ich's lesen!“

Finn lachte leise. Draußen fiel weiter Schnee, als würde der Himmel Geschichten erzählen. Drinnen war es warm, und der Tisch war ordentlich und blank, bereit für alles, was kommt. Finn schaute zu Ben und dachte: Vertrauen fühlt sich an wie ein Licht, das man teilen kann. Und manchmal reicht wirklich ein Satz, damit die Welt ein bisschen heller wird.

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Adventskalender
Ein Kalender, der die Tage bis Weihnachten zählt.
Mandarinen
Kleine, süße Orangen, die man im Winter isst.
Zimt
Ein süßliches Gewürz, das oft im Winter genutzt wird.
Freundlichkeit
Wenn man nett und hilfsbereit zu anderen ist.
Konzentriert
Wenn man sich stark auf eine Sache fokussiert.
überlegen
Wenn man über etwas nachdenkt, bevor man entscheidet.
Salutierte
Ein Gruß, bei dem man die Hand an die Stirn hebt.
Ehrenwort
Ein Versprechen, das man wirklich halten will.
Knisterte
Ein leises Geräusch, wie ein Feuer oder Papier, das sich bewegt.
Schneeküssig
Etwas, das von Schnee berührt wurde.

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